„112 – Sie retten dein Leben“ – Eine genauere Kritik

Direkt im Anschluss an die erste Folge der neuen RTL-Action-Soap-Wasauchimmer-Serie „112 – Sie retten dein Leben“ habe ich mich hingesetzt und unter dem ersten Eindruck eine Kritik geschrieben. Dieser erste Eindruck war… schlecht. Sollten Sie ihn bisher noch nicht gelesen haben, nehmen Sie sich die Zeit und holen Sie es nach – Sie finden den Artikel hier: „Tatü – Tata: 112 – Wer rettet wen und warum?“ Ich warte so lange, bis Sie wieder da sind.

Gelesen? Schön. Wie ich in dem Artikel angekündigt habe, habe ich mir tatsächlich die komplette erste Woche dieser Serie angetan. Manchen Serien muss man eine gewisse Zeit geben, damit sie sich entwickeln können, oder damit man eventuell sehen kann, in welche Richtung es geht (so ist es mir persönlich zum Beispiel bei „Babylon 5“ gegangen). Da es sich bei „112…“ um ein Format mit recht kurzen Episoden handelt, ist es nicht möglich, sehr viel Handlung in einer Folge unterzubringen. Aber nun, nach fünf Folgen, kann man schon etwas klarer sehen, daher hier meine Nachbesprechung – wieder aus dem Blickwinkel eines Menschen, der – im Gegensatz zu den Schreiberlingen dieser Serie – Ahnung von der Materie hat. Ich möchte die Kritik aufteilen, zuerst eine allgemeine Einschätzung, dann werde ich mir jede der vier Folgen seit letztem Dienstag einzeln vornehmen, und dann eine abschließende Einschätzung über das Potential der Serie. Ja, sie hat ein Potential – ein Gefahrenpotential. Aber dazu kommen wir später.

Mr. Pither: Sie sind Konteradmiral Sir Dudley Compton?
Chinese: Nein. Er gestorben. Hat Herzinfarkt und fallen aus Fenster auf explodierende Bombe und getötet in Schießerei.
(aus „Monty Python’s Flying Circus“, Episode 34: „Die Fahrradtour“)

Als ich die zweite Folge der Serie sah, war ich kurz geneigt, mich positiv überraschen zu lassen. Leider wurde das alles zunichte gemacht, so dass ich zu dem Schluss kam: nach der Freitags-Folge werde ich mir keine weitere mehr antun. Ich tat es, weil ich der Serie eine Chance geben wollte. Immerhin ist es tatsächlich so, dass eine tägliche Serie, die die Arbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst thematisiert, ein neues Konzept ist. Nicht neu ist hingegen die Umsetzung. Es ist mehr „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, nur dass die ganzen Jugendlichen durch (einigermaßen) erwachsene Menschen ersetzt wurden und halt nicht in einem hippen Café oder einer Werbeagentur arbeiten, sondern im Rettungswesen. Die persönlichen Geschichten, die erzählt werden, könnte so auch in irgendeine andere Umgebung gesetzt werden, sie sind völlig austauschbar und gehen mir mittlerweile auf die Nerven. Hier wurden Möglichkeiten einfach verschenkt. Mal ganz davon abgesehen, dass die Menschen genauso zickig reagieren, wie in jeder anderen Seifenoper. Gibt es ein Problem oder einen Konflikt, redet man nicht darüber, nein, man schweigt beleidigt. Auf diese Weise lässt sich der Konflikt über unzählige Episoden hinziehen und man muss sich nichts neues ausdenken.

Verschenkt wurden auch die Möglichkeiten, einen Hintergrund aufzubereiten, denn darüber erfährt man eigentlich nichts. Okay, man sieht, Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei unter einem Dach – das scheint eine Novität zu sein. Aber warum? Was ist das? So eine Art Pilotprojekt? Das wird nicht gesagt. Ist die Verwaltungschefin deswegen so hinter den Zahlen her, weil sie weiß, wenn die Kosten aus dem Ruder laufen, wird das Experiment auch ganz schnell wieder abgeblasen? Was ist das mit der „Paramedic“? Wird hier ein neues Berufsmodell für den Rettungsdienst ausprobiert? Fragen, deren Antworten recht spannend sein könnten. Leider wurde das alles in die Wolken geblasen für ein bisschen Action und 08/15-Seifenoper-Handlung. Und wo wir gerade von der Action reden: Das Zitat aus dem „Flying Circus“ habe ich oben gebracht, weil ich bei jeder Folge an diese Szene denken musste. Es reicht nämlich nicht ein einfacher Notfall, nein, da muss immer noch was draufgegeben werden. Und damit zu den einzelnen Folgen. Da diese keine Titel haben, habe ich einfach Folgennummer und Datum angegeben.

Folge 2, 26. August 2008

  • Der Notfall

Aufgrund eines schlecht ziehenden Holzkohleofens verraucht eine Wohnung. Als die Feuerwehr den Kamin freiräumen will, entsteht ein Kellerbrand – und das in der Nähe einer schlecht verlegten Gasleitung, die zu explodieren droht.

  • Plotlöcher

Konsequenzen aus Folge 1: In Folge 1 überschreitet der von Dominic Saleh-Zaki dargestellte Polizist Florian Carstens ein paar Grenzen, als er Anweisungswidrig handelt und die Notfallsituation damit verschärft. Er muss sich hier einiges anhören und ehrlich, ich war positiv beeindruckt: Alles, was ich über den Eigenschutz in meiner ersten Kritik gesagt hatte, kam hier zur Sprache. Das waren regelrecht lichte Momente, in denen ich hoffte, man würde mehr daraus machen. Leider blieb es dabei, aber eigentlich sollte man Einsatzleiter Ingo Benders (Gernot Schmidt) Satz den Schreibern der Serie auf die Stirn tackern: „Bringt Euch nicht in Gefahr, das bringt den Opfern auch nichts!“

Paramedic – oder so: In meiner Kritik zu Folge 1 habe ich die Liebschaft des Dienststellenleiters, deren Namen ich leider vergessen (oder verdrängt) habe, noch als „Notärztin“ bezeichnet. In dieser Folge kommt nun heraus – das ist sie gar nicht. Florian Carstens bezeichnet sie hämisch als „Paramedic“, weil „zum Medizinstudium hat’s wohl nicht gereicht“. Ich weiß nicht, wo die Schreiber das her haben, aber in der Tat gibt es im Moment eine berufspolitische Diskussion um die Zukunft der Ausbildung im Rettungsdienst. Eine der Überlegungen ist es, eine Art „Paramedic“ als Beruf im Rettungsdienst einzuführen. Insofern wäre das in der Serie dargestellt Projekt wirklich richtungsweisend – aber wie schon mehrfach gesagt, man macht einfach nichts draus. Lieber konzentriert man sich auf das Verhältnis der Paramedic zu Dienststellenleiter Martin Carstens (Joachim Raaf), Florians Vater, was ein kompliziertes – und sehr konstruiertes – Dreiecksverhältnis aufbaut. Den Beruf „Paramedic“ gibt es derzeit nicht, auch haben Rettungsdienstmitarbeiter nicht die Befugnisse, die die Paramedic in der Serie ausübt (Medikamentengabe und Defibrillation ohne Notarzt und dergleichen – es gibt da zwar die so genannte „Notkompetenz“, aber das würde hier zu weit führen).

Disponentin „erhört“ den Notfallort: Bei dem Notfall dieser Episode ist eine junge Frau in einer Wohnung, die gerade von einem schlecht ziehenden Ofen verraucht wird. Sie wählt den Notruf, kann allerdings keine Angaben mehr über ihre Adresse machen. Was tun? Die Disponentin hört auf Hintergrundgeräusche und kann so den Notfallort eingrenzen. Ui, toll… Darf ich gleich zwei Alternativen anbieten, die ein wenig realistischer gewesen wären? Nummer eins, auch wenn die Anruferin ein altes Wählscheibentelefon hat, so müsste es dennoch möglich sein, ihren Anschluss zu ermitteln – schon hat man ihre Adresse. Ta – da! Wie, zu langweilig? Okay, Alternative zwei: Die Anruferin hat im Verlauf des Gesprächs erzählt, sie wolle nicht zu den Nachbarn gehen (um die genaue Adresse zu erfragen), die hätten sie kürzlich angezeigt, weil sie Gras (Canabis) auf ihrem Balkon angebaut habe. Dann muss es doch einen Eintrag bei der Polizei geben. Den Namen der Frau hat man, man fragt den Computer der Polizei ab – schon hat man ihre Adresse. Ta – da!

  • Notfall-Kokolores

Vorgehen ohne Atemschutz: Obwohl bekannt ist, dass in der Wohnung Brandgase vorhanden sind, gehen sowohl der Einsatzleiter der Feuerwehr als auch die Besatzung vom Rettungswagen ohne Atemschutz in die Wohnung. Dass das Rettungsdienstpersonal mit in die Wohnung kommt, ist an sich schon ein Unding. Die Rettung solcher Personen ist Sache der Feuerwehr – MIT Atemschutz.

Lass Dich drücken: Was zur Hölle macht die Paramedic, als der Einsatzleiter nach der Explosion – die er erstaunlich gut überstanden hat, obwohl ihn die Feuerwalze voll erfasst, hochschleudert und er auf seiner Pressluftflasche landet – auf der Trage liegt? Er hat Kammerflimmern, offenbar soll das, was sie tut, so was wie eine Herz-Druck-Massage sein. Es sieht aber aus wie Brustkorb streicheln. Dass sie kurz darauf den Defibrillator verwendet, ist sogar korrekt. Ein Kammerflimmern kann durch einen gezielten Stromstoss bekämpft werden.

Guten Morgen, Sonnenschein: Ich habe das Gefühl, ich bewege mich im Kreis. Noch in der ersten Kritik habe ich von den Patienten erzählt, die gleich nach einer Reanimation aufwachen – und zack! Was passiert? Der Einsatzleiter wacht auf, nachdem er wiederbelebt werden musste. Er gibt sogar Anweisungen und muss sich dafür die Kommentare von Kollegen anhören. An der Stelle hab ich 500 Milligramm Acetylsalicylsäure gebraucht.

Folge 3, 27. August 2008

  • Der Notfall

Ein Mann wird von seiner Frau verlassen. Als sie aus dem Haus tritt, schießt er sie vom Balkon aus nieder. Als der Rettungsdienst und die Polizei eintreffen, schießt er auch auf sie und hindert sie so daran, der Verletzten zu helfen.

  • Plotlöcher

Dieses Büro ist zu klein für uns beide: In jeder Episode zanken sich Carstens und die Verwaltungschefin Doktor Driesen (Sandra Schlegel). So auch hier. Nur langsam wird es langweilig, weil die Diskussion stets unsachlich ist, gerade so, als ob beide keine Ahnung haben, um was es eigentlich geht.

Das Bermuda-Dreieck: Weiter wird die Dreiecksbeziehung zwischen Carstens, seiner Geliebten und seinem Sohn ausgewalzt. Alles dazu habe ich bereits weiter oben erwähnt.

  • Einsatz-Kokolores

Noch fünfzehn Minuten bis Buffalo: Theodor Fontane möge mir verzeihen, dass ich sein Zitat aus „John Maynard“ mit einer Seifenoper in Verbindung bringe, aber es passt: Als die Frau verletzt auf dem Rasen liegt, sagt die Paramedic, sie habe „noch fünfzehn Minuten“, bevor sie verblutet. Wo nimmt sie diese Zahl her, noch dazu, da sie die Verletzte wegen des rumballernden Ehemans gar nicht richtig hat untersuchen können?

Ich gehe nirgendwo hin: Der Dienststellenleiter leitet zwar den Einsatz seiner Polizisten – aber er tut das von der Wache aus. Das eigentliche Verfahren – und ich denke, dass das bei der Polizei ähnlich ist wie bei anderen Hilfsdiensten – ist, dass ein Einsatzleiter vor Ort ernannt wird. Es ist viel zu Umständlich, einer in einem Büro weit entfernt sitzenden Person über Funk die Situation zu erklären, damit diese dann Entscheidungen treffen kann. Noch dazu, da sich die Situation von Sekunde zu Sekunde ändern kann und möglicherweise eine schnelle Entscheidung gefragt ist.

Folge 4, 28. August 2008

  • Der Notfall

Durch einen Defekt gerät der Motor eines Aufzugs in Brand. In dem Aufzug sind zwei Personen eingeschlossen, von denen eine kollabiert. Beim Rettungsversuch stellt sich heraus, dass bei der Wartung des Aufzugs gepfuscht wurde und das Tragseil zu reißen beginnt.

  • Plotlöcher

Und täglich grüßt das Murmeltier: Das Dreieck Vater-Sohn-Liebschaft bekommt langsam spitze Winkel, als der Sohn der Liebschaft gegenüber den Vater als Weiberheld darstellt (nicht ahnend, wem er das erzählt). Statt das Gespräch zu suchen, zieht sich die Paramedic beleidigt zurück. Vorausschaubare Teletubbie-Dramaturgie. Obwohl, das ist nicht ganz fair. Ich entschuldige mich bei den Teletubbies (und das war jetzt auch vorausschaubar, was?).

Und er soll heißen „ZDLs Traum“ – weil er so seltsam angezettelt ist: Hat man das schon erlebt – Fontane und Shakespeare zusammen in einer Kritik über eine Seifenoper? Nun, „Ein Sommernachtstraum“ ist „112…“ wahrlich nicht, denn in dieser Folge wird mit dem nächsten Klischee aufgefahren: Ein neuer Zivildienstleistender (kurz „ZDL“) hat seinen Einstand, dem die Null-Bock-Einstellung schon auf die Stirn geschrieben steht. Was macht so jemand ausgerechnet beim Rettungsdienst? Es gibt viel bequemere Stellen, wo man den Zivildienst „runterreißen“ kann.

Das „Pilot“-Projekt: Etwas ganz besonderes haben die Schreiber offenbar mit dem Piloten des Hubschraubers vor, der feststellt, dass seine Hände unkontrolliert zu zittern beginnen. Es handelt sich hierbei vermutlich um die „Oh-Gott-wenn-das-rauskommt-kann-ich-meinen-Job-nicht-mehr-machen-was-dann-ich-verheimliche-es-lieber-auch-wenn-ich-dabei-mein-Leben-und-das-von-anderen-riskiere“-Handlung, die ihren Lauf nimmt.

  • Einsatz-Kokolores

Alte Seilschaften: Um zu der zwischen zwei Stockwerken hängenden Aufzugskabine zu kommen, klettern sowohl Polizist Carstens (der Sohn) als auch die Paramedic (des Vaters Liebschaft) am Aufzugsseil hinab. Der Eigenschutz hatte wohl gerade seinen Jahresurlaub eingereicht. Oder um es mit den Worten der Paramedic (allerdings aus der nächsten Folge) zu sagen: „Das geht ja mal sowas von gar nicht!“

Ohr-Troubles – Problem mit den Ohr’n: In der Aufzugkabine angekommen wird der bewusstlose Patient untersucht. Mit Hilfe eines Stethoskops stellt die Paramedic die Diagonse „Kammerflimmern“. Das kann man nur mit einem EKG, hören tut man bei einem Kammerflimmern – gar nichts. Das Herz steht nämlich praktisch still. Das bringt uns zum nächsten Punkt.

Dieser Notfall wird Ihnen präsentiert von SALZ(TM). Denn: SALZ(TM) ist überall. Gewöhnen Sie sich dran! Nachdem die Paramedic also die Diagnose „Kammerflimmern“ gestellt hat, brüllt sie den Schacht hoch nach ihrer Notfalltasche (die in der Serie übrigens konsequent falsch als „Koffer“ bezeichnet wird). Warum die Notfalltasche? „Ich brauche die Salzlösung!“ Salzlösung, okay, den Begriff als solches kann man noch durchgehen lassen, aber bei einem Kammerflimmern wäre der Defibrillator das Mittel der Wahl. Die Infusion bringt gar nichts. Sie macht aber nichts dergleichen, auch keine Wiederbelebung. Hätte er wirklich ein Kammerflimmern gehabt, wäre der Mann gestorben. Aber wir sind ja nur beim Fernsehen. Ist ja alles gar nicht echt. Der tut ja nur so.

Entschuldigung. Ich mache gleich weiter. Ich muss nur meine Fassung wiederfinden.

Danke, geht schon wieder. Also, weiter im Text. Ist ja nur noch eine Folge.

Folge 5, 29. August 2008

  • Der Notfall

Ein Verkehrsunfall. Ein Motorradfahrer stürzt, ein Kleintransporter weicht ihm aus und überschlägt sich. Der Kleintransporter landet genau auf der Fracht des Motorrads, ein Spenderorgan, das dringend benötigt wird.

  • Plotlöcher

Väter der Klamotte: Natürlich muss das Dreieck noch ein wenig komplizierter werden. Der Sohn entlarvt die „Maschen“ des Vaters und dessen Vorliebe bei Frauen. Die Paramedic wird noch zickiger (falls das überhaupt geht). Habe ich die Teletubbies schon erwähnt?

Der Fluch des Navigators: Die Ausfälle des Piloten werden immer heftiger, Händezittern, verschwommenes Sehen, starke Kopfschmerzen. Laut den Regeln der Seifenopern-Medizin spricht das alles dafür, dass der Pilot ein Hirntumor hat. Das würde zu der „Oh-Gott-wenn-das-rauskommt-kann-ich-meinen-Job-nicht-mehr-machen-was-dann-ich-verheimliche-es-lieber-auch-wenn-ich-dabei-mein-Leben-und-das-von-anderen-riskiere“-Handlung noch die „Oh-Gott-ich-habe-eine-gefährliche-Krankheit-sag-es-aber-niemandem“-Handlung dazubringen. Das Resultat wäre eine „Oh-Gott-ich-habe-eine-gefährliche-Krankheit-die-meine-Leistungskraft-beeinflusst-wenn-das-rauskommt-kann-ich-meinen-Job-nicht-mehr-machen-was-dann-ich-verheimliche-es-lieber-auch-wenn-ich-dabei-mein-Leben-und-das-von-anderen-riskiere“-Handlung.

Rettung aus der Not: Ein gewisser Doktor Tom Wagner (Max Alberti) stellt sich vor, der demnächst als „Rettungsarzt“ anfangen soll. Anderswo nennt man solche Leute „Notarzt“ – und wieder wird mir das System nicht klar, denn bisher hat man keinen Notarzt im Einsatz gesehen, nur die Paramedic. Wozu braucht man den Neuen, außer zum Aufpeppen der Handlung?

„Ent-scheidung“ ist auch ’ne Scheidung: Dienststellenleiter Carstens und Frau Doktor Driesen geraten mal wieder aneinander. Sie will den Hubschrauber aus Kostengründen nicht starten lassen. Auch wenn die Bürokraten mittlerweile im medizinischen Sektor sehr viel Macht haben, so weit ist es noch nicht. Wird ein Hubschrauber gebraucht, startet ein Hubschrauber – über die Kosten kann man nachher streiten.

Flieger, grüß mir die Sonne: Das Konzept mit dem Hubschrauber ist mir auch nicht ganz klar. Da ist also an dieser Rettungszentrale ein Hubschrauber stationiert. Mit einem Piloten. Punkt. Der rückt ab und zu mal aus und wird auch für Rettungstransporte benutzt. Aber mit welcher Besatzung? Der vor Ort? Heißt das, die lassen ihr Auto stehen und fliegen mal schnell wohin? Bin ich der einzige, dem das in irgendeiner Art und Weise merkwürdig vorkommt.

  • Einsatz-Kokolores

Blaulicht an, Hirn aus: Ja, es gibt Leute bei den Hilfsorganisationen, die eine riskante Fahrweise haben. Aber so, wie das in der Serie gezeigt wird, ist das trotzdem arg überzogen.

Ich drück‘ dich: Der Hubschrauber drückt mit seinen Kufen den Transporter zur Seite, so dass das darunter eingeklemmte Transportbehältnis mit dem Spenderorgan herausgeholt werden kann („Medicopter 117“ lässt grüßen). Das ist natürlich hanebüchen und viel zu gefährlich. Außerdem hätte die Feuerwehr geeignete Mittel, so ein Auto sicher anzuheben.

Sonntags-Rede: Schließlich steht die Besatzung des Rettungswagens vor demselben und unterhält sich. Drin im Fahrzeug liegt der Patient. Wer kümmert sich um ihn?

Finaler Rettungs-Schluss: Schließlich kam die Stelle, die mich endgültig davon überzeugte, dass ich mit den Kritiken an dieser Serie nicht mehr weitermachen sollte, da ich sonst Gefahr laufe, dass mein Gehirn implodiert. Nachdem der Pilot wieder zurück ist auf der Station wird er von einer anderen Paramedic angesprochen, weil er so müde aussieht. Um ihn aufzumuntern, sagt sie folgenden Satz:

„Was Du heute geleistet hast, das hätte nicht jeder von uns geschafft!“

Was ist das für ein Binsenwahrheits-Müll? Natürlich hätte das nicht jeder von den anderen geschafft. Ich wage sogar zu behaupten, dass keiner von den anderen das geschafft hätte, weil er eben Pilot ist und als einziger einen Hubschrauber fliegen kann! Und damit kommen wir zum Ende meiner persönlichen Reihe über diese Serie und der angekündigten Einschätzung.

Ist doch einfach nur noch so ’ne Serie – ist das wirklich so schlimm?

Die Zuschauer der Science-Fiction-Serie „Babylon 5“ waren sich bewusst, dass das, was sie sehen, nicht real ist. Die Menschen haben keine Raumstation diesen Ausmaßes im All und auch keinen Kontakt zu den außerirdischen Spezies, die dort mitspielten.

Bei Serien, die irgendwie auf „real“ machen, wie eben auch Seifenopern, ist das was anderes. Es gibt genügend (und meiner Ansicht nach zu viele) Leute, die glauben Beziehungen funktionieren genau so, wie sie den Seifenopern eben nicht funktionieren. Und Serien, die wie „112…“ den Realismus fast zur Gänze vermissen lassen, verbreiten leider über das Genre, in dem sie spielen, ein gefährliches Halbwissen. Es ist zwar positiv, dass mit dem Titel die neue alte Notrufnummer 112 publik gemacht wird, der Rest jedoch wirft den Rettern in manchen Situationen mehr Steine in den Weg, als man denken mag. Beispiele gefällig? Ich habe genügend. Das Folgende habe ich entweder selbst erlebt oder aus erster Hand von Kollegen erzählt bekommen:

  • Wir (Besatzung eines Rettungswagens) wurden zu einem Notfall in eine Wohnung gerufen, ein Mann sei kollabiert. Beim Eintreffen stellen wir fest, dass der Mann, etwa 75 Jahre alt, einen Herzstillstand hat. Als mein Kollege ihm das Hemd aufreißt und mit einer Herz-Druck-Massage beginnt, fällt ihm die Ehefrau in die Arme mit den Worten: „Hören Sie auf! Sie bringen ihn ja um!“ Wertvolle Zeit geht verloren, während wir die Frau davon überzeugen müssen, dass eine „richtige“ Herz-Druck-Massage nichts mit dem Brustkraulen zu tun hat, das sie aus dem Fernsehen kennt.
  • Beim Brand eines Mehrfamilienshauses sind wir (Besatzung eines Rettungswagens) als erste vor Ort (in Ortschaften mit freiwilliger Feuerwehr kommt das vor, da wir schon am Standort sind und nur noch ausrücken müssen, während die Feuerwehrler erstmal zur Wache kommen müssen). Aus mehreren Fenster schlagen die Flammen. Personen sind keine mehr im Gebäude, aber in der Wohnung oberhalb des Brandes seien noch zwei Hunde. Eine Bewohnerin verlangt (!) von mir, ich solle in das Gebäude gehen und die Hunde rausholen. Als ich versuche, ihr zu erklären, dass das viel zu gefährlich ist, erwidert sie schnippisch: „Im Fernsehen tut Ihr immer so, als wärt Ihr die Helden. Aber wenn’s mal drauf ankommt, dann ist halt nichts.“
  • Bei einer geringfügig außer Kontrolle geratenen Feier von ungefähr acht Jugendlichen zwischen vierzehn und siebzehn erleidet ein Fünfzehnjähriger vermutlich aufgrund seines Alkoholkonsums einen cerebralen Krampfanfall (umgangssprachlich auch „epileptischer Anfall“ genannt). Nachdem der Rettungsdienst vor Ort ist, erklärt einer der Jugendlichen, nachdem sein Freund nicht mehr reagiert und nur noch gezuckt habe, habe er bei diesem eine Herz-Druck-Massage durchgeführt. Als der Notarzt nachfragt, erklärt er seine Methode: Wie im Fernsehen gesehen, habe er sich auf den Bauch des am Boden liegenden Bewusstlosen gesetzt und mit beiden Händen beide Seiten des Brustkorbs eingedrückt. Mal ganz davon abgesehen, dass die Reanimations-Methode falsch ist, ist eine Bewusstlosigkeit an sich kein Grund, jemanden wiederzubeleben. Der Fünfzehnjährige hat die „Behandlung“ zum Glück unbeschadet überstanden.
  • Bei einer Reanimation, bei der schnell feststand, dass dem Patient nicht mehr zu helfen war, wurde von Angehörigen nach Abbrechen der Maßnahmen gefragt, ob man denn nicht „mit dem Elektrodings“ (gemeint war der Defibrillator) noch was machen könnte. Den hätten wir ja gar nicht verwendet, und im Fernsehen hilft der immer.
  • Zuletzt: Bei mehreren Notfällen ist es mir und auch Kollegen schon passiert, dass wir Anweisungen von Schaulustigen bekommen haben, was zu tun sei, oder warum wir dies und jenes nicht tun würden. Bei einem speziellen Fall wurde ich gefragt, warum ich der Patientin nicht „was wegen dem Blutdruck spritze“ (die Patientin war eine Leichtverletzte eines Verkehrsunfall, aber wegen des Schrecks etwas blass). Als ich darauf entgegne, dass das nicht nötig sei und ich sowieso keine Medikamente spritzen dürfe, bekomme ich zu hören: „Ja, ja, wenn Ihr nur an Euren blöden Vorschriften kleben könnt. Und ob’s den Patienten gut geht, ist Euch egal.“ Dass das Nichtbefolgen der „blöden Vorschriften“ für mich im Zweifelsfall die Konsequenz haben könnte, entlassen zu werden und nicht mehr im Rettungsdienst arbeiten zu dürfen, ist offenbar egal.

Es gab einmal eine Untersuchung über Reanimationen im Fernsehen. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass Reanimationen im Fernsehen eine Erfolgsquote von etwa 95 % haben. Und der Zuschauer erwartet das gleiche in der Realität. Aber die Realität hält dem nicht stand. Das Fernsehen vermittelt den Eindruck, egal welcher Ausgangspunkt eine Reanimation hat, in den meisten Fällen geht es gut. Dass es rein aus dramaturgischen Gründen geschieht, wird übersehen. Man fällt auf die vorgegaukelte Realität herein. Und „112…“ bietet da leider nichts neues. Keine Innovation. Nur das, was man eh schon kennt, vorhersehbare Handlungsstränge, geschrieben von Ahnungslosen, produziert von Willenlosen, aber gesehen von den Massen. In meinem ersten Beitrag zu Serie schreibt ein Kommentator, er habe gelesen, dass 89 Folgen bereits produziert seien, er rechne aber damit, dass die Serie bald abgesetzt wird. Ich fürchte, dass das nicht der Fall sein wird. Zwar ist die Serie mit weniger als 13 Prozent Marktanteil gestartet, aber die Quoten haben sich im Verlauf der ersten Folgen auf 15,6 Prozent der Zielgruppe gesteigert. Und wenn das mit den 89 Folgen stimmt, dann ist für fast 18 Wochen Material vorhanden. 18 Wochen, in denen dem Publikum demonstriert wird, wie die Arbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei nicht läuft.

Ein Gegenpunkt: Die Realität

Aber ich höre schon die Stimmen: Die Realität ist doch so langweilig. In guten Geschichten muss ein Konflikt herrschen, damit sie interessant werden. Richtig – aber wer sagt denn, dass die Realität langweilig sein muss? Ich meine, das ist die Notfallrettung. Menschen in Extremsituationen. Die kann man auch interessant rüberbringen, ohne solche Münchhauseniaden zu produzieren. Stoff gibt es wahrlich genug:

  • Beziehungen zerbrechen häufig an den ungewöhnlichen Arbeitszeiten und dem teilweise bis auf 48 Wochenstunden erhöhten Pensum – bei gleichzeitiger minderer Bezahlung.
  • Ein anderer Grund für das Zerbrechen von Beziehungen ist, dass Menschen mit „normalen“ Berufen die Motivation für den Rettungsberuf oft nicht nachvollziehen können.
  • Für Konflikte sorgen posttraumatische Belastungsstörungen nach schwerwiegenden Einsätzen, oder einer Belastungsstörung, die sich über Jahre hinweg schleichend entwickelt.
  • Ein anderes Konfliktszenario: Derzeit wird darüber gestritten, wie die Ausbildung im Rettungsdienst in Zukunft aussehen soll. Als Idealvorbild steht dabei der Paramedic aus den USA, der erweiterte Befugnisse (zum Beispiel Medikamentengabe) hat. Dagegen laufen Ärzteverbände – teilweise sehr rüde – Sturm, die ihre Felle davonschwimmen sehen (oder denen ein Zacken aus der Krone bricht); auf der anderen Seite sind da die Kostenträger, die sich weigern, die Kosten für eine verbesserte Ausbildung, die dann nötig wird, zu zahlen. Mittendrin ist der Rettungsassistent, auf den die Situation zurückfällt, und zwar jedes Mal, wenn er zu einem Einsatz kommt, bei dem er denkt: Ich könnte, ich sollte – aber ich darf halt nicht.
  • Und wo wir gerade von „Kostenträgern“ sprechen: Mehrfach habe ich die Rolle von Frau Doktor Driesen kritisiert, die sich ständig mit Carstens streitet. Ja, da gibt es einen Konflikt zwischen den „Leuten vom Fach“ und den „Leuten aus der Bürokratie“, aber das läuft auf einem ganz anderen Level ab, und nicht mit diesem „Mein-Schäufelchen-Dein-Förmchen-und-Du-bist-selber-doof“-Geplänkel, das einem hier geboten wird.

Was die Einsätze betrifft, auch diese sind nicht langweilig. Jeder ist irgendwie anders, und genügend davon ließen sich zu einer spannenden Episode umschreiben. Dann kann man auch auf die überkonstruierten Mehrfachsituationen verzichten (Fahrstuhl bleibt stecken UND Person kollabiert UND Fahrstuhl droht abzustürzen oder Patient mit Rauchgasvergiftung UND Kellerbrand UND explodierende Gasleitung). Wer in richtigen Einsätzen unterwegs war, der weiß, dass es das nicht braucht. Jeder Einsatz hat seine Eigenheit und sein Spannungspotential. Es gibt genügend Geschichten, sie sind da. Offenbar will sie nur keiner erzählen. Man müsste sich eben mit den Profis zusammensetzen. Aber so eine Fernsehfolge ist halt sehr viel schneller produziert, wenn die Beteiligten keine Ahnung haben.

Damit komme ich zum Ende. Wie angekündigt werde ich „112…“ nicht weiter verfolgen. Dass ich es nach der ersten Folge getan habe, war für diesen Bericht. Den habe ich hiermit abgeliefert. Ich wende mich wieder anderen Dingen zu. Dingen, die etwas erfreulicher sind. Die Seite Quotenmeter.de schreibt in ihrer Kritik über die Serie als Zusammenfassung: „Für alle Soap-Fans zu empfehlen, alle anderen Zuschauer werden nach kurzer Zeit wieder die Flucht ergreifen. Denn am Ende bleibt doch nur eine harmlose neue Endlosserie aus dem Dunstschatten der Daily-Soaps.“ Das kann ich fast so unterschreiben. „Fast“ deswegen, weil das Prädikat „harmlos“ so nicht stehenbleiben kann. Serien dieser Art sind, wie ich oben dargelegt habe, nicht „harmlos“. Aber wer weiß – vielleicht sieht das mal jemand ein und macht sich an ein völlig neues Projekt. Das würde ich mir sogar antun. Bis dahin bleibt mir nur ein verzweifelter Ausruf als Zitat zum Schluss:

„Satras hat sie gewarnt, Satras hat sie alle gewarnt! Aber niemand hört auf Satras! Armer Satras!“
(Satras in der Serie „BABYLON 5“ von J. M. Straczynski)

UPDATE: Die neueste Entwicklung von „112…“ gibt es hier: „‚112…‘ zum Vierten: Sie rettet nun keiner„. Deswegen wurde die Kommentarspalte dieses Beitrags auch geschlossen, kommentieren in Zukunft bitte beim neuen Beitrag.

Über Thorsten Reimnitz 852 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

50 Kommentare

  1. …oh, und nochwas: Korrekt heisst es „MARTINHORN“ ohne „S“ (ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Max B. Martin Signalhörner und Kompressorfanfaren KG)

    Aber keine Angst, den Fehler machen viele 😉

  2. Moin Leute,
    als jemand, der nicht vom Fach, aber trotzdem nicht total bescheuert ist, sage ich, dass alles hier beschriebene durchaus berechtigte Kritik ist. Aber: Hallo!!!! Wir reden hier von RTL!!! Was erwartet Ihr da???? Klar kommt da unseriöse Sch… raus. Wobei man bemerkten muss, dass SAT1, RTL2 und Konsorten ähnlich gehirnamputierten Müll produzieren. Insofern: Regt Euch nicht so auf! Klar ist das blöd, wenn Leute die keine Ahnung haben, sinnentleert in Eurem Revier wildern, aber bleibt mal auf dem Teppich. Nehmt nur mal das Beispiel der Lehrer: Da schein ja auch jeder Ahnung von Pädagogik zu haben und meldet sich mit jedem Hirnerweichenden Müll zu Wort. Die Lehrer müssen sich das ja auch gefallen lassen, dass scheinbar jeder mehr Ahnung hat als sie.
    Insofern: Cool bleiben, amüsiert lächeln und das Schauen einstellen, wenn es Eure Nerven nicht vertragen.
    Die Serie ist halt Müll, aber das kann ja auch kurzweilig sein. So viel Schaden wird sie nicht ausrichten, da nicht alle Zuschauer so doof sind, das für echt zu halten. Und diejenigen, die so doof sind, das zu glauben, denen ist auch mit einer realen Sendung nicht geholfen, da sie diese nicht kapieren würden.
    In diesem Sinne…

  3. Hallo
    Die Sendung ist, wie schon ein paar mal gesagt, von Fehlern nur überschwemmt. Ich habe hier sonn paar Fehler NUR aus der heutigen Folge mal Aufgelistet:

    1.: Nachdem sich der Mann den Nagel in die Hand hämmerte, hat der Sohn im Notruf nur gesagt, dass sich ein Mann ein Nagel in die Hand gekloppt hat. Im Einsatzbefehl wurde jedoch auch gesagt, dass der Mann an einem
    Pfosten hängt. Woher diese Info?

    2.: Warum fährt die Polizei mit raus? Gibt es soviele Passanten auf einem Dachboden, die man wegschicken muss?

    3.: Die Fahrzeuge haben auf der Einsatzfahrt manchmal nur das Horn an und das Blaulicht ist aus.

    4.: Auf der Einsatztfahrt fährt noch eine (moderne) Drehleiter mit, kurz danach kommt nur sonn 20 Jahre alter Wagen an, dem anscheinend mal eben die Drehleiter abgefallen ist.

    5.: Der Wagen ist bei der Ankunft an der Wache wieder in die Zukunft gereist und die Drehleiter ist auch wieder dran.

    Ausserdem ist mir in den paar Folgen die ich bisher geguckt habe aufgefallen, dass in fast jeder Folge die Wache von vorne gezeigt wird und IMMER ein weißer Volvo dabei vorbei fährt.

    MFG
    Gerrit

  4. Hallo,
    guter Artikel!
    Ich gucke die Sendung jeden Tag, aber mir sind auch die oben genannten Fehler aufgefallen. Es werden auch öfters die gleichen Gebäude und Plätze verwendet z.B. das Schwimmmbad ( Hand eingeklemmt und Chlorgasunfall) oder diese Katakomben (zwei Jugendliche mit Sprengsetzen und die betrogene Ehefrau).

    Ich werde die Sendung trotzdem weitergucken, denn jetzt will ich auch wissen, wie es mit Florian und Steffi weitergeht, ob Florian seinen Job behält, was aus Herr Carstens wird und ob die Sache mit Kadir ans Licht kommmt!

    Viele Grüße
    Sophie

  5. Hey Leute ,
    Ich gucke die Serie auch jeden Tag und mir ist auch so das ein oder andere aufgefallen aber Serien sind eh nicht immer so realistisch oder wollt ihr mir erzählen das auf der Autobahn bei fast Jeder Verfolgungsjagd so ne mega explosion ist wie bei „Alarm Für Cobra 11“ So sind die Serien halt

  6. @Sophie:

    Was ich im Schwimmbad viel genialer fand war, dass die junge Dame die unter Wasser eingeklemmt wird im Intro zu dem Chlorgasunfall wieder munter mit ihrem Freund „liebelt“ und zwar auf genau die gleiche Art und Weise wie am Unfalltag. Kann mir kein Mensch erzählen, dass es zu teuer ist nach Betriebsschluss in einem Schwimmbad mit Personen die freiwillig (also umsonst) Lust haben -und da gibt es viele- mal eben einen neuen Vorspann zu drehen… Dauert 15 min. dann hat sich das… Man Man Man

    Das fachliche wurde von meinen Kollegen ja bereits weitreichend behandelt.

    Lieben Gruß an alle
    Yannik

    p.s. auf mein Angebot RTL bei den Dreharbeiten mit Fachwissen zu versorgen ist bis heute keine Antwort gekommen. Schade!

  7. also es wird noch genug folgen geben *lol
    80 wurden produziert, 30 sind in auftrag gegeben.
    denke das weitere 30 in auftrag gegeben werden…
    sie haben ja extra eins tudio von 550 qm² gebaut,
    das muss sich erst mal finanzieren… denke unter
    300 folgen kommen wir da nicht weg… sehr es
    doch als comedy an… ihr habt dann mal etwas
    zu lachen … oder die folge mit dem kühlmittel…

    🙂

  8. Hallo zusammen,

    echt guter Artikel und gute Kommentare!!! DANKE an Alle! ich muss ehrlich sagen, dass ich auf diese Serie reingefallen bin *schääm,
    mir sind zwar einige komische Sachen aufgefallen, wie zum Beispiel, dass Feuerwehr und Polizei unter einem Dach sind, aber irgendwie war ich fasziniert. ich wollte nämlcih schon immer einmal wissen, wie der Berufsalltag eines Polizisten und Feuerwehrmannes im einzelnen aussieht. ich habe davon nämlich überhaupt keine Ahnung gehabt, dabei bewundere ich diese Menschen, die diese Berufe ausführen sehr, weil es doch eine verantwortliche Aufgabe ist für die Sicherheit von Menschen da zu sein. Als ich dann diese Serie gesehen habe und bis heute jede einzelne, war ich echt fasziniert von dieser Perfektion und einfach allem, weil ich einfach überhaupt keine leise Ahnung hatte. das dort alles „ein wenig“ zu gut dargestellt wird, weil immer alle überleben und sofort wieder lachen können, obwohl sie gerade noch knapp dem tod enkommen sind, war mir schon klar! Aber als ich jetzt diesen Artikel und die Kommentare gelesen habe, ist mir noch mehr ein Licht aufgegangen und ich schäme mich für meine Dummheit und Leichtgläubikeit.
    schade, man könnte wirklich viel mehr aus dieser Serie machen!!!
    kann man bei der polizei oder der feuerwehr als totaler laie, aber Interessent trotzdem mal ein praktikum machen, damit man mal einen realen Einblick in den Beruf bekommt?
    hätte auch nie gedacht, dass diese serien solche auswirkungen auf die wirklichkeit haben!!! Finde ich echt krass, dass dann menschen den sanitätern in einem notfall mit dem fernsehen ankommen!!!
    zwei Fragen habe ich noch an 1.Feuerwehrleute/Rettungskräfte: Wenn ein Schwerverletzter etwas ganz bestimmtes und notwendiges braucht, was sein Leben retten kann, das aber gegen die Vorschriften spricht, was tut ihr dann?
    2. Plozisten: (zu der serie von gestern) ist das normal, dass nur zwei ploizisten eine jagd auf zwei gewaltbereite und unter drogenstehende jugendliche machen?
    mein verstand sagt mir, dass es nicht so ist.
    so, das wärs dann 🙂
    vielen Dank nochmal für diesen genial verfassten Artikel!!! mach weiter so!

  9. Hallo Heike,
    erstmal Danke für das Kompliment. Und nun zu Deiner ersten Frage (die zweite gebe ich weiter an die Polizisten, dazu kann ich nichts kompetentes sagen):

    >>Wenn ein Schwerverletzter etwas ganz bestimmtes und notwendiges braucht, was sein Leben retten kann, das aber gegen die Vorschriften spricht, was tut ihr dann?

    Das ist eine schwierige Frage. Erst einmal wäre zu klären, was das für eine Vorschrift ist, gegen die Verstoßen wird. Handelt es sich nur um Richtlinien, zum Beispiel beim Vorgehen, eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeug zu befreien, so muss man sehen, ob man gegen die Richtlinien verstoßen kann, aber für Patient UND Einsatzkräfte trotzdem keine Gefahr entsteht.

    Schwieriger wird es, wenn es ein Gesetz gibt, das ein bestimmtes Vorgehen verbietet, beispielsweise die Medikamentengabe durch nichtärztliches Personal. Hier gibt es Ausnahmen, die man sehr, sehr, sehr genau abwägen muss. Das Problem, dass einem unter Umständen hinterher ein Rechtsanwalt eine Entscheidung, die man unter Zeitdruck treffen musste, juristisch auseinander pflückt und einen wegen Körperverletzung versucht dranzukriegen. Und der Rechtsanwalt hat dann keinen Zeitdruck.

    Im Moment ist es leider noch so, dass sich das Rettungspersonal in einer juristischen Grauzone befindet, eigentlich darf man nicht, aber wenn es notwendig ist, sollte man doch was tun.

    Was ein Praktikum betrifft, sowas für den „interessierten Laien“ habe ich noch nirgends gesehen. Jemand anderes?

  10. Gratuliere, du hast es voll erfasst.
    Ich kenne auch viele Situationen, in denen Passanten mir Ratschläge aller „Spritzen sie doch da mal was“ oder „Da müssen sie jetzt defibrillieren“ kamen. Aber als Ausbilderin in Erste Hilfe bin ich schon froh, dass sich die Leute überhaupt interessieren für ihre Mitmenschen. Und nicht weggucken. Sondern helfen wollen. Aber trotzdem muss noch einiges geschehen.
    Danke für deinen Artikel.

  11. Hallo…
    ich finde es auch zum kotzen dass ihr euch so aufregt…
    es ist eine sendung und eigentlich steht der teil der während den notfällen passiert im vordergrund.
    wenn ihr die sendung scheiße findet dann schaut sie euch nicht an aber andere wollen sie vllt gucken und wegen euch wird sie dann wieder aus dem programm rausgenommen…und is doch auch teilweise lustig mit den fehlern das macht die sendung wenigstens nich so ernst…

  12. moin ihr alle

    ich muss sagen, dass ihr mit den meisten sachen verdammt noch mal recht habt.
    die serie ist unrealistisch pur, aber auch spannend pur.
    ich gebe offen zu, ich sehe sie mir gerne an.
    ich bin notärztin, ich weiß also, wie es eigentlich im einsatz ablaufen sollte. so tut es das natrlich nicht im tv. war noch nie so, wird auch nie so sein.
    trotzdem muss ich zu den einsätzen sagen, dass bei einem von hundert einsätzen wirklich solche 3fach sachen passieren, also was weiß ich: rauchentwicklung im hasu, retten mehrerer menschen, gasexplosition, retter verletzt..
    naja sagen wir bei einem einsatz von 250;)

    und wenn ihr meint, dass im tv die handgriffe falsche gezeigt werden, dann macht bitte bitte nicht alles an 112 fest.
    sondern auch an so was wie greys anatomie(wird das so geschrieben). koischerweise habe ich bei der serie noch nie so eine kritik gelesen wie hier.
    oder findet ihr es realistisch, dass ein mensch gefühlte 21minuten unter wasser gefangen ist, dann auftaucht, ein bisschen bewusstlos ist, hustet, und alles ist wieder gut?
    so ähnlich war mal ein fall. und das ist auch in keinster weise realistisch.
    aber das haben ja die amis gemacht, das ist ja gut o.O
    oder nicht?

    was mich an 112 interessiert, sind die privaten angelgenheiten.
    die einsätze brauche ich eigentlich nicht, die habe ich so schon genug.
    und diese sachen sind verdammt geschickt eingefädelt. finde ich
    solche sachen bei so vielen verschiedenen leuten, das muss man ersteinmal erfinden…
    und zu dem abschnitt vom autor dieses artikels, was in wirklichkeit realität ist:
    es geht im die wache, und eine wache hat nicht zu bestimmen, ob es paramedics geben solle(was ich befürworten würde *hüstel*

    also alles in allem kann man natürlich eine serie, in diesem fall 12 verschreien, sie schlecht machen.
    wenn sie abgesetzt ist, kann man sich wieder anderen dingen zuwenden.
    man kann aber auch das gesamte problem bekämpfen und nicht NUR den tv schuld daran machen, dass viele menschen keine richitge erste hilfe ausbildung mehr haben.
    oder jetzt 40sind und die letzte beim führerschein gemacht haben….
    bringt dann auch nix;)
    ich werde sie weiterhin gucken, ich steigere nicht die einschaltquoten, ich senke sie auch nicht, ich ahbe in der beziehung keine verantwortung.

    trotzdem sage ich hiermit klipp und klar:
    TV IST TV, WIRKLICHKEIT IST ETWAS ANDERES.
    besonders im rettungswesen.
    man kann sich die serie so oft anschauen wie man will. man darf nur nicht alles realistisch nehmen. und man muss spaß haben, auch an den fehlern. und man muss wissen, wie es wirklich funtioniert.
    dann geht das gucken ohne schlechtes gewissen.

    so viel von meiner seite, ich möchte jetztz nicht mit kritik wie“du weißt doch gar nichts“ bombardiert werden, danke.
    ich weiß wohl was;)

    lg

  13. Bezüglich „Grey’s Anatomie“ kann ich nur sagen: Das mag sein, ich weiß es nicht, da ich sie nicht anschaue. Aber um „Grey’s Anatomie“ geht es hier auch nicht. Jedem steht es frei, genauso einen Artikel über diese Serie zu schreiben.

    „112…“ finde ich deswegen so unerträglich, weil man sehr deutlich merkt, dass sich die Produzenten nicht mal ansatzweise die Mühe gemacht haben, sich mit der Materie, um die die Serie geht, zu beschäftigen, um wenigstens ein „Quantum an Realität“ reinzubringen (korrekte Funkrufnamen zum Beispiel). Die Geschichten, die neben den Einsätzen laufen – das habe ich aber auch geschrieben -, sind irgendwelche Geschichten, die auch in anderen Umfeldern spielen könnten. Dabei bietet Feuerwehr / Rettungsdienst / Polizei genug Möglichkeiten für persönliche Dramen. Auch hier hat man sich nicht mal im Ansatz die Mühe gemacht, sich zu informieren.

    Beispiel Berufspolitik: Wie sollen wir vom Rettungsdienst dem „Normalbürger“ klarmachen, dass wir eine dreijährige Berufsausbildung für den Rettungsassistenten fordern und eine „Regelkompetenz“? Der „Normalbürger“ sieht „112…“ und denkt, es sei doch alles in Ordnung. Wenn mal ein Notfall ist, dann kommen die Helden von der Rettung, riskieren ihren Arsch (‚tschuldigung, ist doch wahr!) und helfen. Dass uns rechtlich die Hände gebunden sind, so zu reagieren wie die „Paramedic“ Steffi Felten (Medikamentengabe, Infusion etc.), sieht keiner.

    Und genau das ist es, was ich meine: Daraus ließen sich spannende Geschichten schreiben, der Konflikt zwischen den Rettungsassistenten, die mehr tun wollen und einigen (nicht allen) Ärzten, die auf keinen Fall ihre Maßnahmen aus der Hand geben wollen. Aber nein, stattdessen hat man lieber einen 08/15-Schwerenöter in der Handlung, der mit allem Weiblichen ins Bett springen will, das nicht bei „drei“ auf den Bäumen ist.

    TV ist TV, ja klar. Nur: Leider nicht allen. Im Gegenteil, zu vielen ist das eben nicht klar. Aber das führt hier zu weit. Vielleicht schreibe ich da mal einen Artikel drüber.

  14. Hallo,

    Ich muss Maren (geschrieben am 10.10.) recht geben: tv hat nichts mit der Realität zu tun. Auch ich sehe die Serie täglich abends im Internet, aber nicht, weil ich was für mein Leben lernen will, sondern weil ich größtenteils die Geschichte drumherum gut finde (während die Einsätze zwar auch nicht gerade schlecht sind…), auch wenn das auch oft übertrieben ist. Wie z.B. in der Folge gestern: Nicole hat sich ein Fahrradschloß total eng um die Brust geschnürt, aber warum gerade an der breitesten Stelle??? Wegen Tom??, und natürlich bricht dann genau bei Kevin, während seines Spruches, der Schlüssel ab. – Das Schloss sieht sehr neu aus (bei Nicole´s sportlichkeit realistisch) – aber Tom kann es trotzdem mit so einer Instabilen Schere aufschneiden…

    Natürlich ist die Kritik größtenteils berechtigt. Wie gesagt größtenteils: Ich finde, dass die Serie nicht nur Sendeplatz ausfüllt, sondern es gibt tatsächlich auch Leute (wie mich z. B.), die sich die Serie täglich „antun“. Im Gegenteil sogar: Ich wünsche mir sogar, dass eine Folge 1h statt 30 min. dauern würde, da sonst täglich immer nur kleine Stücke einer Geschichte gezeigt werden ( Wie wärs mit ner Doppelfolge?)

    UND: Welche Serien sind nicht überzogen?
    UND: Es ist nur im TV – und was lässt sich schon an Serien auf die Realität übertragen???

  15. Okay, dann wird es Zeit für mein Gegenbeispiel:

    SCRUBS – Die Anfänger

    Das ist eine Comedy(!!)-Serie um junge Krankenhausärzte. Da die Serie nicht nur von einem Arzt inspiriert wurde, sondern auch medizinische Berater hat, wird hier ein für eine Comedy-Serie schon unglaublicher Grad an Realismus erreicht (und gerade bei Comedy muss man ja immer Abstriche machen). Noch dazu schaffen es die Autoren, in jeder halbstündigen Episode eine kleine Botschaft unterzubringen.

    Meine Lieblingsepisode von „Scrubs“ ist übrigens die, in der es darum geht, warum medizinisches Personal bisweilen einen ziemlich morbiden Humor hat und dass das damit zu tun hat, das Erlebte (kranke und/oder sterbende Menschen) zu kompensieren. Gefallen hat es mir deswegen, weil ich mich, meine Kollegen und das Umfeld der medizinischen Beruf darin wiedererkannt habe.

    Was ich damit sagen will: Es ist möglich, einen gewissen Grad an Realismus auch in eine fiktive Serie zu bringen. Man muss sich halt entsprechend bemühen. Und ganz ehrlich: Das sehe ich bei „112“ nicht. Fließbandproduktion.

  16. Hi alle

    Also ich gucke mir die Serie jeden einzelnen tag an und ich muss sagen das die serie hammer geil ist natürlich gibt es fehler und sie ist unrealistisch aber hey welche serie ist den realistisch und ohne fehler KEINE eben. Nur schade das sie nur 30 min. geht echt schade ich hoffe das die serie nicht abgesetzt wird und noch sehr sehr lange laufen wird und vileicht mal ne doppelfolge geben wird

  17. thosten, du hast natrülich vollkommen recht, dass rettunsassistenten oft mehr machen wollen, als sie dürfen, gerade wenn kein notarzt dabei ist.
    aber ganz primitiv gesagt, sie haben es halt nciht gelernt. die gefahr, dass etwas passiert, ist zu groß.
    leider wissen manche sanis noch nciht einmal, wann die ringer lösung gebraucht wird und wann ringer laktat:(
    das meiste, was sie wissen über medikamente, die nur norärzte „verteilen“ dürfen, wissen sie aus erfahrung weil die notärtze das und das bei der und der beschwerde des patienten verabreichen.
    aber der punkt ist, dass sie (oft) nicht wissen warum, und vor allen dingen, was die medikamente im körper anrichten(auch nebenwirkungen).
    und das macht es gefährlich, wenn sanis mehr machen wollen.
    ich denke, genau deshalb sind die jetzigen regeln schon sehr gut gemacht, so, dass man jegliches handeln verantworten kann und dass jeder im rettungsteam weiß, was zu tun ist, und vor allen dingen WARUM.

    natürlich sind uns allen irgendwann die hände gebunden, bei jedem im rettungsteam ob polizei, arzt, sani, oder feuerwehrmann/frau.
    aber das sind dann nciht sachen der fachlichen kompetenz, sondern man kann einfach manche dinge nicht wissen und somit nicht dagegen ankommen, weil sie noch nicht erforscht worden sind.
    lg

  18. hallo,
    ich bins nochmal. Habe mir wieder ne Folge angesehen und fand die Alamierung als Regiefehler…

    Folgendes Szenario: Schlägerei in irgeneiner strasse, eine verletztte person, die in der ilst nimmt die alamierung auf und gibt folgenden Ausrückeplan aus: SCHLÄGEREI IN DER ???STRASSE: ES RÜCEN AUS: ELW,RTW,STREIFENWAGEN 1 UND 2

    und was rückt aus elw, rtw,!!!HLF 1,Drehleiter!!! streifenwagen 1 und 2 hallo???

    in der alamierung steht nichts von einem HLF oder der Drehleiter!!!

    Totaler Regiefehler

    bin kritik fähig
    bei anliegen könnt ihr mich anschreiben am besten im chat hier auf dieser seite.
    euer tom

  19. Hallo,

    mir ist auch aufgefallen, dass ziemlich oft die gleichen Szenen verwendet werden und dass „Jenny Sauer“ entweder das rote Top oder dieses weiße Kleid mit den roten Punkten trägt.

    Als ich am Freitag die Folge gesehen hatte, fragte ich mich , woher „Anna Rössler“ am ersten Tag wusste, wie man diesen Spezialanzug anzieht und wie man mit dem Sauerstoffgerät umgeht.

    Mfg Sophie

  20. tom…bist du iwie nen klugscheißer?
    ist doch egal wie viele ausrücken…erzähl das deiner oma aber nich uns
    das is doch überhaupt nicht wichtig..ich sag nochmal das wichtigste is doch die handulngen während der einsätze…die einsätze sich doch auch egal

  21. heey zusammen.
    also ich muss am Anfang schon sagen, dass die Kritik schon berechtigt ist.
    Aber ehrlich gesagt schaue ich 112 auch gerne mal.. Und ich gebe Maren recht:
    TV ist nicht Wirklichkeit!

  22. So ein Quatsch was da bei RTL läuft… Haben die Damen und Herren von RTL sich beim Drehbuch schreiben eigentlich vorher informiert wie es wirklich bei einem Einsatz abläuft ? Da wird den Zuschauern etwas gezeigt was völlig daneben ist und diese Handeln im Ernstfall dann warscheinlich so wie sie es im Fernsehen gezeigt bekommen haben. Das kann gefährlich werden !!! Meine/Unsere Meinung zu dieser Serie: >> !!! BITTE NICHT NACHMACHEN !!! <<

  23. Hallo, alle zusammen,

    ich kann mich meinen Vorrednern in allen Belangen voll und ganz zustimmen. Die Serie ist einfach eine unmenschliche Katastrophe, die man wirklich keinem antun kann. Ich bin selber in der BF und habe mir zusammen mit meinen Kollegen in den jeweiligen Schichten die Grütze angesehen…

    Auch wenn ich mich wiederhole: besonders lustig finde ich Folgendes:

    1. jedesmal,wenn die Feuerwehr im Zug ausrückt, ist es zwar besonders schön, die ultramodernen Fahrzeuge der Düsseldorfer FW zu sehen, aber am Einsatzort kommt plötzlich nur ein uralt LF an, was nicht einmal unsere Freiwillge Feuerwehr mehr hat.

    2. Der Einsatzleiter verhält sich so wie einst Kurt Russell in „Backdraft“…Für jenen gibt es überhaupt keine Gefahr, ein PA ist grundsätzlich sowieso purer Luxus, wie man es bei seinem Handlanger-Kollegen sieht.

    3. vor allen Dingen ist mir aufgefallen, das immer nur 3-4 Feuerwehrleute am Einsatzort sind, auch 2 waren schonmal gezählt worden. Lachhaft!!!!

    4. und der absolute Knaller sind die teils haarsträubenden Dialoge, die einen nur zum Lachen bringen…Bsp. in der Folge, in der eine Frau eingeklemmt unter einem Baumstamm irgendwo in einem Wald liegt…Sie ist bei Bewusstsein, weder panisch noch Sonstiges, ganz ruhig und sachlich und kann in Eigenregie den Notruf wählen:

    Sie:“Ja, hallo, ich bin eingeklemmt unter einem Baum!“
    LS:“Bleiben Sie gaaaaanz ruhig und sagen Sie uns, wo Sie sind!“

    Ich habe geschrien vor Lachen…

    Naja, die Grundidee, mit der Serie die Arbeit der Einsatzkräfte zu honorieren und zu zeigen, mag ja schön und gut sein. Trotzdem wäre das Produktionsteam besser beraten gewesen, jmd aus diesem Arbeitszweig zwecks Beratung hinzuzuziehen, dann wäre die Umsetzung vielleicht nicht so in die Hose gegangen.*lol*

    Von daher schaue ich mir lieber Serien wie „Third Watch“ oder Filme wie „Im Feuer“ an, sie sind zwar amerikanisch, aber wesentlich besser umgesetzt.

    In diesem Sinne

    Basti

  24. Hallo

    @Maren
    „aber ganz primitiv gesagt, sie haben es halt nciht gelernt. die gefahr, dass etwas passiert, ist zu groß.“

    Ich befinde mich grad in der Ausbildung zum Rettungsassistenten und komischerweise muss ich all das trotzdem lernen( Mediakamente inkl. Nebenwirkungen und Rezeptortheorien; Intubation; Defibrillation.)
    Häufig ist es sogar so dass wir bei uns besser über die Medikamente bescheid wissen als unsere Notärzte, da wir nur die Medikamente kennen müssen die wir mitführen und deren Wechsel- und Nebenwirkungen.
    Dazu kommt dass ich in der Landrettung fahre und unsere Notärzte sehr unmotiviert sind. Größtenteils fahren wir mit Internisten oder Urologen. Teilweise können diese weder intubieren noch wissen sie was sie bei einem VU zu tun haben. Es kommt sogar vor dass sie die Medikamente( wir haben gerade mal 40 verschiedene!!!) nicht kennen, also weder Wirkung noch Nebenwirkungen.
    Dazu kommt dass der Notarzt teiweise sehr lange braucht(30 min sind auch tagsüber keine Seltenheit bei uns, Nachts sind wir froh wenns überhaupt einen gibt)
    Würden wir in diesen Fällen nicht die „Notkompetenz“ reichlich weit ausnutzen würden, hätten einige Pat. deutlich mehr Schaden davon getragen.
    Zudem ist es so dass bei uns jeder Rettungsassistent jedes JAhr einer überprüfung stellen muss( i.V. Zugang, Intubation, Medikamente etc) wenn er als Transportführer eingesetzt werden will. Besteht er diese nicht darf er nur als Fahrer eingestzt werden.
    Die Ärzte hingegen müssen sich keiner Jährlichen überprüfung stellen. Ausserdem hat ein Urologe allein wegen seinem Fachgebiet nicht viel Ahnung von Rettungsmedizin, schon garnicht wenn er garkeine Lust hat Notarzt zu fahren, sondern nur dazu verpflichtet wird. Trotzdem wird ihm eine deutlich höhere Kompetenz zugeschrieben.

    Es gibt natürlich auch Ausnahmen bei uns und ich weiß dass es auch viele motivierte Notärzte gibt. Vor diesen habe ich auch höchsten Respekt und mit diesen würde ich mich auch niemals messen wollen. Aber gerade wenn kein Arzt verfügbar ist, er länger braucht oder ein Notarzt kommt der keine Ahnung von Rettungsmedizin hat ist es wichtig dass den Rettungsassistenten eine höhere Kompetenz( im Rahmen ihrer Kentnisse und möglichkeiten) zugestanden wird. Schließlich geht es dabei um Menschenleben!

    PS: WIR SIND KEINE SANIS!! Rettungssanitäter sollen das ja auch nicht machen!!

    MFG
    Sven

  25. Hi,
    gute und wahre Kritik. Das Format, was sich RTL da hat einfallen lassen ist wirklich nicht gut. Wie geschrieben verzerrt sie den Blick auf die Realität, ich selbst bin auch Retter in Berlin und manchmal ist es traurig, was die Leute so alles denken.
    Da kann auch das Ausgleichsformat „Notruf“ kaum helfen.

    In diesem Sinne
    Grüße aus der Hauptstadt

  26. Hallo.

    Ich finde eure Kritik teilweise berechtigt, aber eine Sache wundert mich doch sehr:

    Wenn alle die Serie sooo schlecht finden: Warum guckt Ihr sie jeden tag??

    Lasst den Fernseher doch einfach aus oder schaltet um. Dann gibts keinen Grund mehr sich daran zu stören.

    LG aus Wuppertal

  27. IHR SEIHT ALLE SO DUMM EY WENNA DIE SENDUNG SO ZUM KOTZEN FINDET GUCKTSE EUCH DOCH EINFACH NICH; VORALLEM MEIN ICH thorsten DU FÜHLST DICH IWI COOL SO IN DIESER KRITIKERROLLE UND IN WAHRHEIT WÜRDSTE MA GERN STEFFI ODA JUDITH FI[Edit: Entschärft] NAJA DEIN NIVEAU ACH KOMM IS EGAL…..
    NUR DU REGST MICH SO AUF GUCK DIR DIE SENDUNG AN UND HALT DANN EINFACH DEINE FR[Edit: Entschärft]!!!!!!!!!!!!
    DICH WÜRRD ICH GERN ALS ARZT SEHEN…
    ICH ALS PATIENT WÜRDE MICH LIBA ERSCHIEßEN LASSEN ALS VON DIR BEHANDELT ZU WERDEN1 ECHT; SOLCHE TYPEN WIE DICH KANN ICH EINFACH NICH AB DU BIST SO DUMM EINFACH NUR DUMM DUMM DUMM DUMM ….

  28. @sven?

    was?
    ihr wisst mehr bescheid über medikamente als notärzte?
    wenn das echt so ist, sollte das schnellstens geändert werden, denn so etwas kann genauso gefährlich werden wie unwissende assis oder sanis (sry ich habe mich bei dem einen beitrag im ausdruck verfehlt tut mir leid, wollte keine verletzten:))
    ich meine nicht, dass notärzte grundsätzlich mehr wissen sollten, als assis, aber ich denke schon, dass sie es normalerweise tun(da isst jetzt auf KEINEN FALL eine abstufung gegenüer anderen im rettungswesen)
    aber wenn notärzte nicht intubieren können, dann ist das untragbar. wissen dass die vorgesetzten bei euch eigentlich, dass das so ist?
    eigentlich muss zwar jeder arzt, ob urologe oder sonstwer narkosieren können, aber manchmal ist es so, dass es nicht so ist, leider.
    wo machst du deine ausbildung?
    welcher bezirk? ich glaube du solltest das mal ansprechen.
    stell dir mal vor, im einsatz ist eine kollabierte frau oder mann und der notarzt kann nicht intubieren. soll der assi dass dann machen?
    das glaubste doch selber nicht:)
    wäre schon, wenn du mal irgendwiekontakt mit mir aufnehmen kannst, wenns dich interessiert:)
    dann schreib zurück

    lg

  29. Super Kritik, Hut ab.
    Durch Zufall hatte ich die Serie entdeckt und mehr gelacht als sonst was. Realismus steht hier auf unterster Stufe, die Fehler sind extrem (Bsp.: Die Leitstelle warnt vor einer Rauchgasexploion, FW rückt an, öffnet Tür ohne PA ganz Normal und der Rettungsdienst steht locker daneben; Feuer egal welcher Größe werden mit 1!! Feuerlöscher gelöscht).
    Da wir am selben Abend Jugendfeuerwehr hatten, hatten wir uns auch darüber unterhalten und kamen zu dem Entschluss, dass diese Serie in den Müll gehört.
    MkG Marco

  30. @112-Fan

    Ausgerechnet Du schreibst was von „Niveau“, wo Dein Beitrag mit seinen Kraftausdrücken doch sicherlicher auf der untersten Stufe desselben zu finden ist?

  31. also mal ganz ehrlich, ihr habt auch alle keine hobbys oder..!?
    zu mindest nicht sehr viel verstand…ich kann nur wiederholen was ich schon öfters sagte: es handelt sich bei der Serie, um eine ACTION-SERIE und NICHT um eine Dokumentation!! Wenn die Leute daraus was abschauen, dann sind sie selber Schuld, und bei Alarm für Cobra 11 gibts diese Sachen genauso, auch bei vielen anderen SERIEN.

    Und viele der hier aufgeführten Fehler, würden sich beim genaueren Betrachten in Luft auflösen, man sollte halt genau hinschauen, wenn man über etwas schreibt.

    Es ist sicherlich richtig, dass die Serie nicht sehr nahe an der Realität ist, aber seit wann ist das Fernseh an der Realität.

    Wenns euch nicht passt, dann schaut doch einfach was anderes oder sucht euch ein hobby statt hier UNNÖTIG drumrum zu diskutieren. Es hat ja niemand behauptet, dass die Serie realitätsnahe sein soll…

  32. Ich habe die Serie den Mitgliedern meiner Kinder und Jugendgruppe empfohlen. So haben wir Samstags zum Übungsabend genügend Stoff zum Thema „Welche Taktischen Fehler sollte man auf keinen Fall machen“.
    Ihr glaubt gar nicht , was selbst die Jüngsten bereits bemerken. Und da rede ich nicht von den Regiefehlern wie „Fahrzeugtausch im Einatz“ usw.
    Die Serie ist besser als jedes Schulungsvideo der Feuerwehrunfallkasse, sie hat nur den Nachteil, das hinterher nicht gezeigt wird wie man es richtig macht.
    Es sollte ja eine Unterhaltungsserie werden und kein Lehrfilm. Beim „Alphateam“ in der „Hansaklinik“ hat auch niemand das Opperieren lernen wollen. Eigendlich Schade den das Thema 112 hätte bestimmt mehr hergegeben. Aber leider sind die meisten Einsätze (Ölspur wischen, Tragehilfe, Brandsicherheitswachen, Babykatzen im Schuppen) zu unspektakulär um sie quotenwirksam im Fernsehn zu präsentieren.
    Vieleicht kommt ja mal jemand auf die Ide eine Doku in der Form „Toto und Harry“ über die Feuerwehr zu produzieren. Das hätte sicher auch einen gewissen Unterhaltungswert und würde pro Minute bestimmt nicht so viel kosten wie die Laufende Produktion.

    mkG OLM PJ Mitschel
    St. Wehrleiter und Jugendwart

  33. Wer diese Serie nicht mag, soll sie sich auch nicht angucken!Außerdem:Die Serie soll vielleicht nicht realistisch sein!Dafür gibt es soviele andere! Das ist auch mal nett anzusehen. Und wenn Leute sich aus Serien ein Weltbild schaffen, ist das deren Problem!

  34. Du hast Recht: Wer die Serie nicht mag, soll sie sich nicht angucken.
    Aber was meinst Du mit „es gibt es soviele andere“? Realistische Serien zum Thema Polizei oder Feuerwehr kenne ich eigendlich, bis auf „Toto und Harry“, gar nicht und da kann ich nach der X-ten Wiederholung die Dialoge auch bald mitsprechen.
    Die RAs sind grade raus um ne „hilflose Person“ einzusammeln. Ohne ELW, NA, DLK oder sonst was. Alleine! mitten in der Nacht und ohne grün-weiß. Na dann angenehme Ruhe so der FME nichts anderes vor hat

    PJ Mitschel

  35. Ich mag die Serie.

    Klar ist da nix realistisch – aber fragt mal nen Geheimagenten, wie realistisch er James Bond findet. Oder fragt mal nen Polizisten, was er von der Arbeit der Tatort-Kommissare hält…

    Ich finds einfach gut, dass am Nachmittag mal was anderes als die immer gleichen Soaps, Talkshows und Billigst-Krimis kommt.

    Und trotz meines Medizinstudiums kann ich die Fehler ausblenden, mich daran freuen, dass die Sendung von Folge zu Folge besser wird und die Charaktere sich allmählich eingrooven.

  36. Genau! Manchmal braucht man etwas ,um nach einem Stressing-Day wieder runter zu kommen. Und wie gesagt:Wer’s net mag,soll net gucken!

    P.S.:Mit anderen realistischen Serien meine ich die, in denen es um’s richtige Leben geht.

  37. Hi,

    also ich bin mittlerweile seit 19 Jahren im Rettungsdienst und in der Bergrettung tätig. Desweiteren bin ich auch als Ausbilder im Rettungsdienst tätig. Aber was in dieser Serie gezeigt wird ist eine Schande. Stelllt euch mal vor manche Leute handeln wirklich so wie es gezeigt wird, Leute die sich in diesem Fach nicht auskennen kommen irgendwo als Ersthelfer hinzu und handeln dann so wie sie es eventuell bei „112-Sie retten dein Leben“ gesehen haben, die Menschheit stirbt doch aus.

  38. hallo leute,
    also ich habe mir gerade mal wieder die top serie 112 angeschaut und mal wieder sehr schmunzeln müssen…

    ich arbeite selbst im Rettungsdienst in München und muss sagen wenn wir hier so arbeiten würden wie die „paramedics“ (super aus den USA übernommen, hier weht aber leider ein anderer Wind) wären wir alle unseren Job los und säßen im knast.
    Beispiel, nachdem der tolle polizist florian die frau „geborgen“ hat wird sie erst auf den boden gelegt, die „paramedictante“ stellt fest dass sie bewusstlos ist, bei einfachem puls fühlen, um sie dann wieder auf die trage zu legen. sie befiehlt wir legen eine infusion zu legen, belässt es dabei und übergibt der ärztin ein sht dritten grades!!! Ich meine Hallo!? das ist sowas von fahrlässig es werden keine massnahmen getroffen kein stiffneck keine vitalparameter keine vacuummatratze nichts! und übergibt dann noch ein hirndrucksenkendes medikament gespritzt zu haben!? wenn das alles so einfach wäre dann könnte man den notarzt aus dem RD wesen streichen… leider ist die medizinische versorgung in jeder folge eher nebensachen.
    im vergleich zu selbiger serie aus den USA third watch (lief mal auf vox) ist diese serie sowas von armselig, dass man den deutschen bürger davor warnen sollte sie anzusehen.
    Ausserdem ist der RD nicht ganz so sehr actionreich wie im fernsehen dargestellt, es ist doch eher so.
    nachts um 3 geht der piepser auf dem alarmschreiben steht dann meldebild z. b abdomen bei abdul mustafa abdullahi und man fährt unter beachtung der sonder und wegerechte dahin um festzustellen, dass der gute abdul seit 5 wochen bauchweh hat und jetzt halt mehr als sonst und sich die große zauberspritze wünscht die es leider nicht gibt.,man sollte mal den mythos aufklären dass wir keine wunderheiler sind, dass wir auch keine platzwunden nähen und dass wir keine schenkelhälse vor ort operieren, prinzipiell wird der patient relativ unspektakulär in die klinik gebracht (für ca. 500 euro, welches wir mit unseren kassenbeiträgen mitfinanzieren) und dort erst beginnt dann die versorgung…

    naja die retter in 112 werden bestimmt auch mal vor ort operieren… hihi

  39. sucht euch einfach mal hobbies…dauernd über diese sendung aufzuregen is ziemlich kindisch…meiner meinung nach…
    ich guck sie jedenfalls gerne auch wenn sie nicht realistisch is, die hintergrundhandlungen sind auch viel interessanter als der einsatz…in keiner sendung is alles realistisch, osnts wär beim cobra 11 doch schon längst viel öfter welche umgekommen aber so ganz zufllig werden sie immer gerettet is das im wahren leben auch so? und solche sendungen sind zur unterhaltung da und nicht immer um was zu lernen…throsten udn all ihr anderen, schaut euch zdf expedition an…da könnter dannw as lernen oder lest euch nen buch über so rettungseinsätze…aber hört auf euch über die sendung so aufzuregen…

  40. Folge 51 – Stromschlag
    Ich bin ein eifriger Online-Seher der o.g. Serie.
    Bin selbst im Rettungsdienst tätig und hatte nach dieser Folge das dringende Bedürfnis an RTL zu schreiben.
    Um herauszufinden, ob es bereits Kritiken an dieser Sendung gibt habe ich auch mal gegoogelt.
    Es gibt ja schon unendlich viele Kritiken!
    Mir ist aufgefallen, daß nach sämtlichen, in der Serie vorkommenden Reanimationen (ich glaube ich habe vier gezählt) der Patient die Augen aufschlägt und sich zumeist für seine Rettung bedankt.
    So stellt in o.g. Folge der Arzt auf dem Zugdach fest, daß der durch Stromschlag Verletzte einen Kreislaufstillstand hat. Trotz des exterm starken Zusammenschnittes der Filmszenen dauert es 50 Sekunden, bis mit Defibrillation im RTW begonnen wurde. In der Realität hätte die Bergung des Opfers vom Zugdach unter idealen Bedingungen mittels Schaufeltrage mindestens 5 Minuten in Anspruch genommen. 5 Minuten ohne Herz-Lungen-Wiederbelebung. Der sichere Hirntod des Patienten wäre die Folge.
    Ich würde mir wünschen, daß RTL einige Fachberater der jeweiligen Hilfseinrichtungen zur Beratung heran ziehen würde.
    Als „leichte Kost“ und „gut bekömmlich“ würde ich die Serie trotzdem bezeichnen. Man kennt sehr schnell die Charaktere und die Stories auf der Wache sind ja auch nicht schlecht gemacht. Ich schaue weiter und werde mich an der Love-Storie erfreuen und über die Vorgehensweisen an den Einsatzstellen schmunzeln.

  41. Hi Alle Zusammen!
    Also erst mal ein großes Lob an Thorsten, ich finde die Kritik fast besser als die Serie, aber trotzdem schaue ich mir 112 gerne an. Die Handlung ist ganz nett und so neben bei im Fitness Studio macht das schon Spass.
    Die Fehler sind mir teilweise auch aufgefallen und ich finde es schrecklich, dass den Leuten so ein falsches Bild gemacht wird. Wo kann man sich denn richtig über den Rettungsdienst informieren und kann man da irgendwo ein Praktikum machen um mal zu sehen wie das so ist?
    Macht weiter so mit der Kritik, das ist schon gut so, aber man kann die Serie ja auch einfach nur zur Unterhaltung gucken.
    Lg Sylvia

  42. Also ich kann den anderen hier nur zustimmen.Die Serie wurde sowas von schlecht gemacht. Bei den nächsten Folgen sollen die sich bloß ein paar Feuerwehrleute dabeiholen, die dann zeigen wo es langgeht!!
    ICh schau mir die Serie zwar gerne an, aber lernen kann man davon nichts.
    Diese zieht die Feuerwehr, den Rettungsdienst und alles andere in den Dreck.

  43. moinmoin aus hamburg!
    bin seit 15 jahren bei der lösche in hamburg und unter anderem auch rettungsassistent..
    auch ich bin an die serie rangegangen: „so, schaumermal, was es diesmal wird…“ und ich muss sagen:
    die kritik des obigen autors finde ich nicht nur fachlich sondern auch schreibstiltechnisch herrlich! weil sie den nagel auf den kopf trifft!
    wenn wir im „blaulichtmileu-tätigen“ uns diese komödie jeden tag reintun, sehen wir das auch als komödie an. klar wollen „die vom fernsehen“ action zeigen, den „wachalltag“ interressiert keinen menschen, denn reissereinsätze sind nun mal doch selten und wer will schon technischen dienst, fortbildung oder dienstport am frühe abend auf rtl sehen…
    aber was da gezeigt wird, ist unterirdisch und birgt die große gefahr, dass der „blaulichtahnungslose“ einen völlig realitätsfernen und dramtisch plumpdämlichen eindruck bekommt von unserem job, egal ob feuerwehrmann, rettungsassistent oder polizist..
    paradebeispiel ist der reanimationspflichtige, auf dem dreimal rumgedrückt wird und der dann aufsteht und sagt: „vielen dank männer ich muss dann mal weiter..“ natürlich nur bildlich gesprochen.
    wie der autor schon sagte, wiedereinmal eine chance vertan…
    die serei spielt in düsseldorf, ansich eine sehr gute feuerwehr. und die berufsfeuerwehr wird (wie ich doch wohl annehme) um rat gefragt worden sein…
    ich kann mich noch an die „feuerengel“ (1997)von rtl errinnern. genauso ein quatsch, nicht ganz sooo schlimm! alle waren wir stolz vor drehbeginn, mensch! wir waren dabei! unter beratung der feuerwehr hamburg mal ne feuerwehr-serie im deutschen fernsehen! und was ham wir uns geschämt im nachhinein…
    wie müssen sich die düsseldofer kollegen jetzt erst schlecht fühlen, so „mißbraucht“ worden zu sein für diesen fachliche dünnsinn…
    so, jens, ganz ruhig…
    ich hoffe wir müssen dies nicht mehr lange ertragen…

    und vor allem hoffe ich, daß die verantwortlichen dieser serie mal so schlau sind, und sich in foren zu ihrem machwerk mal umschauen, denn positives hab ich noch nicht gelesen…

    oder sie nehme sich mal ein besipiel an den „rettungsfliegern“!!
    auch hier ist dramaturgisch nicht alles realitätsnah machbar, aber wenigstens die grundsätze werden nicht über bord geworfen, sondern halbwegs sinnvoll umgesetzt…

    na klar ist dies nur meine persönliche meinung und von arroganz soll bitte auch nicht gesprochen werden. ich möchte nur verhindern, dass rtw-besatzungen bepöbelt werden, weil sie nach meinung von „TV-rettungsassistenten“ falsch oder nur unzureichend handeln… ich weiß wovon ich rede, ich bin an der kiezwache und darf mich an wochenendnachtdiensten regelmäßig mit irgendwelchen möchtegernrettern absabbeln…

    liebe rtl-bosse: beim nächsten mal besser machen! gern auch mit krach-peng-puff, aber wenigstens HALBWEGS realistisch und immer schön brav auf die onkels von den berufsrettern hören, die erzählen euch keinen dünnsinn und wollen euch auch nicht ärgern…

  44. also…ich muss sagen das die neuen Folgen wesentlich besser
    sind als bis Folge 50. Es gibt mehr Geschichten auf der Wache
    und die Einsätze werden ein wenig reduzierter. Mir ist das egal
    ob das jetzt 1 oder 5 Minuten dauert bis der Patient defibriliert wird.
    Ausserdem schaut Euch mal die anderen Soaps an…..das ist echter Müll….Niedrig und Kunt zum Beispiel…die haben Top Quoten…
    und tut mir leid da ist 112 hundert Mal besser.
    Oder GZSZ…Unter uns alles totaler Schrott….schaut Euch das halt mal an. Bei der 112 sind die Schauspieler wenigsten cool und nicht solche
    Take That Fressen die alle die ggleiche Hochgestellte Gelfrisur haben.
    Denkt mal drueber nach wenn ihr dann das naechste Mal ablaestert…denn dann habt Ihr da bald wieder ne Gameshow wo man 100 Euro oder ne Waschmaschine gewinnen kann. Oder noch besser eine weitere Richterin …. Show. Und dann sag ich Prost Malzeit…..wie gern haett ich die halbe stunde 112 zurueck.
    Amen!

  45. Düsseldorfer sollten die Serie nicht schauen 😉 Die springen mit ihren Fahrzeugen bei der Einsatzfahrt vom einen zum anderen Ort. Einmal stadtauswärts, im nächsten Schnitt wieder rein. Echt lustig. Denjenigen die Düsseldorf kennen, fallt das sofort auf.

  46. was will man von einem Sender und deren Zuschauern erwarten, die schon größeren Schwachsinn gesendet und geschaut haben… oder was ist mit Cobra11 ??? ABSETZEN!!!

  47. Vorweg:
    Ich bin selbst bei einer Freiwilligen Feuerwehr, bin dort Jugendwart und Brandschutzerzieher, also jemand der versuchen muss, solche Falschinformationen wie in „112…“ in den Köpfen von Kindern, Jugendlichen und auch vielen Erwachsenen wieder zu entfernen und gegen echtes Wissen zu ersetzen.

    Ich habe zum Glück nur zwei Folgen gesehen („Hubschrauber hebt Kleintransporter“ und „Frau klemmt in Klappbett“).
    Kurz: Was da lief ist ne reine Seifenoper, dazu noch ne schlechte. Und bei dem BOS-Rahmen wäre ich geneigt die Produzenten wegen der gezielten Falschinformation auf „Fahrlässige Körperverletzung“ zu verklagen.
    Grund: die gezeigten Vorgehensweisen können bei Anwendung am echten Geschädigten durch jemanden der es einfach nicht besser weiß, zu gesundheitlichen Schäden führen. Das ist fast so als würde ich meinen Feuerwehranwärtern sagen „Hey na klar kannst du nen Kaminbrand mit Wasser löschen!“ (Für alle dies nicht wissen: Das führt durch die extrem hohen Temperaturen zur schlagartigen Verdampfung des Wassers und somit zum Bersten des Kamins… Besser ist kontrolliert ausbrennen lassen oder im Notfall ABC-Pulver.) Und nirgends steht „Hey du 14jähriger da draußen, nimm das hier doch bitte nicht ernst, wir haben das nur so total überzogen dargestellt um die Einschaltquoten und damit unseren Geldbeutel aufzubessern“

    Kurzum: Armes deutsches Fernsehen.

    Jetzt hab ich auch Kopfschmerzen…

  48. Folge 57 „Eingeklemmt im Bettkasten“

    Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll.

    Da läß doch der grichische Sanitäter nach dem Einsatz die Notärztin mal eben schnell im im Krankenhaus und fährt den RTW alleine zurück zur Wache. (so weit so gut)
    Dabei telefoniert er (gutes Vorbild) mit der Blinden Telefonistin in der Leitstelle die daraufhin einen Gyros bestellt.
    Auffällig ist, daß der Grieche mit eingeschaltetem Blaulicht vom Krankenhaus zur Wache fährt. (Leerfahrt)
    Ich fahre morgens auch immer nach Dienstbeginn mit Blaulicht zum Bäcker, drängle mich vor und sage den Leuten, ich hätte es eilig.
    Bitte – Bitte – Bitte, RTL, überlegt wenigstens ein bischen, was Ihr da sendet.

    Ich würde mich freuen, wenn auch mal ein verantwortlicher von RTL in diese Kritik mit einsteigen würde.

  49. 112-FAN schrieb am 17. Oktober 2008 um 15:36 Uhr:

    […] UND IN WAHRHEIT WÜRDSTE MA GERN STEFFI ODA JUDITH FI[Edit: Entschärft] NAJA DEIN […]

    Und Jenny, Anna und Doreen auch. Gerne. Wenigstens die Frauen können sich sehen lassen. Kleiner Ausgleich zum Rest-Schrott.

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