„112 – Sie retten dein Leben“ – Eine genauere Kritik

Direkt im Anschluss an die erste Folge der neuen RTL-Action-Soap-Wasauchimmer-Serie „112 – Sie retten dein Leben“ habe ich mich hingesetzt und unter dem ersten Eindruck eine Kritik geschrieben. Dieser erste Eindruck war… schlecht. Sollten Sie ihn bisher noch nicht gelesen haben, nehmen Sie sich die Zeit und holen Sie es nach – Sie finden den Artikel hier: „Tatü – Tata: 112 – Wer rettet wen und warum?“ Ich warte so lange, bis Sie wieder da sind.

Gelesen? Schön. Wie ich in dem Artikel angekündigt habe, habe ich mir tatsächlich die komplette erste Woche dieser Serie angetan. Manchen Serien muss man eine gewisse Zeit geben, damit sie sich entwickeln können, oder damit man eventuell sehen kann, in welche Richtung es geht (so ist es mir persönlich zum Beispiel bei „Babylon 5“ gegangen). Da es sich bei „112…“ um ein Format mit recht kurzen Episoden handelt, ist es nicht möglich, sehr viel Handlung in einer Folge unterzubringen. Aber nun, nach fünf Folgen, kann man schon etwas klarer sehen, daher hier meine Nachbesprechung – wieder aus dem Blickwinkel eines Menschen, der – im Gegensatz zu den Schreiberlingen dieser Serie – Ahnung von der Materie hat. Ich möchte die Kritik aufteilen, zuerst eine allgemeine Einschätzung, dann werde ich mir jede der vier Folgen seit letztem Dienstag einzeln vornehmen, und dann eine abschließende Einschätzung über das Potential der Serie. Ja, sie hat ein Potential – ein Gefahrenpotential. Aber dazu kommen wir später.

Mr. Pither: Sie sind Konteradmiral Sir Dudley Compton?
Chinese: Nein. Er gestorben. Hat Herzinfarkt und fallen aus Fenster auf explodierende Bombe und getötet in Schießerei.
(aus „Monty Python’s Flying Circus“, Episode 34: „Die Fahrradtour“)

Als ich die zweite Folge der Serie sah, war ich kurz geneigt, mich positiv überraschen zu lassen. Leider wurde das alles zunichte gemacht, so dass ich zu dem Schluss kam: nach der Freitags-Folge werde ich mir keine weitere mehr antun. Ich tat es, weil ich der Serie eine Chance geben wollte. Immerhin ist es tatsächlich so, dass eine tägliche Serie, die die Arbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst thematisiert, ein neues Konzept ist. Nicht neu ist hingegen die Umsetzung. Es ist mehr „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, nur dass die ganzen Jugendlichen durch (einigermaßen) erwachsene Menschen ersetzt wurden und halt nicht in einem hippen Café oder einer Werbeagentur arbeiten, sondern im Rettungswesen. Die persönlichen Geschichten, die erzählt werden, könnte so auch in irgendeine andere Umgebung gesetzt werden, sie sind völlig austauschbar und gehen mir mittlerweile auf die Nerven. Hier wurden Möglichkeiten einfach verschenkt. Mal ganz davon abgesehen, dass die Menschen genauso zickig reagieren, wie in jeder anderen Seifenoper. Gibt es ein Problem oder einen Konflikt, redet man nicht darüber, nein, man schweigt beleidigt. Auf diese Weise lässt sich der Konflikt über unzählige Episoden hinziehen und man muss sich nichts neues ausdenken.

Verschenkt wurden auch die Möglichkeiten, einen Hintergrund aufzubereiten, denn darüber erfährt man eigentlich nichts. Okay, man sieht, Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei unter einem Dach – das scheint eine Novität zu sein. Aber warum? Was ist das? So eine Art Pilotprojekt? Das wird nicht gesagt. Ist die Verwaltungschefin deswegen so hinter den Zahlen her, weil sie weiß, wenn die Kosten aus dem Ruder laufen, wird das Experiment auch ganz schnell wieder abgeblasen? Was ist das mit der „Paramedic“? Wird hier ein neues Berufsmodell für den Rettungsdienst ausprobiert? Fragen, deren Antworten recht spannend sein könnten. Leider wurde das alles in die Wolken geblasen für ein bisschen Action und 08/15-Seifenoper-Handlung. Und wo wir gerade von der Action reden: Das Zitat aus dem „Flying Circus“ habe ich oben gebracht, weil ich bei jeder Folge an diese Szene denken musste. Es reicht nämlich nicht ein einfacher Notfall, nein, da muss immer noch was draufgegeben werden. Und damit zu den einzelnen Folgen. Da diese keine Titel haben, habe ich einfach Folgennummer und Datum angegeben.

Folge 2, 26. August 2008

  • Der Notfall

Aufgrund eines schlecht ziehenden Holzkohleofens verraucht eine Wohnung. Als die Feuerwehr den Kamin freiräumen will, entsteht ein Kellerbrand – und das in der Nähe einer schlecht verlegten Gasleitung, die zu explodieren droht.

  • Plotlöcher

Konsequenzen aus Folge 1: In Folge 1 überschreitet der von Dominic Saleh-Zaki dargestellte Polizist Florian Carstens ein paar Grenzen, als er Anweisungswidrig handelt und die Notfallsituation damit verschärft. Er muss sich hier einiges anhören und ehrlich, ich war positiv beeindruckt: Alles, was ich über den Eigenschutz in meiner ersten Kritik gesagt hatte, kam hier zur Sprache. Das waren regelrecht lichte Momente, in denen ich hoffte, man würde mehr daraus machen. Leider blieb es dabei, aber eigentlich sollte man Einsatzleiter Ingo Benders (Gernot Schmidt) Satz den Schreibern der Serie auf die Stirn tackern: „Bringt Euch nicht in Gefahr, das bringt den Opfern auch nichts!“

Paramedic – oder so: In meiner Kritik zu Folge 1 habe ich die Liebschaft des Dienststellenleiters, deren Namen ich leider vergessen (oder verdrängt) habe, noch als „Notärztin“ bezeichnet. In dieser Folge kommt nun heraus – das ist sie gar nicht. Florian Carstens bezeichnet sie hämisch als „Paramedic“, weil „zum Medizinstudium hat’s wohl nicht gereicht“. Ich weiß nicht, wo die Schreiber das her haben, aber in der Tat gibt es im Moment eine berufspolitische Diskussion um die Zukunft der Ausbildung im Rettungsdienst. Eine der Überlegungen ist es, eine Art „Paramedic“ als Beruf im Rettungsdienst einzuführen. Insofern wäre das in der Serie dargestellt Projekt wirklich richtungsweisend – aber wie schon mehrfach gesagt, man macht einfach nichts draus. Lieber konzentriert man sich auf das Verhältnis der Paramedic zu Dienststellenleiter Martin Carstens (Joachim Raaf), Florians Vater, was ein kompliziertes – und sehr konstruiertes – Dreiecksverhältnis aufbaut. Den Beruf „Paramedic“ gibt es derzeit nicht, auch haben Rettungsdienstmitarbeiter nicht die Befugnisse, die die Paramedic in der Serie ausübt (Medikamentengabe und Defibrillation ohne Notarzt und dergleichen – es gibt da zwar die so genannte „Notkompetenz“, aber das würde hier zu weit führen).

Disponentin „erhört“ den Notfallort: Bei dem Notfall dieser Episode ist eine junge Frau in einer Wohnung, die gerade von einem schlecht ziehenden Ofen verraucht wird. Sie wählt den Notruf, kann allerdings keine Angaben mehr über ihre Adresse machen. Was tun? Die Disponentin hört auf Hintergrundgeräusche und kann so den Notfallort eingrenzen. Ui, toll… Darf ich gleich zwei Alternativen anbieten, die ein wenig realistischer gewesen wären? Nummer eins, auch wenn die Anruferin ein altes Wählscheibentelefon hat, so müsste es dennoch möglich sein, ihren Anschluss zu ermitteln – schon hat man ihre Adresse. Ta – da! Wie, zu langweilig? Okay, Alternative zwei: Die Anruferin hat im Verlauf des Gesprächs erzählt, sie wolle nicht zu den Nachbarn gehen (um die genaue Adresse zu erfragen), die hätten sie kürzlich angezeigt, weil sie Gras (Canabis) auf ihrem Balkon angebaut habe. Dann muss es doch einen Eintrag bei der Polizei geben. Den Namen der Frau hat man, man fragt den Computer der Polizei ab – schon hat man ihre Adresse. Ta – da!

  • Notfall-Kokolores

Vorgehen ohne Atemschutz: Obwohl bekannt ist, dass in der Wohnung Brandgase vorhanden sind, gehen sowohl der Einsatzleiter der Feuerwehr als auch die Besatzung vom Rettungswagen ohne Atemschutz in die Wohnung. Dass das Rettungsdienstpersonal mit in die Wohnung kommt, ist an sich schon ein Unding. Die Rettung solcher Personen ist Sache der Feuerwehr – MIT Atemschutz.

Lass Dich drücken: Was zur Hölle macht die Paramedic, als der Einsatzleiter nach der Explosion – die er erstaunlich gut überstanden hat, obwohl ihn die Feuerwalze voll erfasst, hochschleudert und er auf seiner Pressluftflasche landet – auf der Trage liegt? Er hat Kammerflimmern, offenbar soll das, was sie tut, so was wie eine Herz-Druck-Massage sein. Es sieht aber aus wie Brustkorb streicheln. Dass sie kurz darauf den Defibrillator verwendet, ist sogar korrekt. Ein Kammerflimmern kann durch einen gezielten Stromstoss bekämpft werden.

Guten Morgen, Sonnenschein: Ich habe das Gefühl, ich bewege mich im Kreis. Noch in der ersten Kritik habe ich von den Patienten erzählt, die gleich nach einer Reanimation aufwachen – und zack! Was passiert? Der Einsatzleiter wacht auf, nachdem er wiederbelebt werden musste. Er gibt sogar Anweisungen und muss sich dafür die Kommentare von Kollegen anhören. An der Stelle hab ich 500 Milligramm Acetylsalicylsäure gebraucht.

Folge 3, 27. August 2008

  • Der Notfall

Ein Mann wird von seiner Frau verlassen. Als sie aus dem Haus tritt, schießt er sie vom Balkon aus nieder. Als der Rettungsdienst und die Polizei eintreffen, schießt er auch auf sie und hindert sie so daran, der Verletzten zu helfen.

  • Plotlöcher

Dieses Büro ist zu klein für uns beide: In jeder Episode zanken sich Carstens und die Verwaltungschefin Doktor Driesen (Sandra Schlegel). So auch hier. Nur langsam wird es langweilig, weil die Diskussion stets unsachlich ist, gerade so, als ob beide keine Ahnung haben, um was es eigentlich geht.

Das Bermuda-Dreieck: Weiter wird die Dreiecksbeziehung zwischen Carstens, seiner Geliebten und seinem Sohn ausgewalzt. Alles dazu habe ich bereits weiter oben erwähnt.

  • Einsatz-Kokolores

Noch fünfzehn Minuten bis Buffalo: Theodor Fontane möge mir verzeihen, dass ich sein Zitat aus „John Maynard“ mit einer Seifenoper in Verbindung bringe, aber es passt: Als die Frau verletzt auf dem Rasen liegt, sagt die Paramedic, sie habe „noch fünfzehn Minuten“, bevor sie verblutet. Wo nimmt sie diese Zahl her, noch dazu, da sie die Verletzte wegen des rumballernden Ehemans gar nicht richtig hat untersuchen können?

Ich gehe nirgendwo hin: Der Dienststellenleiter leitet zwar den Einsatz seiner Polizisten – aber er tut das von der Wache aus. Das eigentliche Verfahren – und ich denke, dass das bei der Polizei ähnlich ist wie bei anderen Hilfsdiensten – ist, dass ein Einsatzleiter vor Ort ernannt wird. Es ist viel zu Umständlich, einer in einem Büro weit entfernt sitzenden Person über Funk die Situation zu erklären, damit diese dann Entscheidungen treffen kann. Noch dazu, da sich die Situation von Sekunde zu Sekunde ändern kann und möglicherweise eine schnelle Entscheidung gefragt ist.

Folge 4, 28. August 2008

  • Der Notfall

Durch einen Defekt gerät der Motor eines Aufzugs in Brand. In dem Aufzug sind zwei Personen eingeschlossen, von denen eine kollabiert. Beim Rettungsversuch stellt sich heraus, dass bei der Wartung des Aufzugs gepfuscht wurde und das Tragseil zu reißen beginnt.

  • Plotlöcher

Und täglich grüßt das Murmeltier: Das Dreieck Vater-Sohn-Liebschaft bekommt langsam spitze Winkel, als der Sohn der Liebschaft gegenüber den Vater als Weiberheld darstellt (nicht ahnend, wem er das erzählt). Statt das Gespräch zu suchen, zieht sich die Paramedic beleidigt zurück. Vorausschaubare Teletubbie-Dramaturgie. Obwohl, das ist nicht ganz fair. Ich entschuldige mich bei den Teletubbies (und das war jetzt auch vorausschaubar, was?).

Und er soll heißen „ZDLs Traum“ – weil er so seltsam angezettelt ist: Hat man das schon erlebt – Fontane und Shakespeare zusammen in einer Kritik über eine Seifenoper? Nun, „Ein Sommernachtstraum“ ist „112…“ wahrlich nicht, denn in dieser Folge wird mit dem nächsten Klischee aufgefahren: Ein neuer Zivildienstleistender (kurz „ZDL“) hat seinen Einstand, dem die Null-Bock-Einstellung schon auf die Stirn geschrieben steht. Was macht so jemand ausgerechnet beim Rettungsdienst? Es gibt viel bequemere Stellen, wo man den Zivildienst „runterreißen“ kann.

Das „Pilot“-Projekt: Etwas ganz besonderes haben die Schreiber offenbar mit dem Piloten des Hubschraubers vor, der feststellt, dass seine Hände unkontrolliert zu zittern beginnen. Es handelt sich hierbei vermutlich um die „Oh-Gott-wenn-das-rauskommt-kann-ich-meinen-Job-nicht-mehr-machen-was-dann-ich-verheimliche-es-lieber-auch-wenn-ich-dabei-mein-Leben-und-das-von-anderen-riskiere“-Handlung, die ihren Lauf nimmt.

  • Einsatz-Kokolores

Alte Seilschaften: Um zu der zwischen zwei Stockwerken hängenden Aufzugskabine zu kommen, klettern sowohl Polizist Carstens (der Sohn) als auch die Paramedic (des Vaters Liebschaft) am Aufzugsseil hinab. Der Eigenschutz hatte wohl gerade seinen Jahresurlaub eingereicht. Oder um es mit den Worten der Paramedic (allerdings aus der nächsten Folge) zu sagen: „Das geht ja mal sowas von gar nicht!“

Ohr-Troubles – Problem mit den Ohr’n: In der Aufzugkabine angekommen wird der bewusstlose Patient untersucht. Mit Hilfe eines Stethoskops stellt die Paramedic die Diagonse „Kammerflimmern“. Das kann man nur mit einem EKG, hören tut man bei einem Kammerflimmern – gar nichts. Das Herz steht nämlich praktisch still. Das bringt uns zum nächsten Punkt.

Dieser Notfall wird Ihnen präsentiert von SALZ(TM). Denn: SALZ(TM) ist überall. Gewöhnen Sie sich dran! Nachdem die Paramedic also die Diagnose „Kammerflimmern“ gestellt hat, brüllt sie den Schacht hoch nach ihrer Notfalltasche (die in der Serie übrigens konsequent falsch als „Koffer“ bezeichnet wird). Warum die Notfalltasche? „Ich brauche die Salzlösung!“ Salzlösung, okay, den Begriff als solches kann man noch durchgehen lassen, aber bei einem Kammerflimmern wäre der Defibrillator das Mittel der Wahl. Die Infusion bringt gar nichts. Sie macht aber nichts dergleichen, auch keine Wiederbelebung. Hätte er wirklich ein Kammerflimmern gehabt, wäre der Mann gestorben. Aber wir sind ja nur beim Fernsehen. Ist ja alles gar nicht echt. Der tut ja nur so.

Entschuldigung. Ich mache gleich weiter. Ich muss nur meine Fassung wiederfinden.

Danke, geht schon wieder. Also, weiter im Text. Ist ja nur noch eine Folge.

Folge 5, 29. August 2008

  • Der Notfall

Ein Verkehrsunfall. Ein Motorradfahrer stürzt, ein Kleintransporter weicht ihm aus und überschlägt sich. Der Kleintransporter landet genau auf der Fracht des Motorrads, ein Spenderorgan, das dringend benötigt wird.

  • Plotlöcher

Väter der Klamotte: Natürlich muss das Dreieck noch ein wenig komplizierter werden. Der Sohn entlarvt die „Maschen“ des Vaters und dessen Vorliebe bei Frauen. Die Paramedic wird noch zickiger (falls das überhaupt geht). Habe ich die Teletubbies schon erwähnt?

Der Fluch des Navigators: Die Ausfälle des Piloten werden immer heftiger, Händezittern, verschwommenes Sehen, starke Kopfschmerzen. Laut den Regeln der Seifenopern-Medizin spricht das alles dafür, dass der Pilot ein Hirntumor hat. Das würde zu der „Oh-Gott-wenn-das-rauskommt-kann-ich-meinen-Job-nicht-mehr-machen-was-dann-ich-verheimliche-es-lieber-auch-wenn-ich-dabei-mein-Leben-und-das-von-anderen-riskiere“-Handlung noch die „Oh-Gott-ich-habe-eine-gefährliche-Krankheit-sag-es-aber-niemandem“-Handlung dazubringen. Das Resultat wäre eine „Oh-Gott-ich-habe-eine-gefährliche-Krankheit-die-meine-Leistungskraft-beeinflusst-wenn-das-rauskommt-kann-ich-meinen-Job-nicht-mehr-machen-was-dann-ich-verheimliche-es-lieber-auch-wenn-ich-dabei-mein-Leben-und-das-von-anderen-riskiere“-Handlung.

Rettung aus der Not: Ein gewisser Doktor Tom Wagner (Max Alberti) stellt sich vor, der demnächst als „Rettungsarzt“ anfangen soll. Anderswo nennt man solche Leute „Notarzt“ – und wieder wird mir das System nicht klar, denn bisher hat man keinen Notarzt im Einsatz gesehen, nur die Paramedic. Wozu braucht man den Neuen, außer zum Aufpeppen der Handlung?

„Ent-scheidung“ ist auch ’ne Scheidung: Dienststellenleiter Carstens und Frau Doktor Driesen geraten mal wieder aneinander. Sie will den Hubschrauber aus Kostengründen nicht starten lassen. Auch wenn die Bürokraten mittlerweile im medizinischen Sektor sehr viel Macht haben, so weit ist es noch nicht. Wird ein Hubschrauber gebraucht, startet ein Hubschrauber – über die Kosten kann man nachher streiten.

Flieger, grüß mir die Sonne: Das Konzept mit dem Hubschrauber ist mir auch nicht ganz klar. Da ist also an dieser Rettungszentrale ein Hubschrauber stationiert. Mit einem Piloten. Punkt. Der rückt ab und zu mal aus und wird auch für Rettungstransporte benutzt. Aber mit welcher Besatzung? Der vor Ort? Heißt das, die lassen ihr Auto stehen und fliegen mal schnell wohin? Bin ich der einzige, dem das in irgendeiner Art und Weise merkwürdig vorkommt.

  • Einsatz-Kokolores

Blaulicht an, Hirn aus: Ja, es gibt Leute bei den Hilfsorganisationen, die eine riskante Fahrweise haben. Aber so, wie das in der Serie gezeigt wird, ist das trotzdem arg überzogen.

Ich drück‘ dich: Der Hubschrauber drückt mit seinen Kufen den Transporter zur Seite, so dass das darunter eingeklemmte Transportbehältnis mit dem Spenderorgan herausgeholt werden kann („Medicopter 117“ lässt grüßen). Das ist natürlich hanebüchen und viel zu gefährlich. Außerdem hätte die Feuerwehr geeignete Mittel, so ein Auto sicher anzuheben.

Sonntags-Rede: Schließlich steht die Besatzung des Rettungswagens vor demselben und unterhält sich. Drin im Fahrzeug liegt der Patient. Wer kümmert sich um ihn?

Finaler Rettungs-Schluss: Schließlich kam die Stelle, die mich endgültig davon überzeugte, dass ich mit den Kritiken an dieser Serie nicht mehr weitermachen sollte, da ich sonst Gefahr laufe, dass mein Gehirn implodiert. Nachdem der Pilot wieder zurück ist auf der Station wird er von einer anderen Paramedic angesprochen, weil er so müde aussieht. Um ihn aufzumuntern, sagt sie folgenden Satz:

„Was Du heute geleistet hast, das hätte nicht jeder von uns geschafft!“

Was ist das für ein Binsenwahrheits-Müll? Natürlich hätte das nicht jeder von den anderen geschafft. Ich wage sogar zu behaupten, dass keiner von den anderen das geschafft hätte, weil er eben Pilot ist und als einziger einen Hubschrauber fliegen kann! Und damit kommen wir zum Ende meiner persönlichen Reihe über diese Serie und der angekündigten Einschätzung.

Ist doch einfach nur noch so ’ne Serie – ist das wirklich so schlimm?

Die Zuschauer der Science-Fiction-Serie „Babylon 5“ waren sich bewusst, dass das, was sie sehen, nicht real ist. Die Menschen haben keine Raumstation diesen Ausmaßes im All und auch keinen Kontakt zu den außerirdischen Spezies, die dort mitspielten.

Bei Serien, die irgendwie auf „real“ machen, wie eben auch Seifenopern, ist das was anderes. Es gibt genügend (und meiner Ansicht nach zu viele) Leute, die glauben Beziehungen funktionieren genau so, wie sie den Seifenopern eben nicht funktionieren. Und Serien, die wie „112…“ den Realismus fast zur Gänze vermissen lassen, verbreiten leider über das Genre, in dem sie spielen, ein gefährliches Halbwissen. Es ist zwar positiv, dass mit dem Titel die neue alte Notrufnummer 112 publik gemacht wird, der Rest jedoch wirft den Rettern in manchen Situationen mehr Steine in den Weg, als man denken mag. Beispiele gefällig? Ich habe genügend. Das Folgende habe ich entweder selbst erlebt oder aus erster Hand von Kollegen erzählt bekommen:

  • Wir (Besatzung eines Rettungswagens) wurden zu einem Notfall in eine Wohnung gerufen, ein Mann sei kollabiert. Beim Eintreffen stellen wir fest, dass der Mann, etwa 75 Jahre alt, einen Herzstillstand hat. Als mein Kollege ihm das Hemd aufreißt und mit einer Herz-Druck-Massage beginnt, fällt ihm die Ehefrau in die Arme mit den Worten: „Hören Sie auf! Sie bringen ihn ja um!“ Wertvolle Zeit geht verloren, während wir die Frau davon überzeugen müssen, dass eine „richtige“ Herz-Druck-Massage nichts mit dem Brustkraulen zu tun hat, das sie aus dem Fernsehen kennt.
  • Beim Brand eines Mehrfamilienshauses sind wir (Besatzung eines Rettungswagens) als erste vor Ort (in Ortschaften mit freiwilliger Feuerwehr kommt das vor, da wir schon am Standort sind und nur noch ausrücken müssen, während die Feuerwehrler erstmal zur Wache kommen müssen). Aus mehreren Fenster schlagen die Flammen. Personen sind keine mehr im Gebäude, aber in der Wohnung oberhalb des Brandes seien noch zwei Hunde. Eine Bewohnerin verlangt (!) von mir, ich solle in das Gebäude gehen und die Hunde rausholen. Als ich versuche, ihr zu erklären, dass das viel zu gefährlich ist, erwidert sie schnippisch: „Im Fernsehen tut Ihr immer so, als wärt Ihr die Helden. Aber wenn’s mal drauf ankommt, dann ist halt nichts.“
  • Bei einer geringfügig außer Kontrolle geratenen Feier von ungefähr acht Jugendlichen zwischen vierzehn und siebzehn erleidet ein Fünfzehnjähriger vermutlich aufgrund seines Alkoholkonsums einen cerebralen Krampfanfall (umgangssprachlich auch „epileptischer Anfall“ genannt). Nachdem der Rettungsdienst vor Ort ist, erklärt einer der Jugendlichen, nachdem sein Freund nicht mehr reagiert und nur noch gezuckt habe, habe er bei diesem eine Herz-Druck-Massage durchgeführt. Als der Notarzt nachfragt, erklärt er seine Methode: Wie im Fernsehen gesehen, habe er sich auf den Bauch des am Boden liegenden Bewusstlosen gesetzt und mit beiden Händen beide Seiten des Brustkorbs eingedrückt. Mal ganz davon abgesehen, dass die Reanimations-Methode falsch ist, ist eine Bewusstlosigkeit an sich kein Grund, jemanden wiederzubeleben. Der Fünfzehnjährige hat die „Behandlung“ zum Glück unbeschadet überstanden.
  • Bei einer Reanimation, bei der schnell feststand, dass dem Patient nicht mehr zu helfen war, wurde von Angehörigen nach Abbrechen der Maßnahmen gefragt, ob man denn nicht „mit dem Elektrodings“ (gemeint war der Defibrillator) noch was machen könnte. Den hätten wir ja gar nicht verwendet, und im Fernsehen hilft der immer.
  • Zuletzt: Bei mehreren Notfällen ist es mir und auch Kollegen schon passiert, dass wir Anweisungen von Schaulustigen bekommen haben, was zu tun sei, oder warum wir dies und jenes nicht tun würden. Bei einem speziellen Fall wurde ich gefragt, warum ich der Patientin nicht „was wegen dem Blutdruck spritze“ (die Patientin war eine Leichtverletzte eines Verkehrsunfall, aber wegen des Schrecks etwas blass). Als ich darauf entgegne, dass das nicht nötig sei und ich sowieso keine Medikamente spritzen dürfe, bekomme ich zu hören: „Ja, ja, wenn Ihr nur an Euren blöden Vorschriften kleben könnt. Und ob’s den Patienten gut geht, ist Euch egal.“ Dass das Nichtbefolgen der „blöden Vorschriften“ für mich im Zweifelsfall die Konsequenz haben könnte, entlassen zu werden und nicht mehr im Rettungsdienst arbeiten zu dürfen, ist offenbar egal.

Es gab einmal eine Untersuchung über Reanimationen im Fernsehen. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass Reanimationen im Fernsehen eine Erfolgsquote von etwa 95 % haben. Und der Zuschauer erwartet das gleiche in der Realität. Aber die Realität hält dem nicht stand. Das Fernsehen vermittelt den Eindruck, egal welcher Ausgangspunkt eine Reanimation hat, in den meisten Fällen geht es gut. Dass es rein aus dramaturgischen Gründen geschieht, wird übersehen. Man fällt auf die vorgegaukelte Realität herein. Und „112…“ bietet da leider nichts neues. Keine Innovation. Nur das, was man eh schon kennt, vorhersehbare Handlungsstränge, geschrieben von Ahnungslosen, produziert von Willenlosen, aber gesehen von den Massen. In meinem ersten Beitrag zu Serie schreibt ein Kommentator, er habe gelesen, dass 89 Folgen bereits produziert seien, er rechne aber damit, dass die Serie bald abgesetzt wird. Ich fürchte, dass das nicht der Fall sein wird. Zwar ist die Serie mit weniger als 13 Prozent Marktanteil gestartet, aber die Quoten haben sich im Verlauf der ersten Folgen auf 15,6 Prozent der Zielgruppe gesteigert. Und wenn das mit den 89 Folgen stimmt, dann ist für fast 18 Wochen Material vorhanden. 18 Wochen, in denen dem Publikum demonstriert wird, wie die Arbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei nicht läuft.

Ein Gegenpunkt: Die Realität

Aber ich höre schon die Stimmen: Die Realität ist doch so langweilig. In guten Geschichten muss ein Konflikt herrschen, damit sie interessant werden. Richtig – aber wer sagt denn, dass die Realität langweilig sein muss? Ich meine, das ist die Notfallrettung. Menschen in Extremsituationen. Die kann man auch interessant rüberbringen, ohne solche Münchhauseniaden zu produzieren. Stoff gibt es wahrlich genug:

  • Beziehungen zerbrechen häufig an den ungewöhnlichen Arbeitszeiten und dem teilweise bis auf 48 Wochenstunden erhöhten Pensum – bei gleichzeitiger minderer Bezahlung.
  • Ein anderer Grund für das Zerbrechen von Beziehungen ist, dass Menschen mit „normalen“ Berufen die Motivation für den Rettungsberuf oft nicht nachvollziehen können.
  • Für Konflikte sorgen posttraumatische Belastungsstörungen nach schwerwiegenden Einsätzen, oder einer Belastungsstörung, die sich über Jahre hinweg schleichend entwickelt.
  • Ein anderes Konfliktszenario: Derzeit wird darüber gestritten, wie die Ausbildung im Rettungsdienst in Zukunft aussehen soll. Als Idealvorbild steht dabei der Paramedic aus den USA, der erweiterte Befugnisse (zum Beispiel Medikamentengabe) hat. Dagegen laufen Ärzteverbände – teilweise sehr rüde – Sturm, die ihre Felle davonschwimmen sehen (oder denen ein Zacken aus der Krone bricht); auf der anderen Seite sind da die Kostenträger, die sich weigern, die Kosten für eine verbesserte Ausbildung, die dann nötig wird, zu zahlen. Mittendrin ist der Rettungsassistent, auf den die Situation zurückfällt, und zwar jedes Mal, wenn er zu einem Einsatz kommt, bei dem er denkt: Ich könnte, ich sollte – aber ich darf halt nicht.
  • Und wo wir gerade von „Kostenträgern“ sprechen: Mehrfach habe ich die Rolle von Frau Doktor Driesen kritisiert, die sich ständig mit Carstens streitet. Ja, da gibt es einen Konflikt zwischen den „Leuten vom Fach“ und den „Leuten aus der Bürokratie“, aber das läuft auf einem ganz anderen Level ab, und nicht mit diesem „Mein-Schäufelchen-Dein-Förmchen-und-Du-bist-selber-doof“-Geplänkel, das einem hier geboten wird.

Was die Einsätze betrifft, auch diese sind nicht langweilig. Jeder ist irgendwie anders, und genügend davon ließen sich zu einer spannenden Episode umschreiben. Dann kann man auch auf die überkonstruierten Mehrfachsituationen verzichten (Fahrstuhl bleibt stecken UND Person kollabiert UND Fahrstuhl droht abzustürzen oder Patient mit Rauchgasvergiftung UND Kellerbrand UND explodierende Gasleitung). Wer in richtigen Einsätzen unterwegs war, der weiß, dass es das nicht braucht. Jeder Einsatz hat seine Eigenheit und sein Spannungspotential. Es gibt genügend Geschichten, sie sind da. Offenbar will sie nur keiner erzählen. Man müsste sich eben mit den Profis zusammensetzen. Aber so eine Fernsehfolge ist halt sehr viel schneller produziert, wenn die Beteiligten keine Ahnung haben.

Damit komme ich zum Ende. Wie angekündigt werde ich „112…“ nicht weiter verfolgen. Dass ich es nach der ersten Folge getan habe, war für diesen Bericht. Den habe ich hiermit abgeliefert. Ich wende mich wieder anderen Dingen zu. Dingen, die etwas erfreulicher sind. Die Seite Quotenmeter.de schreibt in ihrer Kritik über die Serie als Zusammenfassung: „Für alle Soap-Fans zu empfehlen, alle anderen Zuschauer werden nach kurzer Zeit wieder die Flucht ergreifen. Denn am Ende bleibt doch nur eine harmlose neue Endlosserie aus dem Dunstschatten der Daily-Soaps.“ Das kann ich fast so unterschreiben. „Fast“ deswegen, weil das Prädikat „harmlos“ so nicht stehenbleiben kann. Serien dieser Art sind, wie ich oben dargelegt habe, nicht „harmlos“. Aber wer weiß – vielleicht sieht das mal jemand ein und macht sich an ein völlig neues Projekt. Das würde ich mir sogar antun. Bis dahin bleibt mir nur ein verzweifelter Ausruf als Zitat zum Schluss:

„Satras hat sie gewarnt, Satras hat sie alle gewarnt! Aber niemand hört auf Satras! Armer Satras!“
(Satras in der Serie „BABYLON 5“ von J. M. Straczynski)

UPDATE: Die neueste Entwicklung von „112…“ gibt es hier: „‚112…‘ zum Vierten: Sie rettet nun keiner„. Deswegen wurde die Kommentarspalte dieses Beitrags auch geschlossen, kommentieren in Zukunft bitte beim neuen Beitrag.

Über Thorsten Reimnitz 852 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

47 Kommentare

  1. Hallo,

    toller Artikel. Hut ab!

    Ich kenne weder die Serie, noch habe ich Erfahrungen im Rettungsdienst, aber dein Schreibstil hat mich so gefesselt, dass ich den Artikel trotzdem komplett durchgelesen habe.

    Mach weiter so!

  2. Hallo,

    ich bin selbst im Rettungsdienst unterwegs und kann dir nur zu stimmen.

    Ich habe mir die Folgen angesehen und musste teilweise lachen, über die absurden Maßnahmen.

    Dein Artikel spricht mir aus der Seele und dein Schreibstil ist genial 😉

    Schade dass du die restlichen Folgen nicht auch komentierst 😉

    Gruß
    Andi

  3. i finde die sendung nicht so guad.
    1. Sie haben keine Funkrufnamen
    2. Hat jede einheit ihren eigen Chef
    3. die ham immer nur die gleichen Fahrzeuge
    4. wenn sie almiert werden geht nicht mal ein FME

  4. Hallo,

    ich stimme dir auf alle Fälle zu.
    Auch wenn ich „erst“ 13 Jahre alt bin, kenne ich micht (vor allem mit Polizei-)Einsätzen ganz gut aus.
    Ich zähle auch mal ein paar Sachen auf, die meiner Ansicht nach, überhaupt nicht gehen:

    1. Die Polizei in NRW fährt weder Toyota, noch Porsche als Einsatzfahrzeuge. (Allerding stört mich dass nicht ganz so doll, da ich grosser Fan von Cobra 11 bin, die im übrigen genau die selben Polizeieinsatzfahrzeuge verwenden, wie 112.)

    2. Die Polizei NRW hat bis jetzt nur in Bielefeld, Mettmann und Krefeld blaue Uniformen. Und diese sind schon gar nicht die, die in Hamburg verwendet werden. Das ist denen von 112 aber wohl egal.

    3. Das Wappen der Polizeiuniformen ist in Folge 1 ein anderes wie in den anderen Folgen. (Im Übrigen gibt es dieses Wappen überhaupt gar nicht, weder das aus Folge 1 nich das andere, auf dem 112 drauf steht und 3 Sterne abgebildet sind.) Dann ist es ein Unding, dass das selbe Wappen (auch erst ab Folge 2) auch von Einsatzkräften des Rettungsteams verwand wird. In Folge 1 befindet sich das, vermeindliche POL-NRW-Wappen, auf Florians Uniform links, als Florian den Unfall meldet. Als er dann nach dem Unfallwagen sucht, befindet sich es auf dem rechten Ärmel.

    4. Wenn alle Besatzungen zu den Fahrzeugen eilen, dann frage ich mich, wenn die Feuerwehr über die Stange „rutscht“, wie dann die Polizisten nach unten kommen. Es wäre mir nämlich neu, dass Polizisten zu ihren Fahrzeugen „rutschen“.

    5. Des Weiteren haben alle Polizeisten ihre Dienstwaffen schon oben, in der Einsatzzentrale im Holster. Warum stecken sie ihre Waffen dann nochmals, bei einem Einsatz (kurz nach dem EL Bender „gerutscht“ ist) in ihr, auf einmal plötzlich leeres Holster.

    6. Warum rückt eine Drehleiter zu einem Verkehrsunfall mit einem Motrrad, mitten auf der Autobahn aus?

    7. Warum ist die Filmstrecke von Cobra 11 in der 1. Folge einen B (Bundesstraße), in Folge vier aber auf einmal eine Autobahn?

    8. Wieso beschleunigt der Einstatzleitwagen (BMW 5) auf bis zu 140 Km/-h und hält trotzdem zu den anderen EInsatzfahrzeugen (u.a. die Drehlieter), den gleichen Abstand, obwohl die Drehleiter mindestens 2 Stunden braucht, um das Tempo zu erlangen?

    9. Wieso fahren die EF in Folge 6 erst mit Blaulicht und Martinshorn los, haben dann auf der Schnellstarße plötzlich nur noch das Martinshorn an, was nach meiner Erkenntnis, im Übrigen gar nicht geht.

    10. Warum schickt Rita EINEN Streifenwagen los, um eine Person, von einem Schrank zu befreien (Folge 6), wenn dann aber doch ZWEI ausrücken. Eigentlich könnten nämlich ALLE Polizisten, bei diesem Einsatz in Ruhe ihren Kaffee weiterschlürfen. Sie werden nämlich bei solch einer Lage gar nicht erst gebraucht, außer vielleicht blöde Sprüche zu klopfen.

    11. Die Entfernung von dem aufgebrochenem Aufzugsschacht, bis zum stecken gebliebenen Aufzug beträgt mindestens (Folge 5) 10 Meter. Wieso ist dann der angeforderte „Koffer“ (=> Notfalltasche) nach gerade einmal 1,5 Sekunden nach Anfordern, im Aufzug?

    12. Wieso rennt Bender (Folge 2) in das brennende Haus, um seine Kollengen zu warnen? Wenn doch nämlich mindestens 10 Fahrzeuge ausgerückt sind, kann doch auch irgendein anderer Feuerwehrmann nach unten rennen, um die Kollgen zu warnen. Der EL Bender hat nämlich eigentlich den Auftrag alles zu koordinieren.

    13. Warum bestimmt EL Bender (Feuerwehr), über die Aufgaben der Streifenbeamten. (Folge 2: „Sperrt ihr schon mal die Straße ab…“) Das müsste der diensthöchste Polizist (also Florian => PK) tun, der vor ist.

    Ich glaube mir fällt noch Vieles ein, aber mein Kopf qualmt jetzt schon.

    Gruß, an alle. Chris.

    P.S.: Ich schaue diese TOTAL unrealistische „Serie“ trotzdem, da ich mich so gerne über Sachen aufrege. Und da ich sonst nichts habe (außer meine tausend Hausaufgaben, die ich jeden Tag aufbekomme), unterbreche ich gerne meine Schularbeit um mich über diese Seifenoper aufzuregen…

  5. Und noch etwas ist mir eingefallen:

    Weiso hat der nagelneue BMW 5 (Einsatzleitfahrzeug) ein altes Kennzeichen. Diese Kennzeichen wurden nämlich dur die neuen eingetauscht, als der 3. Vorgänger des jetzigen 5er BMWs, noch nicht einmal geplant war, zu bauen.

    (Nichts gegen BMW!!! – Top Marke. – „Da könnt ihr nichts für!!!“)

    Gruß, Chris.

  6. Also am besten fand ich aber noch das die „Paramedic-NA“ oder wie auch immer im einem Teil, ich weiß leider nich mehr welcher, die Diagnose Kammerflimmern mit dem Stethoskop stellt. Ich mein es wär die erste Folge gewesen. Ach ja und da konnte se noch durch bloses ansehen der Patientin feststellen das sie einen schwachen Puls hat…

    Hut ab!!! Da hat RTL sich echt mal wieder was tolles einfallen lassen um einen ganzen Berufsstand wie die Volldeppen da stehen zu lassen. Und nach dem nächsten Einsatz wundert sich Oma Ernas Enkel das für die OSH-Fraktur seiner Oma nich die ganze BF Düsseldorf mit Polizei und Heli kommt und weint bitterlich daraum. So macht man Kinderseelen kaputt…

    *nich ganz ernst gemeint*

  7. Hi,

    ich habe mir eine Folge einfach aus Interesse angesehen und das erste, was mich gewundert hat war, dass hier Polizei und Feuerwehr sowie Rettungsdienst unter einem Dach waren. Das hat mich schon in den ersten Trailern gestört. Im Anschluss daran habe ich deinen Bericht gelesen, und siehe da: Ich fand ihn DEUTLICH spannender als die Serie.

    Grüße, Bergmensch

  8. Hi,

    sehr schöner Artikel – du sprichst mir aus der Seele! Ich habe mir 4 Folgen angesehen – 4 zu viel. Ich hoffe, dass diese Serie wieder abgesetzt wird, denn das ist ja nicht zum aushalten!

    mfg

  9. Toller Artikel, super geschrieben !!

    Als Feuerwehrmann ist mir folgendes aufgefallen:

    1. Extreme Filmfehler (Ausrücken des Hilfeleistungszuges mit Neufahrzeugen der BF Düsseldorf, Ankunft mit alten Mühlen von Cobra 11)

    2. Der Einsatzleiter gibt Aussagekräftige Befehle wie „HoppHopp hier gehts rein)

    2. Beim Alarmstichwort im „Rettungscenter“ bei der Folge mit dem Schrank wird als Ausrückendes Fahrzeug keine DLK angegeben diese fährt trotzdem mit)

    3. Gegenseitiges Überholen während der Einsatzfahrt – geht gar nicht

    Fazit: Mal wieder RTL-Müll, schade man hätte das so schön aufziehen können.

  10. Moin Moin!

    Da ich auch im Rettungsdienst tätig bin, habe ich aus intresse 112 gesehen – aber wie heir schon gesagt wurde, der Bericht ist spannender als die Serie!
    Meine Freundin regt sich immer auf, weil ich mich über diese doch eher amüsante Serie aufrege.
    Was glaub ich noch nicht erwähnt wurde: Funkdisziplin??? Wir haben auch mal den ein oder anderen Scherz drin, aber so???
    Ich könnte noch so vieles schreiben aber das meiste wurde schon gesagt – anbei – wenn ich so einen 3ten Mann dabei hätte wie in der Folge mit dem Schrank, dann würde ich den Daheim lassen und empfehlen was anderes zu machen!

    Immerhin hat RTL es gesachsfft das Leute über die Sendung reden, wie is den bestimmt egal!!!

    Super Kritik – Top geschrieben!!!

    Danke für die Aufmerksamkeit

  11. Sauber, hast völlig recht.
    Am besten ist, dass die Feuerwehr im Innenangriff bei der Fahrstuhlrettung voll mit Atemschutz ausgestattet war, aber trotz des Rauches nicht angeschlagen hatte.
    Wahrscheinlich hätte die Atemluft für den langen Dreh nicht ausgereicht und ein Flaschenwechsel wäre zu aufwendig gewesen.

  12. Bestes Beispiel mal wieder die heutige Folge….
    Alle regen sich über diese Massenentlassungen auf bie der “ VAA “ Versicherung. Was im übrigen auch am Gebäude und in der Zeitung steht.
    Nun aber als der Notruf eingeht, sprechen ALLE von der AAV Versicherung. Sogar die Reporter, welche anwesend sind, sprechen davon….
    Dies hätte doch in jedem Falle einmal jemandem auffallen müssen, vorm/beim Schneiden.
    Im Übrigen geh ich mit euch konform, das die Serie nun nicht wirklich den Ernst des Feuerwehrlebens darstellt. Auch ich als PA Träger musste das ein oder andere Mal schmunzeln oder mich eher aufregen, da doch das ein oder andere Mal eklatante Verletzungen der UVV zu sehen sind. Wieso geht nur EIN Kamerad allein in den Keller, um die anderen zu warnen ?? Schonmal was von Sicherungstrupps gehört ? usw.
    Ich glaub ich werd mal einige Folgen davon als Grundlage für meinen nächsten UVV Abend benutzen.
    Danke RTL für das Futter 🙂

    Florian

  13. Hallo liebe Kritiker,
    ich bin einer der Darsteller von 112 und
    muss sagen vielen Dank fuer Eure Kommentare.
    Ihr bringt mich schon sehr zum Schmunzeln und zum Lachen.
    Beim Drehen fallen einem die Fehler gar nicht so auf.
    Und da gibt es echt ne Menge, wie VAA und AAV
    auch die Idee das die Polizisten zu den Autos rutschen
    finde ich grandios! Da kommen noch viele weitere lustige
    Fehlerchen…

    Bitte weiterkritisieren!

  14. Nun, ich bin zufällig beim Zappen über die Sendung gestoßen…
    Titel klingt interessant – vielleicht sowas wie anno dazumal Notruf?
    Auweh, falsch geraten: hm, interessante Polizeiuniform, dunkelblau… was issn das für’n Wappen – das Land kenn‘ ich aber nicht; Autokennzeichen wohl irgend was in NRW…
    Und die Handlung erst… die ist ja noch schlimmer als bei Cobra 11(was ich bisher nicht für möglich hielt…)

    Meine Meinung: Absoluter S$*!&…

  15. Ich bin gerade über eure Seite gestoßen.

    möchte nur kurz was dazu sagen: Mag zwar schön und gut sein, dass es Fehler gibt und das nicht alles so stimmt, aber wen interesierts.. ihr klingt ziemlich arrogant mit eurem Aussagen… *oh wir sind vom Fach und wissen es besser – alle andere sind doch bekloppt*

    Die Serie soll Unterhaltungswert haben und wem interessiert es da, ob da der ein oder andere Fehler dabei ist. Ja, das passiert auch bei großen Filmen, dass Fehler passieren.

    Wenn ihr alle vom Fach seid, wie ihr hier angeblich schreibt, wieso habt ihr dann tagtäglich zeit, euch die Serie reinzuziehen? Soweit ich weiß, muss man in ALLEN der erwähnten Jobs Schichten arbeiten, die unterschiedlich ausfallen können.

    Wenn’s Euch nicht passt, dann guckt euch Musikantenstadl an oder was…

  16. @ Denise:
    Wer ist hier arrogant?

    Niemand hat behauptet, sich die Serie „tagtäglich“ reinzuziehen. Wenn Du die Kommentare genauer verfolgt hättest, hättest Du mitgekriegt, dass die meisten nur eine Folge gesehen haben – und das war’s. Ich selbst habe die ersten fünf Folgen deswegen alle sehen können, weil ich einige davon aufgezeichnet habe. Ich wollte mehr als nur eine Folge sehen, um mir ein besseres Bild machen und diesen Artikel schreiben zu können. Seit der fünften habe ich allerdings keine mehr gesehen. So sieht’s aus.

    Wen es interessiert, ob nich alles stimmt: UNS interessiert es. Denn wir sind diejenigen, deren Arbeit durch solche Serien in der Öffentlichkeit in ein völlig falsches Licht gerückt wird. Wie ich in dem Artikel geschrieben habe, die Menschen erwarten von uns Heldentaten, weil sie es aus dem Fernsehen so gewohnt sind – und dafür sind wir nicht da!
    Oder um das Titellied der Serie „Scrubs – Die Anfänger“ zu zitieren (die übrigens sehr gut recherchiert ist, trotz dass es eigentlich Comedy ist):
    „I can’t take it all on my own – I’M NO SUPERMAN!“

    Noch was: Was zur Hölle hat der „Musikantenstadl“ mit dem allen zu tun?

  17. Hallo, mir sind auch einige Dinge aufgefallen , die gar nicht gehen. Wie oben schon erwähnt hat die Sanitäterin mit dem Stetoskop das Kammerflimmer festgestellt, was eigentlich nur mit dem EKG geht und sie haben nicht einmal mit der Reanimation begonnen.

    Wie Christian schon sagte, rücken die Streifen wagen mit Blaulicht und Horn aus, haben dann aber wärend der fahrt, einmal gar kein SoSi an und einmal nur das Horn.

    Ich bin sehr enttäuscht von dieser Serie. Hätte mir da echt mehr erwartet.

    mfg

  18. LOL, ich habe mir tatsächlich alle Folgen bisher angeschaut. (Ich hatte Nachtschicht und wei els alle Folgen im Netz gab, mußte ich nicht wertvolle Lebenszeit verschwenden)

    Ich find das Ganze klasse!

    Ich bin bei der Feuerwehr (Freiwillige, Stützpunkt) Also ich kann mir da einiges tolles abschauen:

    Befehle geb ich küftig nicht mehr klar und gezielt, sondern auch so wie im Fernsehen: „Hopp holt die Leute da raus“ oder so. Wenn ich noch mehr Folgen schaue, kann ich sicher noch am Ausdruck feilen..

    Wenn ich mal wieder ein Tatüüü Auto fahre, werde ich alle anderen Fahrzeuge überholen. Mein Iveco LF 16 schafft bestimmt den T4 ELW bei 140 inner Fußgängerzone. Da freu ich mich auf den nächsten Einsatz.

    Neulich hatten wir ne Katze im Baum. Wenn ich doch die Serie vorher gesehen hätte! Just heute. Da liegt einer auf´m Brett in 4m Höhe und der Überfeuerwehrmann seilt sich vom Hallendach aus ab (so etwa 8m) um ihn dann abzuseilen. So´n Mist. warum haben wir für die Katze nicht eine Drehleiter angefordert? Wir haben nur ne langweilige Steckleiter benutzt :-((.

    Beim letzten VU zu dem wir ausrücken mußten, haben die Polizisten echt NUR die Straße abgesperrt und so blöde Sachen gemacht wie Leute befragen. Warum haben die nicht mit Schere und Spreizer gearbeitet? Ich werde das mal vorschlagen. Kann ja wohl nicht sein das ich da schwitzen muß. Im Fernsehen stehen die Feuerwehrleute immer nur rum und die Polizei macht die kniffligen Sachen….
    Is doch viel geiler, wenn man direkt IM Einsatz ÜBER den Einsatz fachsimpeln kann. Nur daneben stehen fetzt viel mehr. Moment mal….Dann wärs ja ne Freiwillige Gafferwehr….

    Und dann kommt da doch der Onkel Doktor mit dem Auto vom Roten Kreuz daher, hat seine „Mannen“ (Rettungsassistenten) im Schlepptau und will tatsächlich nen Zugang zum Patienten? Beim nächsten Mal sag ich dem aber mal bescheid!! „Hömma Spottsfreund. In Färnsehn imma auf dicke Hose machen und selbst malochen und hier nich schwitzen wolln? NEEEEEE! Hier hast die Schere sieh zu!“

    Mein Gott, wie Dankbar bin ich doch für diese super Serie!!

    PS: Alle Äusserungen waren natürlich ironisch gemeint und stellen keinesfalls meine tatsächliche Meinung dar. Ich wünsche allen Hilfskräften die täglich ihre Gesundheit riskieren und dabei einen guten, kompetenten und sicheren Job machen allzeit viel Glück im Einsatz.

  19. Vielen Dank für diese Kritik,

    ich bin total enttäuscht von der Serie. Ich bin in der Feuerwehr und habe mich ungelogen echt gefreut, dass das unsere Arbeit mal wieder im Fernsehen Thematisiert wird. Bis ich die erste Folge gesehen habe.

    Schade!

  20. Hallo!

    Das Gros dieser Kommentare spricht mir aus der Seele. In dieser Serie scheint es fast, als würden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei nur aus „Rettungs-Rambos“ bestehen, für die Disziplin ein absolutes Fremdwort ist. Ich finde es schade, daß hier eine Möglichkeit verschenkt wurde, den Zuschauern einen realistischen Einblick in die Arbeit der Hilfs- und Rettungsorganisationen zu geben. Die Kritik ist auf jeden Fall klasse geschrieben. Weiter so!

    Gruß Sebi

  21. Erinnert ihr euch and die Brandkatastrophe Flughafen Düsseldorf vom 11. April 1996 ! wenn ich mich recht erinnere haben TV Nachrichten-Team´s die an Fahrten der Feuerwehr gefilmt! achtet mal auf den Boden bei den Einsatzfahrten in der Serie. Der ist immer Nass! wenn ich mich nicht irre sind das Aufnahmen von der BF Düsseldorf und der anderen wehren als sie auf dem weg zum Flughafen sind.
    Urteilt ihr selbst darüber ?
    eine Doku über den Brand findet ihr wenn ihr auf den link klickt
    http://de.youtube.com/watch?v=TJ42TqRVdeA

  22. Ja natürlich ist die Serie unrealistisch. Dennoch gucken sie viele Leute. Ich gucke mir sie auh ab-und zu im Internet an wenn mir langweilig ist. Allerdings weiß ich das die Santäter (Oder wer auch immer mich rettet wenn ich in Gefahr bin) Das richtige tuen und Gewissenhaft handeln.

    Ich z.B. Würde auch einen Retter niemals komplett frech Anweißungen geben wie er was zu machen hat.

    Ds wäre ja genau das selbe wie irgendein dahergelaufener Laie zu mir sagt wie ich meine G36 richtig zu halten habe, er selber aber noch nie eine Waffe in der Hand gehabt Geschweige denn schonmal mit scharfer Munition geschossen hat.

    Es ist schon fast erbärmlich und traurig was diese Serien einen für Unrealistische Dinge bieten. Ich wundere mich z.B. auch über folgende Szenen immer wieder: Wieso rücken 2 Streifenwagen, ein Leiterwagen, ein RTW, ein Löschwagen und ein Einsatzleitfahrzeug zu einen Notfall aus indem ein Mann ein Stromschlag bekommen hat??

    Ich bin zwar kein Feuerwehrmann oder Polizist ebenfalls bin ich kein Rettungssanitäter, aber ich glaube das jeder gesunde Menschenverstand doch sehen muss das ein Löschwagen und ein Leiterwagen, das Einsatzleitfahrzeug sowie die beiden Polizeiautos komplett überflüssig sind. Die würden sich doch bei den Einsatz nur selber behindern. Es reicht doch vollkommen ein RTW zum Einsatzort zu schicken und evtl. Einen Notarzt nach zu alarmieren, oder nicht?

    Aber dann kommt der Einsatz wo 2 Leute nen 40 Tonner geklaut haben und damit auf der Gegenfahrbahn einer Autobahn gerade eine Amokfahrt starten und es werden !nur! 4 Streifenwagen losgeschickt die der 40 Tonner mit den kleinen Finger neben sich zerquetschen kann.
    Natürlich fährt dann ein Streifenwagen vor den Truck, stellt sich quer, der Truckfahrer bremst und hat einen Bremsweg, bei um die 100 Km/h von vllt. 5 Metern…Jaa…Is klar…

    Allerdings wurde das ja schon von den Autor des Artikels bestens beschrieben (Lob dafür!)

    Aber es soll ja ebend doch Leute geben die Alarm für Cobra 11, übrigens einer meiner Lieblingsserien, neben Dr. House und Monk, für realistisch halten obwohl dort jeden Donnerstag Kölns Autobahn in die Luft fliegt.
    Aber die Amis habens ebend vor gemacht und die Deutschen machens nach. CSI -Egal welcher Teil- Ist ja auch nicht sonderlich Real. Dort wird einen auch ständig vor Augen gehalten, das diese Mega coolen CSI Typen und die sau (Entschuldigen sie den Ausdrick) geil aussehenden Frauen jeden Gangster bekommen.

    Ich weiß nicht wie 112 – Sie retten dein Leben sich machen wird. Allerdings denke ich mir mal das RTL es noch einige Zeit im Programm haben wird. Warscheinlich als keine Actionserie sondern mehr als eine Mit-Den-Kopf-schüttel-sich-total-aufreg-um-in-den-anderen-Moment-wieder-zu-lachen-Serie. Anders wirds nicht sein.

    Aber ganz einfach ausgedrückt: Ich stimme den Autor des Artikels in allen Punkten vollkommen zu und finde es eine Bodenlose frechheit Rettern vor Ort !Befehle! zu erteilen, wie sie es zu machen haben und wie nicht.

  23. Hallo,

    ich muss jetzt mal was los werden:

    Warum wird hier ständig rum gemeckert, die Serie sei unrealistisch und alles ist schlecht? Eines haben wahrscheinlich alle oder fast alle hier noch nicht gemerkt:

    ES HANDELT SICH UM EINE FERNSEHSERIE, DIE NICHTS MIT DER RALITÄT ZU TUN HAT!!!!!

    Die Serie stellt fiktive Fälle da und nicht irgentetwas reales. Wer zwischen realität und fixtiver Welt nicht unterscheiden kann sollte mal einen arzt aufsuchen und sich das erklären lassen.

    Natürlich fährt ein Streifenwagen nicht mit 120 km/h durch eine Fußgängerzone oder es wird während des Einsatzes überholt, aber wenn alles so wäre wie es im realem Leben wäre wer würde sich das denn dann ansehen.

    Oder auch das die Polizei in NRW keine Toyotas fahren oder die Uniform nicht mit der Relität übereinstimmt, was soll das gemecker?

    Noch mal an alle: Es ist nur eine Actionserie, die mit der Relität zu tun hat und wahrscheinlich auch nie haben wird!!

    Also an alle Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte die sich „verarscht“ fühlen, ihr macht eine super arbeit und das nicht erst seit beginn der Serie!!

    Die Serie soll Unterhaltungswert haben und wem interessiert es da, ob da der ein oder andere Fehler dabei ist. Ja, das passiert auch bei großen Filmen, dass Fehler passieren.

    Ach so noch was an alle „Leute von Fach“ hier:
    Denkt bei euerer arbeit daran nie einen fehler zu machen denn dann werdet ihr an den pranger gestellt.

    Zm Schluß noch einmal für alle:

    [b]Es handelt sich bei – 112- Sie retten dein Leben – nur um eine fikive Actionserie und hat mit dem realem Leben nichts aber auch gar nichts zu tun !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! [/b]

  24. Ach noch was:

    Jeder normal denkende Mensch weiß, dass das was in der Serie gezeigt wird so nicht geht oder das rettungskräfte so nicht handeln können, oder zu jedem unfall gleich die ganze bargarde (also feuerwehr, polizei und rettungswagen) ausrücken.

    also wenn ihr kretik üben wollt dann bitte nicht daran wie die leute in der Serie (im übrigen, für alle die es nicht gemerkt haben sollten, es sind alles schauspieler und keine ausgebildeten retter, polizisten und co) dann übt diese bitte so das man was damit anfangen kann und nicht im dem niveau: ich bin feuerwehrmann und mache das alles aber ganz anders.

    Und einige haben vom rettungsdienst gar keine ahnung und wollen einfach nur mitreden weil sie sonst nichts zu tun haben.

  25. Moin,

    der Artikel ist super geschrieben und ich finde es fast schon Schade, dass nur die ersten 5 Folgen kommentiert wurden.

    Ich habe mir die erste Folge angesehen und konnte vor lachen nicht mehr.
    Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass diese Serie nicht abgesetzt wird, weil es hier einfach um Quoten und um Geld geht. 17 Uhr, da sitzt das richtige Klientel (Hartz4 und andere Leute…) vor der Glotze und glaubt, der Sch*** ist realistisch und entspricht der Wahrheit. Nein, die Leute sind noch nicht dumm genug, sie müssen noch dümmer gemacht werden! Warum haben wir in Deutschland denn so viele Schulabbrecher und Arbeitslose (ich schließe jetzt mal die aus, die unverschuldet in die Arbeitslosigkeit geraden sind und eigentlich arbeiten wollen), die Vater Staat auf der Tasche liegen und einfach nur noch mehr Kinder in die Welt setzen, die dann auch noch verblöden und Sozialhilfe erhalten müssen, weil schon ihre Eltern zu blöd sind? Talk-Shows, Seifen-Ofern und so ein Mist wie 112… verblöden die Leute einfach nur noch.

    Es ist traurig. Sehr traurig.

    Ich wünschte, es würde mehr Menschen geben – wie die, die hier schon kommentiert haben und auch die, die der gleichen Meinung sind – die den „anderen“ die Augen öffnen und die in den Dreck gezogenen Berufsstände wieder richtig stellen könnten, aber dank RTL ist das sehr schwierig geworden…

    Von Kollegen (bin selber „nur“ im DRK Sanitäts- und Betreuungsdienst/Katastrohenschutz tätig), die im RD tätig sind, habe ich übrigens gehört, dass die sich jetzt schon ein T-Shirt machen wollen „Kammerflimmern – ich brauche meine Saltlösung“ oder so ähnlich…

  26. @ Anett-aus-Jena:

    Und auch für Dich noch einmal:

    ES GEHT HIER NICHT DARUM, DASS „FEHLER PASSIEREN“!

    Ja, Fehler passieren. Aber so, wie die Serie aufgemacht ist, hat man sich nicht einmal die Mühe gemacht, Fehler zu vermeiden. Ein paar Leute, die von Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei NICHT DIE SPUR EINER AHNUNG haben, haben was geschrieben und sich nicht die Mühe gemacht, zu überprüfen, wie das wirklich aussieht.

    Ich will einfach mal ein Gegenbeispiel aufmachen, wie man Fehler vermeiden kann:

    Der Notfall im Fahrstuhl: Die „Paramedic“ horcht den Patienten ab und diagnostiziert „Kammerflimmern“. Daraufhin brüllt sie nach der Salzlösung. Hätte man da genauer recherchiert, hätte man die Szene nur ein wenig abändern müssen, und – schwupps! Schon ist das ganze viel besser:

    Die „Paramedic“ untersucht den Patienten. Dann sagt sie: „Er ist kaltschweißig, und der Puls ist schwach. Könnte ein Herzinfarkt sein.“ [Dramatik!] Sie brüllt nach oben: „Die Notfalltasche her! Ich brauch einen Zugang und Medikamente!“

    Das ist immer noch nicht perfekt (aus diversen anderen Gründen, die ich im Artikel genannt habe), aber nicht ganz so peinlich wie „Kammerflimmern! Ich brauch die Salzlösung!“

    Und noch was: Was die Leute hier so bewegt, ist die Tatsache, dass man zwar eine „Rettungsdienstserie“ macht, sich mit der Materie aber vorher offensichtlich überhaupt nicht auseinander gesetzt hat.
    Und wie soll man sonst Kritik an der Serie üben, wenn nicht auf der Ebene, dass sie handwerklich schlecht gemacht ist? Es wurde schließlich auch in den Kommentaren bestätigt – egal was manche sagen: Es gibt genug (zu viele!) Leute, die das Gezeigte einfach so schlucken und für bare Münze nehmen. Und die machen die Arbeit der Rettungsdienste nicht gerade einfach.

  27. Der größte Schwachsinn, den ich je gesehen habe!!! Ein Armutszeugnis für die „Schauspieler“ die da mitmachen. Wenn ich dort „mitwirken“ müßte, würd ich ab sofort nur noch mit Tüte über`m Kopp einkaufen gehen.
    Nur ein Beispiel: Der Polizist (!) beendet das Funkgespräch mit „Florian Ende“.
    Ich bin einfach nur fassungslos.

    Daniel, ein Rettungsassistent aus Deutschland

  28. @ Daniel:

    Der Polizist beendet das Gespräch deswegen mit „Florian Ende“, weil er mit Vornamen Florian heißt. Das tut mal richtig weh.

    Und nun für die Laien, die hier mitlesen: „Florian“ ist eigentlich der Funkrufname für die Feuerwehr.
    Dass der Polizist hier nicht den falschen Organisationsnamen verwendet, weil er nicht die Feuerwehr meinte, sondern selbst so heißt, macht die Sache nicht besser, denn im BOS-Funk (BOS = „Behörden und Organisationen mit Sicherungsaufgaben“) wird nicht mit Personennamen gefunkt, sondern mit festgelegten Funkrufnamen. Aber das habe ich bereits im Artikel erwähnt.

    Das ist wieder einmal eine von den vielen Kleinigkeiten, die man hätte vermeiden können, wenn man sich mit Leuten zusammengesetzt hätte, die Ahnung von der Materie haben. Man hätte einfach fragen können, wie das so läuft auf dem Funk, wie ein Funkgespräch aussieht und wie die Funkrufnamen sind – und zack! Kleine Ursache, große Wirkung.

    Oder um es mit einem Zitat einer meiner Lieblingsserien zu sagen:

    „No problem, lovely parrot!“

  29. hallo torsten

    das war wirklich die ausführlichste kritik, die ich je gelesen habe. und sie ist wirklich toll geschrieben, abgesehen von ein bisschen zynismus (der auch nicht schadet), toll zu lesen, egal ob man die serie kennt oder nicht, und ob man sie mag oder nicht. keine ahnung was du sonst so machst, aber davon scheinst du wirklich ahnung zu haben, schreiben, fernsehen, bla. warum versuchst du dich nicht als schreiberling für so eine tv produktion? würde gerne mehr von dir lesen.

    liebe grüsse

  30. Die haben bestimmt gerade noch auf mich gewartet bei so einer TV-Produktion, einer, der ständig die Drehbücher auseinander nimmt und die Produktion mit so lästigen Details wie „Realismus“ aufhält.

    Von mir mehr zu lesen gibt es natürlich hier in diesem Blog, aber wenn es was fiktives sein soll, wäre es vielleicht das hier:

    http://romane.astrocohors.de
    (ist Science Fiction)

    Außerdem gibt es bald auch mehr in gedruckter Forum zu lesen, aber davon wird hier noch berichtet werden…

  31. Ich, selber bei der Feuerwehr, habe bemerkt, dass die serie ironischer weise nicht an denselben Orten spielt… Als Beispiel: In der vorschau ist die ganze Truppe in Wuppertal. Ort der Handlung ist aber in Düsseldorf. Außerdem fährt die besatzung mit fahrzeugen in Wuppertal raus und kommen mit anderen Fahrzeugen irgendwo anders an.
    Und noch was: man muss nur mal in der Vorschau darauf achten, dass die Polizei -in Wuppertal angeblich- auf demselben Gelände auf Einsätze wartet… ,doch dem ist sicher nicht (!) so.

    P.S.: Ich komme aus Wuppertal, wodurch ich mit ziemlicher Sicherheit sagen kann, dass es die wache 1 der Feuerwehr in Wuppertal ist.

    MfG Michael

  32. Hallo,

    absolut super geschrieben der Artikel! Daumen hoch! Ich finde die Serie echt zum Brüllen komisch…lach mich jedes Mal schlapp. Wie viele der Kollegen wäre jetzt arbeitslos, würden sie so handeln? Oder tot?

    RTL hat echte ne Riesenchance vertan….leider…:-( . Hoffentlich nehmen die Zuschauer das auch nicht ernst, was da abläuft.

    Allen Kollegen allzeit ne sichere Einsatzfahrt und ne gute Heimkehr.

    Grüße

    Icke

    PS:
    Aber die Paramedic ist trotzdem irgendwie geil *lechz* 😉

  33. Top!!! Bin selber 12 Jahre beim DRK und kann deine Einstellung zu dem Thema sehr gut verstehen. Hab die Serie zwar noch nicht gesehen aber wie du den Notfall-Kokolores beschreibst ist einfach genial und auch richtig.
    Fernseh ist halt nicht Realität, obwohl wahrscheinlich einige Menschen das denken.

  34. Hallo liebe Leute,

    bin eher zufällig über diese Kritik gestolpert und stehe dazu folgendermaßen:

    Zunächst mal ist der Artikel super geschrieben. Mit den Kritikpunkten stimme ich völlig überein und dennoch, als einer der an der Serie zumindest partiell mitgewirkt hat, muss ich euch an einigen Stellen mal den Wind aus den Segeln nehmen.

    Die Serie ist bisher verdammt schlecht recherchiert. Mit der Realität und dem Alltag von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei hat das nicht viel zu tun und das sage ich als aktiver Feuerwehrmann.
    Die Frage ist ganz einfach: Soll es das??? Wer von euch hat denn ernsthaft erwartet, dass eine RTL-Produktion tierisch realitätsnah ist? Sind wir nicht durch Serien wie „Medicopter 117“ oder „Die Feuerengel“ schon genügend darauf vorbereitet worden, dass Realismus in der TV-Branche nicht unbedingt einen hohen Stellenwert besitzt.

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich es nicht als nötig betrachte, mich über diverse Fehler aufzuregen. Ich finde das ganze eher amüsant und habe jedesmal einen tierischen Spaß, wenn ich die Serie sehen kann.

    Es ist und bleibt ein Daily-Format, ob jetzt nun realistisch oder nicht. Und darüber sollten wir uns vielleicht nicht zuviel Gedanken machen.

    Mit dem „Ideal“ vom Heldentum werden wir sicherlich alle noch öfter konfrontiert werden, ob mit oder ohne 112!

    Menschen verlieren halt manchmal den Bezug zur Realität. Das Einzige, was ich dann dazu sagen kann, ist ein dummer Spruch, woraufhin die Meisten dann verstummen.

  35. Es geht nicht darum, „tierisch“ realitätsnah zu sein. Wie ich geschrieben habe, manchmal muss sich die Realität unter der Handlung wegducken.

    Es sind aber unglaublich viele Dinge, die man mit relativ wenig Aufwand hätte besser machen können, so dass das Gesamtbild wenigstens einigermaßen stimmt. Warum sollte man sonst eine Serie machen, die vor dem Hintergrund „Rettungsdienst – Feuerwehr – Polizei“ spielt, wenn man offenbar keinerlei Interesse hat, sich mit dem Themengebiet auseinander zu setzen?

    Und dass mir Daily-Soap-Handlungen nicht gefallen, habe ich deutlich zum Ausdruck gebracht, denke ich… 🙂

  36. Guten morgen ! Die Kritik ist absolutly berechtigt !!
    Bitte mach weiter so, Thorsten ! Noch ein wort zu denise & anett: In welcher „Realität“ lebt ihr eigentlich ?
    Glotze an – Hirn aus ?!

    Es grüßt ein Disponent einer RLST 🙂

  37. Dieser Artikel spricht mir aus der Seele. Danke dafür.

    Ich denke, diese Serie ist richtig gefährlich. Wenn die Leute in der realen Welt das glauben, was hier gezeigt wird, kann das für Patienten oder Personen in Notsituationen, sowie für alle Einsatzkräfte egal ob FW, RD oder Pol sehr sehr gefährlich werden.

    Ich bin schon lange bei der FW, habe schon viele Personen aus Aufzügen geholt, bin aber noch nie am Seil runter gerutscht und werde das auch sicherlich in Zukunft nicht tun. Aber die Leute erwarten das ja schon fast. 🙁

    Übrigens, nochmal dickes Lob für den Artikel. Wie schon mal einer vor mir geschrieben hat: Weitaus besser als die Serie selbst! 🙂

    Grüße
    Tom

  38. Also ich finde die serie echt klasse und finde sie spielen es echt alles super….

    ich habe bis jetzt alles wendugen gekuckt ich ich muss sagen uff nicht schlecht…

    Der artikel ist echt gelungen ein dicken fetten lob.ICh finde alles spielen ihr rolle sehr gut und können sich sehr gut hinein versezen.

    Liebe grüße franka

  39. Hallo,
    ich als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr München und finde diese Serie bescheuert.
    Die Fahrweise ist zu übertrieben, wenn unser Maschinist so fahren würde, wäre er schon längst draussen.
    In einer Folge hieß es das eine Person vom Dach gefallen ist. Die Feuerwehr, Rettungsdienst sowie die Polizei rückten an und suchten.
    Unten liegt sie nicht. Also wird die Drehleiter eingesetzt. Einsatzleiter und 2 weitere Feuerwehrmänner fahren aufs Dach. Suchen das Dach ab auch keine Person zu finden. Klar sie liegt im Kaminschacht, der vielleicht 70 auf 70 cm misst, rein gefallen. Die Feuerwehr sucht das Dach ab findet keinen und bauen die Leiter wieder ab. Der Polizist „Florian“ geht gerade zur Frau des Verletzten und will sagen das ihr Mann nicht aufzufinden ist und hört plötzlich Schreie aus dem Kamin. Er ruft einen Feuerwehrmann mit Axt und dieser reisst die Wand ein. KEINE STEINWAND, SONDERN AUS HOLZ. Holz bei einem Kaminschacht!!! Aber das Beste zum Schluss die Feuerwehr auf dem Dach suchte das ganze Dach ab, aber das einer im Kaminschacht nachsieht, kam nicht vor!!!
    RTL sollte diese Serie absetzen. Meiner Meinung nach ist diese Serie eine Verarschung der Feuerwehr.
    Euer Tom

  40. Also nach dem ich mir die serie auch ein paar mal angeschaut habe und der meinung bin hier auch mal meinen senf dazugeben zu müssen, mache ich das jetzt.

    der unsinn fängt ja schon bei der alarmierung an, die disponentin alarmiert zu einem verkehrsunfall einen RTW ein streifenwagen, und ein HLF.
    ausrücken tuen aber ein neuer RTW, streifenwagen, ganz neues HLF und DLK (meiner meinung nach total unlogisch zu einem verkehrsunfall als zweitfahreug der feuerwehr eine DLK zu alarmieren, ich glaube die berufsfeuerwehr düsseldorf ist gut genug ausgestattet und wird wohl noch irgedwo einen RW rummstehen haben)
    also wie gesagt, diese fahrzeug rücken aus, aber die fahrzeuge, die an der einsatzselle ankommen sind ein streifenwagen, das HLF ist zu einem TLF 16/25 (baujahr geschätzt ende 80ger anfang 90ger), die DLK ist auf der einsatzfahrt wohl verloren gegangen und der RTW ist um 10 jahre gealtert.

    anderes szenario, wie schon beschrieben wurde, brannte der motor eines aufzuges, der angriffstrupp geht nur mit einem feuerlöscher ausgestattet zur brandbekämpfung vor, normalerweise nimmt der trupp bei einer unklaren lage eine c-leitung mit, wenn er weis das eventuell elektoniche sachen brennen nimmt er noch einen pulver- oder co2 löscher mit.der angriffstrupp hat zwar die masken auf aber sie nicht an die flasche angeschlossen, dann kniet sich der trupp vor die tür, der angriffstruppfüherer schreit seinen truppman an „achtung backdraftgefahr“ dann reist er die tür blitzartig einen meter weit auf und schliest diese wieder, welchen sinn das hat weis ich nicht. vielleicht um die situation in dem raum zu checken???? wenn dort backdraftgefahr herrscht, reist kein ausgebildeter feuerwehrmann die tür auf da es dann zu backdraft kommen kann, wenn dann macht truppführer die tür einen spalt auf, der truppman, der normalerweise eine c-leitung dabei hat gibt dann ein paar wasserimpulse in den brandraum, um die raumtemperatur runterzu kühlen um so die backdraftgefahr zu verringer oder auch um einen rollover zu vermeiden, was meiner meinung die größere gefahr bei bränden in gebäuden ist, das vorgehen des AF in der sendung ist lebensgefährlich, als der trupp den brand dann löscht hat er die masken dann aufeinmal angeschlossen, das hat er vorher aber nicht gemacht, man kann jetzt sagen, dass er das in der zeit des szenenschnittes gemacht hat, aber ich glaube kaum das ein trupp seine masken innerhalb von 0,1 sekunden anschliesen kann, ich könnte noch tausende weiter dingen nennen, aber ich bin schon wieder auf 180 weil so ein scheis in deutschland ausgestrahlt wird, deswegen höre ich jetzt auf und hoffe, das diese bescheuerte, vollkommen sinnlose, geldverschlingente, leuteverarschende und bevölkerungsverdummende serie abgesetzt wird.

    es wundert mich, dass die schauspiler and die scheise glauben, die sie sehr schlecht spielen!!!!!

    an alle die auch meiner meinung sind

    MFG
    dominik

  41. außerdem bekommen die abkürungen der fahrzeuge auch eine ganz bedeutung, ein HLF ( hilfeleistungslöschgruppenfahreug) wird zu einem, ich glaube sie nannten es „hilflöschwagen“, für was steht dann das F in der abkürzung??? kann es sein das es für fahreug steht????? 🙂
    aber die macher der sendung denken nicht so weit. (leider)
    desweiteren sagt eine polizeihauptmeisterin einem polizeikommisar was er zu tuen hat, wann er feierabend machen kann und so weiter, schon wieder ein beweis, dass die sendung kommpleter unsinn ist

  42. Ich bin selbst schon lange Zeit in der Feuerwehr tätig.
    Da fallen einem scho sehr viele Fehler auf, die nicht für alle offensichtlich sind.
    Was aber auffallend ist, dass am Einsatzort andere Fahrzeuge stehen, als bei der Abfahrt.
    Auch rückt bei jedem Einsatz die DLK aus, obwohl sie in der Durchsage fehlte.
    Die Tatsache, dass Polizisten ohne PA Atemschutz) zusammen mit Feuerwehrmännern in ein verreauchtes Gebäude gehen, ist absoluter Irrsinn. Schon 2 Atemzüge dichten Rauches können tödlich sein.
    Bei sämtlichen Einsätzen werden jeweils nur die Personen gerettet. Eine aktive Brandbekämpfung nach Explosionen konnte ich nicht beobachten.

    Auch haben in der Folge mit dem Chlorgasunfall 2 FA einen leichten Chemikalienschutzanzug an, bei Chlorgas würde ich aber nur unter schwerem CSA vorgehen.
    Aber das geht schon wieder zu tief ins Facchwissen.

    Ales in allem eine sehr schlecht produzierte Sendung mit einer sehr seichten Handlung.
    Schade.

  43. Positiv:
    Die Stunts sind zugegebener Maßen nicht schlecht.

    Negativ:
    Der Rest.
    Ich denke man hätte durchaus mehr Realismus in die Serie bringen können, ohne dass dadurch zu viel Action verloren gegangen wäre.
    Beispiele:
    -Blinde Disponentin geht einfach garnicht. Was wenn der Computer ausfällt? In jeder Leitstelle kommen am Tag etliche auf Papier festgehaltene Informationen rein (Straßensperrung, wichtige Telefaxe z.B. bei Ablaufänderungen in Krankenhausnotaufnahmen etc.). Liest Ihr die alle jemand vor und sie behält es in Ihrem Kopf?
    -Einsatleiter: Wieso rennt der Typ immer an Vorderster Front mit rum? Man hätte hier durchaus noch nen weiteren Helden der diesen Job übernimmt mit einführen können und der gute Bender hätte den Einsatz von den Fahrzeugen aus leiten können?
    -Selbstständig denkende Einsatzkräfte: Wieso muss ein Feuerwehreinsatzleiter jedem Polizisten sagen, dass er die Straße absperren soll, jedem Rettungsdienstler, dass er den Patienten versorgen soll und wieso stehen bei jedem Einsatz ca. 10 Feuerwehrmänner vollkommen unnütz rum während eigentlich immer nur 2 die Arbeit machen?
    -Eigenschutz: Wäre es tatsächlich so schlimm, wenn nur Leute mit Atemschutz in ein brennendes Haus gehen oder man sich erst anseilt, bevor man sich in einem Aufzugschacht stürzt?
    -Polizei: Wieso müssen eigentlich immer die Polizisten an forderster Front mit herum hüpfen? Wenn an deren Stelle ein Feuerwehrmann stünde, wäre es meines Erachtens nicht weniger interessant.
    -Notfallmedikamente:: Offenbar wurden die Namen der Medikamenten aus irgend einem Taschenbuch der Notfallmedizin von 1990 abgeschireben ohne mal jemanden vom Fach zu fragen, ob die ein Notarzt auch so bezeichen und einsetzen würde.
    -Rettungsdienstversorgung: Es würde doch der Serie nichts verloren gehen, wenn ein Intubierter Patient ein adäquates Monitoring bekommt oder wenn ein gerade Reanimierter eben erstmal noch bewusstlos (und idealer Weise intubiert+beatmet) ins Krankenahaus gebracht wird?!

    Dass man auf Grund von engem Zeit- und Finanzbudget und natürlich wegen des Unterhaltungswerts Kompromisse eingehen muss ist mir vollkommen klar. Dennoch sieht man anhand der aufgeführten Punkte, dass mehr Realismus auch ohne große Einbußen bei Action und Spannung möglich ist.

  44. Ach,ich weiß gar nicht,was ihr habt!!!
    Wir FSJler benutzen die Serie als Fortbildung…wer weniger als 50 Fehler in einer Folge findet,darf keine Sani-Ausbildung machen!!!:D
    Ne,mal im Ernst…die Serie ist schon derbster Müll und wirklich eine Gefahr für quasi alle BOS-Zweige,sowie der Polizei!!!

  45. Hallo Flo,

    zu Deinem Komentar vom 2.9. noch eine kleine Info:

    Du hast in Punkt 6 geschrieben
    „Warum rückt eine Drehleiter zu einem Verkehrsunfall mit einem Motrrad, mitten auf der Autobahn aus?“

    Ist eigentlich ganz einfach: mit eingezogenem Leiterpark ist eine DLK 23/12 ein prima 1-Tonnen-Kran. Da bei der Feuerwehr alles mehrfach abgesichert ist und deutlich belastbarer als die Freigaben kann man im Notfall sogar etwas mehr damit anheben. Für 99% aller PKW reicht das gut aus, ebenso für ein schweres Motorrad.

    Im Übrigen habe ich mir die Serie auf Empfehlung eines Kameraden von mir (er sagte: „Dann haste mal was zum lachen im Fernsehen…“) mal angeschaut und mir hat es die Fußnägel aufgerollt dabei. Wer bitte denkt sich wo einen Krampf aus? Den möcht ich mal ein paar Einsätze bei uns mitfahren lassen, damit er sieht, wie es läuft.

    Gelegentlich kommt es, wie bei uns geschehen, zu sogenannten „Großschadensereignissen“. Wir hatten ernsthaft einen Einsatz mit weit über 600 Einsatzkräften und einer Dauer von annähernd 38 Stunden und dieser hier ständig vorkommenden Anhäufung von Problemen. Aber ständig passiert sowas nicht. Man könnte meinen, die Autoren fassen jeweils die 20-Uhr-Nachrichten vom vergangenen Tag in einer Folge zusammen.

    Problematisch ist wirklich dass ein vollkommen verkehrter Eindruck von unserer Tätigkeit entsteht. Was kommt als nächstes?

    „Sex and the Feuerwache“

    oder

    „Friedrich, der schüchternste Feuerwehrmann der Welt“

    Wir werden es erleben, hoffentlich wird es nicht allzuschlimm…

    Eine einsatzarme Zeit wünscht

    Matthias

    1. Jugendwart
    Atemschutzgeräteträger
    Maschinist
    Gruppenführer

3 Trackbacks / Pingbacks

  1. Tatü - Tata: “112…” - wer rettet wen, und warum? | STAR COMMAND Communiqué
  2. CSI: NY - Staffel 4 beginnt | STAR COMMAND Communiqué
  3. “112 - Sie retten dein Leben” - und zum Dritten! | STAR COMMAND Communiqué

Kommentare sind geschlossen.