Schattenspringer² – Per Anhalter durch die Pubertät!

Die neue Graphic Novel von Daniela Schreiter erscheint am 20. Juli 2015.

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Die Berliner Autorin, Illustratorin und Comic-Zeichnerin Daniela Schreiter ist Asperger-Autistin. In ihrer im Jahr 2014 erschienenen Debüt-Graphic Novel Schattenspringer – Wie es ist, anders zu sein erzählte sie von ihrer Kindheit und Jugend mit den Unbilden, die der ganz „normale“ Alltag für ein Kind mit Asperger-Syndrom bereithält. Sie schuf damit ein bemerkenswertes Buch, das aufklärt, unterhält und berührt. Im Jahr 2014 wurde der Comic-Band zu einem beachteten und viel gelobten Bestseller, der sich inzwischen in der 4. Auflage (!) befindet und unter anderem auf Platz 5 der Comic des Jahres-Liste des Berliner Tagesspiegels gewählt wurde. Am 20. Juli 2015 erscheint nun Schattenspringer² – Per Anhalter durch die Pubertät.

Die neue Graphic Novel knüpft genau am Ende des ersten Buches an: Daniela Scheiter beschreibt die nächste Stufe ihres Lebens, unter anderem die an und für sich schon schwierige Phase der Pubertät, die für Asperger-Autisten eine noch größere Herausforderung, mit noch mehr Irrungen und Wirrungen, darstellt. Außerdem kommt sie in der autobiografischen Erzählung auch zu dem Punkt ihres Lebens, an dem sie die Diagnose Asperger bekam, und stellt dar, wie sie damit umging und wie sich dadurch die Welt für sie veränderte. Natürlich sind die Episoden wieder mit dem ihr eigenen, wundervollen Witz geschrieben und gezeichnet, sodass neben den aufklärenden Elementen auch das Lesevergnügen, das Band 1 zu solchem Erfolg verhalf, nicht zu kurz kommt.

Daniela Schreiter wurde im wilden Berlin der 1980er Jahre geboren und erforscht seit jeher mit Stift und Papier die Welt um sich herum. Mit vier Jahren zeichnete sie ihren ersten Comic und ist seit dem Studium als Illustratorin und Comic-Zeichnerin tätig. Seit ihrer Diagnose wollte sie der Welt vermitteln, wie es ist, als Autistin zu leben, zu sehen und zu fühlen. Da Wörter allein dafür einfach nie ausgereicht haben, entschied sie sich für das Medium Comic und mit ihren Schattenspringer-Büchern gelang es ihr, eine authentische, liebevolle, verständliche und enorm unterhaltende Darstellung ihres Lebens als Asperger-Autistin zu schaffen.

Schattenspringer² – Per Anhalter durch die Pubertät kommt offiziell am 20. Juli auf den Markt – leicht verspätet gegenüber der Ankündigung in der Panini Vorschau, da aufgrund der erfreulich hohen Nachfrage kurzfristig die Auflage des Bandes erhöht wurde, was zu einer längeren Produktionszeit führte. Die ersten Vorab-Exemplare für die Presse können aber bereits jetzt angefordert werden.

SCHATTENSPRINGER² – PER ANHALTER DURCH DIE PUBERTÄT
HC l 160 Seiten (schwarz-weiß mit 16 Farbseiten) l 19,99 Euro l ISBN: 978-3-95798-308-4 l Ab 20. Juli im Handel!
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SCHATTENSPRINGER – WIE ES IST, ANDERS ZU SEIN
HC l 160 Seiten (schwarz-weiß mit 16 Farbseiten) l 19,99 Euro l ISBN: 978-3-86201-950-2 l Bereits im Handel!
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Quelle: Panini Comics

Titeländerung Asterix-Band 36: Der Papyrus des Cäsar

Die Situation gab es bei Asterix schon einmal: Der Band, der korrekt übersetzt eigentlich den Titel „Rose und Schwert“ („La Rose et le Glaive“) tragen müsste, durfte in Deutschland nicht so heißen, weil es schon ein literarisches Werk mit diesem Titel gab. Also einigte man sich auf den deutschen Titel „Asterix und Maestria“.

Mit dem neuen Band 36, der am 22. Oktober erscheinen soll, ist nun etwas ähnliches passiert. Der Band trägt im Original den Titel „Le Papyrus de César“, auf Deutsch sollte er „Cäsars Geheimnis“ heißen. Nun stellte sich heraus: das geht aus rechtlichen Gründen nicht, denn es gibt schon ein Buch, das so genannt wurde. Egmont Ehapa hat nun verkündet, dass der deutsche Titel geändert und damit an den Originaltitel angepasst wird. Band 36 wird „Der Papyrus des Cäsar“ heißen.

Neues von Batman: Game, Comic und Batman-Tag!

Das Finale der Arkham-Videogame-Trilogie erscheint morgen und am 26. September ist Batman-Tag

 

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Morgen geht offiziell das neue und von den Fans heiß erwartete Game Batman: Arkham Knight an den Start. Die ersten Tests und Besprechungen lassen bereits wieder ein großartiges Daddel-Vergnügen erwarten, das sich hinter den Vorgängern Batman: Arkham Asylum und Batman: Arkham City nicht verstecken muss. Die erzählerische Lücke zwischen dem letzten Spiel und dem neuen Handlungsstrang wird mit einem fulminanten Comic aufgefüllt, der am 21. Juli auf den Markt kommt – Fans des Dunklen Ritters und der Batman-Games sollten sich das Erscheinungsdatum des Batman: Arkham Knight-Comics also schon mal fett mit einem Fledermaus-Symbol im Kalender markieren, ebenso wie den Batman-Tag am 26. September.

Im neuen Game, in das die Entwickler von Rocksteady wieder alles Herzblut und ihr ganzes Können hineingesteckt haben, steht Superschurke Scarecrow im Mittelpunkt. Mit einer Weiterentwicklung seines Angstgases bedroht er ganz Gotham. Wie schon in den Vorgängerspielen ist es neben der Action und der atemberaubenden Grafik vor allem das Setting, das zu begeistern weiß. Auch in Batman: Arkham Knight gibt es wieder so viel in den Straßen von Gotham zu entdecken, zu erleben und zu erledigen, dass man kaum zum Hauptgeschehen zurückkehren möchte (mehr Infos zum Game und Tailer gibt es auf der offiziellen Website.

Im Comic werden die Geschehnisse erklärt, die dazu führten, dass die Panik-Vogelscheuche nun der oberste Gangsterboss von Gotham ist: Der Joker ist tot und Arkham City geschlossen. Für Gotham bricht ein neues Zeitalter an, und Bruce Wayne fragt sich, ob seine Stadt nach wie vor einen Dunklen Ritter braucht. Aber wie es in der Hauptstadt des Verbrechens nun mal so ist, lassen neue Bösewichte nicht lange auf sich warten – darunter auch der mysteriöse Arkham Knight, der es ganz gezielt auf Batman abgesehen hat … Für Fans des Games ist der Band nicht nur aufgrund der Story interessant, sondern auch, weil jeder Comic einen Code enthält, mit dem man sich im Spiel einen exklusiven Batman-Skin freischalten kann.

Die Arkham Knight-Saga ist nur eines der Batman-Highlights, die uns in diesem Jahr begleiten und schließlich, im Frühjahr 2016, im Kino-Blockbuster Superman vs. Batman gipfeln werden. Unter anderem wird es in diesem Jahr den 1. Internationalen Batman-Tag geben. Nach dem sensationellen Erfolg des Panini-Batman-Tags zum 75. Geburtstag des Dunklen Ritters im letzten Jahr hat sich Panini in diesem Jahr entschlossen, am international durchgeführten Batman-Tag, der am 26. September 2015 stattfindet, teilzunehmen und zusammen mit den Händlern für viele Battraktionen zu sorgen. Unter anderem wird ein exklusiver Batman-Comic produziert, den es an diesem Tag gratis im Comic-Fachhandel geben wird. Mehr Infos zum Batman-Tag 2015 und den geplanten Aktionen, gibt es in Kürze auf www.paninicomics.de.

„Batman: Arkham Knight“ kann hier bestellt werden.
„Batman: Arkham Knight – die Vorgeschichte als Comic“ kann hier vorbestellt werden.

Quelle: Panini Comics

Panini-Übersetzer erhalten den Kurd-Laßwitz-Preis

Jürgen Zahn und Justin Aardvark erhalten die Auszeichnung für William Shakespeares Star Wars: Fürwahr, eine neue Hoffnung!

Der Prolog:
CHOR

Der Bürgerkrieg ist wild im Gange schon,
Als der Rebellen kleines Schiff erbeutet
Die Pläne einer mächt’gen Kampfstation,
Die für die Freiheit Unheil nur bedeutet.
Im Kampfgetümmel die Rebellen stahlen
Die Pläne dieser Waffe stark und groß.
Erst später wird enthüllt die Kraft der Strahlen,

Wenn ein’n Planet trifft schnell der Todesstoß!
Prinzessin Leia flieht, verfolgt von Scharen,
Ihr kleines Schiff ist jetzt bewegungslos.
Zu überbringen trotz der grausigen Gefahren,
Die Botschaft einer neuen Hoffnung groß.
In lang vergangner Zeit beginnt das Stück,
In unglücksel’ger Sternenwelt weit, weit entrückt.

(Chor geht ab.)

– SHAKESPEARES STAR WARS: FÜRWAHR, EINE NEUE HOFFNUNG

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Erstmals erhält in diesem Jahr ein Panini-Übersetzer-Duo den Kurd Laßwitz Preis für die beste Übersetzung eines SF-Werkes. Jürgen Zahn und sein Co-Übersetzer Justin Aardvark werden für ihre Übersetzung des beim Panini Verlag erschienenen Bandes William Shakespeares Star Wars: Fürwahr, eine neue Hoffnung! ausgezeichnet.

Der US-Amerikaner Ian Doescher schrieb die Story von Star Wars – Episode IV: A New Hope (Eine neue Hoffnung) in eine Blankvers-Version nach Shakespeare’schem Vorbild, mit dem Titel Verily A New Hope um. Ein in jeder Hinsicht einzigartiges Werk, das Fans der Sternen-Saga, Freunde klassischer Schreibkunst und Literaturwissenschaftler in gleichem Maße beeindruckt und begeistert. Die deutsche Fassung Fürwahr, eine neue Hoffnung ist bei Panini erschienen und steht dem Original in Sachen sprachlicher Finesse in nichts nach, wie nun auch die Auszeichnug mit dem renommierten Übersetzer-Preis beweist.

Sorgfältig, literatur- und sprachwissenschaftlich fundiert haben die Übersetzer Justin Aardvark und Jürgen Zahn – beide Shakespeare- und Star Wars-Kenner in englischer wie deutscher Sprache – das US-Original ins Deutsche übersetzt. Wobei es „übertragen“ wohl besser trifft, denn sie mussten dabei einige Klippen umschiffen, die jedem Übersetzer elisabethanischer Dramen Probleme bereiten. Zum Beispiel, dass in der englischen Sprache wesentlich mehr einsilbige Wörter existieren als in der deutschen, oder, dass sich viele Sprachspiele nicht übersetzen lassen, und nicht zuletzt die Frage, ob man dem „weiblichen“ oder dem „männlichen“ Verschluss den Vorrang geben soll (in diesem Zusammenhang interessant, aufschlußreich und unbedingt lesenswert ist auch das Nachwort von Jürgen Zahn zum Übertragungsprozess).

Das Buch, das im Übrigen von den Star Wars-Lizenzhaltern ganz offiziell abgesegnet wurde, beginnt mit einem Prolog im Weltall, der den Leser mit Hyperantrieb in eine völlig fremde Welt katapultiert und ihn dann bis zur letzten Seite durch seine schiere Sprachgewalt bannt und erfeut.
Derzeit arbeiten die beiden Übersetzer an der Fortsetzung des SciFi-Epos im klassischen Gewand, die im Herbst 2015 erscheinen soll.

„William Shakespeares Star Wars: Fürwahr eine neue Hoffnung“ kann unter anderem hier bestellt werden!

Quelle: Panini Comics

50 Jahre Idefix – „Asterix – Tour de France“ als limitierte Sonderausgabe zum Jubiläum ab 26. Juni 2015 im Handel!

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Vor 50 Jahren erschien die Erstauflage des Asterix-Albums Tour de France. Dort taucht auch ein kleiner weißer Hund mit schwarzen Schwanz- und Ohrenspitzen das erste Mal auf und wird schnell zum Liebling der Leser, von denen er in einem Wettbewerb den Namen Idefix erhält. Fortan begleitet die niedliche Spürnase jedes Abenteuer der beiden Gallier Asterix und Obelix als treuer Gefährte.
Anlässlich der beiden Jubiläen erscheint am 26. Juni 2015 der Band Asterix – Tour de France bei Egmont Ehapa Media (Softcover, 6,50 Euro) als limitierte Sonderausgabe mit 16 redaktionellen Seiten mehr. Erhältlich im Handel und im Ehapa Shop: http://www.ehapa-shop.de/asterix-6-sonderausgabe

Asterix und Obelix schließen eine Wette mit dem römischen Generalinspektor Lucius Nichtsalsverdrus ab und unternehmen eine dem berühmten Radrennen nachempfundene Reise durch Gallien. Von jeder Etappe wollen sie eine gallische Spezialität mitbringen und Nichtsalsverdrus auf einem Bankett servieren – doch beim Festmahl erhält er eine besondere Spezialität des Dorfes… und Obelix bemerkt nun endlich den kleinen Hund, der ihm die ganze Zeit gefolgt ist.

Quelle: Egmont Ehapa Verlag

JURASSIC WORLD

(c) Universal Pictures
(c) Universal Pictures

Nun ist es also wieder so weit… die Dinos kommen. Am 11. Juni startete die Fortsetzung des Jurassic-Park-Franchise unter dem Titel „Jurassic World“. Was erwartet den Zuschauer?

Die Handlung

22 Jahre sind seit den Ereignissen im „Jurassic Park“ auf der Isla Nublar vergangen. Während John Hammond mittlerweile gestorben ist, lebt seine Idee weiter. Und wie: auf Nublar wurde der neue Freizeitpark „Jurassic World“ gebaut und eröffnet. Doch die Leiterin des Projekts, Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) sieht sich mit den gleichen Problemen konfrontiert wie jeder Themenpark: Die Zuschauer wollen neue Attraktionen. Mittlerweile wurden aber so ziemlich alle bekannten Saurierarten zu Land, zu Wasser und in der Luft in den Park aufgenommen. Was kann man also noch bieten? Nun ja, man könnte doch einfach einen neuen Dino erschaffen. Erfahrung hat man ja: Schon bei den ursprünglichen Exemplaren im „Jurassic Park“ wurde Teile der Gensequenz durch Gene anderer Tiere ersetzt. Wenn man hier statt irgendwelchen Tieren einfach andere Dinosaurier nimmt, hat man einen Hybriden und damit eine neue Art geschaffen. Und damit ist der Indominus Rex geboren. Als Claire dem Geldgeber und Initiator von „Jurassic World“, dem Multimillionär Simon Masrani (Irrfan Khan), die neue Attraktion zeigt, ist dieser überaus skeptisch. Indominus hat nicht nur die Sicherheitsanlagen seines Geheges schwer beschädigt, sondern auch noch seine eigene genetische Schwester gefressen. Masrani verlangt, dass der im Park angestellte Ex-Soldat und Tierbetreuer Owen Grady (Chris Pratt) das Gehege inspizieren soll, ob es wirklich sicher genug ist.

Das kommt für Claire ziemlich ungelegen. Nicht nur teilt sie mit Grady eine Art „Beinahe-Beziehung“, es kommen auch noch ihre beiden Neffen Gray (Ty Simpkins) und Zach Mitchell (Nick Robinson) zu Besuch. Sie sollen eine schöne Woche auf der Insel verbringen, während ihre Eltern heimlich den Hauptteil ihrer Scheidung über die Bühne bringen wollen.

Grady wird indessen von dem schmierigen InGen-Angestellten Vic Hoskins (Vincent D’Onofrino) in Beschlag genommen. Grady ist es gelungen, ein Rudel von Velociraptoren zu bändigen, dass sie auf seine Kommandos hören. Das passt zu einem Projekt, das Hoskins heimlich mit dem DNS-Techniker Henry Wu (BD Wong, einziger Charakter und Schauspieler, der aus dem Originalfilm stammt) betreibt.

Während Claires Neffen von einer überforderten Assistentin durch den Park geschleust werden, sieht sich Grady das Gehege vom Indominus an. Doch er scheint zu spät zu kommen: Die Infrarotabtaster können den Dinosaurier im ganzen Gehege nicht entdecken. Außerdem deuten Kratzspuren darauf hin, dass er die Mauer hochgeklettert ist und sein Gehege verlassen hat.

Auf der Insel halten sich über 20.000 Menschen auf. Claire muss den Notfallplan anlaufen lassen…

Kritik

Möglicherweise liest das jemand, der den Film noch nicht gesehen hat und dem ich auch nicht sämtliche Wendungen der Handlung verraten möchte. Ich halte daher diesen Teil der Kritik – wie man so schön sagt – „Spoilerfrei“. Damit jene, die es wissen wollen, meine Andeutungen aber verstehen, werde ich hier und da Sternchen („*“) anbringen, die zu Fußnoten mit weiteren Erläuterungen gehören. Und in diesen Erläuterungen werde ich genauer ins Detail gehen. Wer sich also die Spannung nicht verderben will, der liest nur den Artikel selbst, aber nicht seine Fußnoten.

Was mir nicht gefallen hat
Ich möchte zunächst mal das behandeln, was mir negativ an dem Film aufgefallen ist, damit es abgehandelt ist. Zum einen gibt es da einen Handlungsstrang, der nicht ganz beendet wird und – wenn die Verkaufszahlen es zulassen – für eine mögliche Fortsetzung zum Tragen kommen könnte.* Ja, so wie dieser Handlungsstrang behandelt wird, schreit es förmlich nach einer Fortsetzung. Dadurch wird das Gefüge des Films etwas unrund.
Zum zweiten wird in die Handlung schon wieder eine Spielberg-typische Familiengeschichte eingearbeitet. Nicht genug damit, dass man zwei Teenager in die Handlung reinschreiben musste, die mitten in das Getümmel gestürzt werden, was ja schon eine Kopie von Tim und Lex aus „Jurassic Park“ ist. Nein, auch ihre Hintergrundgeschichte ist faktisch gleich: Hammond sagt in „Jurassic Park“, dass seine Enkel (eben Tim und Lex) den Park aus der Perspektive des jungen Publikums testen sollen, aber er erzählt auch, dass ihre Eltern sich scheiden lassen. Für „Jurassic World“ wird die Geschichte nur noch etwas breiter ausgewalzt, außerdem dürfen wir die Eltern diesmal kennenlernen. In dem Film gibt es viele Anspielungen auf „Jurassic Park“, aber diese Sache ist einfach nur ein Abklatsch. Noch dazu läuft das ganze auf den „Spielberg-Schmalz“ heraus, die Familie muss zusammenhalten und so weiter. Eine andere Lösung gibt es offenbar nicht.
Zum dritten fehlt die Botschaft über die Natur. Zwar werden hier und da kritische Anmerkungen gemacht, aber eine gesamtkritische Betrachtung des „Mensch spielt Gott“, das in „Jurassic Park“ vor allem durch Ian Malcolm zum Ausdruck gebracht wurde, fehlt völlig. Dabei wäre gerade die Handlung des Films eine Steilvorlage dafür gewesen, immerhin werden hier nicht einfach „nur“ ausgestorbene Lebewesen wieder erschaffen, sondern auch Lebewesen neu kreiert, die es zuvor noch gar nicht gegeben hat.

Jenes, von dem ich nicht weiß, was ich davon halten soll
Ja, und dann gibt es noch diese Sache, die mich etwas ratlos zurückließ. Regisseur Colin Trevorrow erzählte in einem Interview, dass die Figuren am Anfang des Films absichtlich stereotyp daher kommen, um sich im Verlauf der Handlung zu entwickeln. Ich möchte noch hinzufügen: Jene Figuren, die sich nicht entwickeln, werden gefressen – mit je einer Ausnahme in die eine und in die andere Richtung.** Das Problem ist nur, dass einige der Figuren so stereotyp rüberkommen, dass man ihnen geradezu wünscht, von einem Dinosaurier gefressen zu werden. Zum Beispiel ist der ältere von Claires Neffen ein geradezu nervtötendes Exemplar von frühpubertierendem „Null-Bock-auf-gar-nichts“-Teenager, der mit allem flirtet, was auch nur ansatzweise zwei X-Chromosomen besitzt, während zu Hause seine Freundin auf seine Rückkehr wartet. Und als ihm sein kleiner Bruder unter Tränen erzählt, dass er die Briefe von den Anwälten gesehen hat und dass die Eltern sich heimlich scheiden lassen wollen, da benimmt sich der ältere wie der T-Rex im Porzellanladen, gerade so, als würde ihn das alles nicht berühren.
Bei Claire kommt es zu… na ja, einer Merkwürdigkeit: Als sie erklärt, dass sie Owen Grady auf der Suche nach ihren Neffen begleiten möchte, entgegnet er, dass sie in ihrem Businessdress und in „diesen Schuhen“ (sie trägt High Heels) nicht in den Urwald passt. Darauf zieht sie ihr Jacket aus und bindet das Shirt hoch, dass es nicht zu locker liegt – behält aber die Schuhe, also das, was sie am schnellen Rennen hindert, bis zum Schluss an. Kein Wunder, dass der Indominus ständig dicht an ihr dran ist.

Was mir gefallen hat
Eigentlich das meiste vom Film. Die Handlung nimmt sich Zeit, auf den Punkt hinzuarbeiten, den man bei dem Film erwartet: der Ausbruch des Indominus Rex. Die Katastrophe entwickelt sich dann Stück für Stück, es gibt Überraschungen und Wendungen, die sich aufbauen zu einem Finale, das man so nicht erwartet hätte. Die Auseinandersetzungen mit den Dinosauriern sind temporeich und wirken nicht ausgewalzt. Die vielen Anspielungen auf „Jurassic Park“ tun ihr übriges dazu. Manchmal kommen sie zwar rüber wie „Fanservice“, aber ich bin ein Fan, und das hat mir sehr gefallen. Bis auf die Sache mit den Teenagern wirken die Anspielungen auch nicht wie ein Abklatsch.
Auch die vielen neuen Ideen haben mir sehr gut gefallen, besonders der Gedanke, den „Jurassic Park“ tatsächlich laufen zu sehen, wenn auch unter anderem Namen. Es war eine gute Eingebung, dass man hier nicht einfach einen Reboot gemacht hat, wie das heutzutage ja gern mal mit einem Franchise getan wird.
Der Park ist dabei ein Themenpark, wie man ihn kennt, mit Sponsoren und allem, was dazu gehört. Und ein kleiner interessanter Fakt am Rande: In einem der Trailer sehen wir die Statue von John Hammond groß im Bild. Diese Statue sehen wir im Film zwar auch, aber eigentlich immer nur im Hintergrund.

Mit den Schauspielern hat man eine gute Crew zusammengestellt. Am bekanntesten in Deutschland dürften Chris Pratt („Guardians of the Galaxy“) und Vincent D’Onofrino („Men in Black“, „Criminal Intent“ und „Full Metal Jacket“ – hier als „Private Paula“) sein. In einer Nebenrolle ist Omar Sy zu sehen, der sich hierzulande durch seine Darstellung in „Ziemlich beste Freunde“ einen Namen gemacht hat.

In einer anderen Rezension habe ich eine Anmerkung gelesen, die darauf rausläuft, der Film tue so, als habe die Handlung von „Lost World“ und „Jurassic Park III“ nicht stattgefunden. Das kann man so absolut nicht behaupten. „Jurassic World“ bezieht sich zwar nur auf „Jurassic Park“, aber nur weil die Ereignisse in den anderen beiden Filmen, oder auch die Isla Sorna, wo sie stattfinden, nicht erwähnt werden, heißt das noch lange nicht, dass damit Teil 2 und 3 der Reihe ungeschehen gemacht werden. An manchen Stellen bleibt der Film etwas vage, so erklärt Masrani beispielsweise, er habe den Park aufgebaut, weil John Hammond ihm seinen „letzten Wunsch“ anvertraut hätte – und das hätte auch nach Teil 2 sein können. Überhaupt wäre es interessant, den genauen Wortlaut  dieses Wunsches zu erfahren, denn nach den Ereignissen auf der Isla Nublar (und später der Isla Sorna) war Hammond ja gar nicht mehr so begeistert von der Idee vom „Dino-Park“. Ein bisschen ist das so, wie wenn man darüber nachdenkt, ob Walt Disney wohl mit allem einverstanden wäre, was die Disney-Company heute so macht.

Eine Sache noch: Der Film hat eine FSK-Freigabe ab 12 Jahren, aber es geht ganz schön zur Sache. Zwar sieht man nicht immer alles, aber manches, was man sieht, ist grausam genug.

Fazit

Ein kurzweiliger Actionfilm mit einer Menge neuer Ideen, von denen manche noch etwas besser hätten ausgearbeitet werden können. Er reicht zwar nicht ganz an den ersten Film heran, ist aber ein würdiger Nachfolger.

Am Schluss noch ein kleines bisschen Bildung: „indominus“ bedeutet übersetzt so viel wie „unzähmbar“. Was Owen Grady in der einen Szene an dem Namen zum Lachen findet, bleibt wohl sein Geheimnis.

Und nun heißt es: Abwarten. Gerüchteweise soll „Jurassic World“ nur der erste Teil einer neuen Trilogie sein. Dazu müssen aber zuallererst die Zuschauerzahlen stimmen. Und ob die Autoren tatsächlich den Weg weitergehen, den sie hier schon vorgezeichnet haben, sehen wir dann.

 

 

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ACHTUNG! AB HIER SPOILER!

* = Hierbei geht es darum, dass Vic Hoskins trainierbare Dinosaurier als Waffen für die Armee entwickeln will. Hoskins stirbt zwar im Verlauf des Films, aber Henry Wu, der Genetiker, der das Labor und den Park aufgebaut hat, entkommt der Insel im Hubschrauber mit tiefgekühlten Dino-Embryonen. Was dann passiert, darüber lässt uns der Film im Unklaren. „Jurassic Army“ oder „Jurassic Military“ als Fortsetzung sind also möglich.

** = Bei diesen Figuren handelt es sich um Doktor Henry Wu und Claires Assistentin. Wie schon in der vorigen Fußnote erwähnt entkommt Wu der Katastrophe auf der Insel im Hubschrauber, bevor die Dinosaurier das DNS-Labor erreichen. Er macht keine Entwicklung durch, im Gegenteil, er ist berauscht von der Macht, neue Lebewesen zu erschaffen. Claires Assistentin ist am Anfang des Films ziemlich nervig, aber als die Katastrophe über das Besucherzentrum hereinbricht, will sie Claires Neffen einfach nur in Sicherheit bringen. Dabei wird sie von einem Flugsaurier geschnappt

JURASSIC PARK III

Ich schrieb in meiner letzten Rezension schon davon, dass erfolgreiche Filme es so mit sich bringen, dass es eine Fortsetzung gibt. Manchmal gibt es aber auch eine Fortsetzung der Fortsetzung…

Die Handlung

Die Isla Sorna (aus „Jurassic Park 2“) ist zum Sperrgebiet erklärt worden, was aber manche Veranstalter nicht davon abhält, Kurzbesuche auf der Insel anzubieten. Wie zum Beispiel „Dino-Soar“, wo man am Gleitschirm hängend die Dinowelt von oben betrachten kann. Bei einem Gleitschirmflug kommt es allerdings zu einem Zwischenfall.

Allan Grant, der noch immer als Paläontologe arbeitet, während seine Ex-Freundin Ellie Sattler einen anderen geheiratet und ein Kind gekriegt hat, wird von dem Ehepaar Kirby angesprochen. Sie wollen, dass Grant sie auf einem Überflug über die Isla Sorna begleitet, sozusagen als „Reiseführer vom Fach“. Als Gegenleistung werden sie genug Geld spenden, um damit seine Forschungsarbeiten die nächsten Jahre zu unterstützen. Auf dem Flug nach Costa Rica stellt sich allerdings heraus, dass an der Geschichte einiges nicht stimmt. Grant wird bewusstlos geschlagen und als er wieder aufwacht, ist der Flieger auf der Insel gelandet. Die Kirbys suchen nach ihrem Sohn Eric, er ist seit dem Zwischenfall mit dem Gleitschirmflieger auf der Insel verschollen. Grant soll sie auf der Insel führen, damit sie Eric wiederfinden können. Doch da muss Grant die beiden enttäuschen: Er war nie auf der Isla Sorna, er kennt nur die Isla Nublar. Und er rät, möglichst schnell wieder abzufliegen, doch das wird verhindert von einem Spinosaurus, der das Flugzeug zerstört. Die Kirbys, Allan und dessen Assistent Billy müssen sich nun zur Küste durchschlagen und mit einem Satelittentelefon um Hilfe rufen. Dabei treffen sie auf Eric, aber auch hauf jede Menge Dinosaurier…

Der Roman

Ja, es gibt / gab tatsächlich einen Roman zu diesem Film. Dieser ist allerdings nicht von Michael Crichton, sondern von Scott Ciencin und erschien nicht vor, sondern anlässlich des Films. Er schrieb es nach dem Drehbuch von Peter Buchman, Alexander Payne und Jim Taylor.

Und damit erschöpft sich mein Wissen darüber. Ich habe das Buch nie gelesen, obwohl das vermutlich ganz interessant gewesen wäre wegen einzelner Passagen. Zu diesen Passagen komme ich aber noch explizit bei der Filmrezension.

Also, offen und ehrlich: Ich weiß nicht, ob der Roman gut oder schlecht ist.

Der Film

„Jurassic Park“ trifft „Rudis Resterampe“ – so könnte man diese Kritik überschreiben. Tatsächlich wurden für den Film einzelene Szenen verwendet, die aus dem ursprünglichen „Jurassic Park“-Roman stammen, aber aus Zeitgründen nicht in den Film aufgenommen wurden. Ich habe die Flußfahrt und den Kuppelkäfig mit den Flugsauriern ja in der Rezension zu „Jurassic Park“ schon erwähnt. Und diese Passagen würden mich auch im Buch zu „Jurassic Park III“ interessieren, einfach nur, um sie mit Crichtons Orignalbeschreibung zu vergleichen.

Was kann man vom Rest des Films sagen? Na ja, er ist ein Mordspektakel, mehr aber auch nicht. Sicher, die Kehrtwende, als sich herausstellt, dass die Kirbys gar nicht so reich sind, wie sie behaupten, ist originell, aber ab dem Punkt schleift die Handlung arg. Auch wenn wir endlich die „verlorenen Szenen“ aus Crichtons erstem Buch zu sehen bekommen, das macht es einfach nicht wett. Eben ein Spektakel, man muss es nicht unbedingt gesehen haben. Noch dazu, da der Film einen der schlimmsten Beiträge zum Jurassic-Park-Universum macht: Offenbar haben sich Grand und Sattler nach dem ersten Film irgendwann getrennt und Ellie hat jemand anderen geheiratet. Es ist zwar schön (und für Filme ein bisschen ungewöhnlich) zu sehen, dass Allan und Ellie sich weiterhin gut verstehen, aber damit wird der Handlungsbogen aus „Jurassic Park“, dass Allan „kinderfreundlicher“ wird, im Nachhinein überflüssig gemacht.

Bleibt noch zu erwähnen: Nicht nur basiert dieser Film nicht auf einem Konzept von Michael Crichton und nicht auf einem Drehbuch von David Koepp, Regie wurde auch nicht von Steven Spielberg geführt, sondern von Joe Johnston und die Musik stammt nicht von John Williams, sondern von Don Davis.

Fazit: Muss man nicht gesehen haben.

Aber die Geschicht vom Jurassic Park ist noch nicht beendet…

VERGESSENE WELT: JURASSIC PARK 2 – Roman und Film

Große Filmerfolge haben es so an sich, dass eine Fortsetzung folgt. So war es auch bei „Jurassic Park“. Innerhalb relativ kurzer Zeit gab es einen zweiten Roman und schließlich auch einen zweiten Film.

Die Handlung

Kann ich hier nicht einfach so abhandeln, denn tatsächlich unterscheiden sich Film und Buch sehr stark. Deswegen gleich weiter zu:

Der Roman: Vergessene Welt – Jurassic Park II von Michael Crichton

Zuerst einmal möchte ich meine Empörung darüber ausdrücken, dass es von „Vergessene Welt“ aktuell keine neue Auflage gibt. Das hat der Roman nicht verdient.

Dem aufmerksamen Leser wird auffallen, dass auf dem Cover von „Dino Park“ noch stand „Verfilmt von Steven Spielberg“, während es bei „Vergessene Welt“ heißt: „Die Vorlage zum Film von Steven Spielberg“. Der Drehbuchautor David Koepp hat das Drehbuch zum Film ohne Michael Crichton verfasst und sich nur sehr grob an der Handlung orientiert.

Ian Malcolm ist wieder da und hält Vorträge auf einer Konferenz in Santa Fé. Dort trifft er auf einen reichen Paläontologen namens Richard Levine. Dieser ist besessen von der Idee einer „vergessenen Welt“, wie sie Sir Arthur Conan Doyle in seinem gleichnamigen Roman beschrieben hat: Eine Gegend, in der Dinosaurier bis heute überlebt haben sollen. Tatsächlich stößt er auf Spuren von noch lebenden Dinos und folgt ihnen. Allerdings hat er nicht überlebende Dinos aus der Urzeit gefunden, sondern „Anlage B“ von InGen: die Isla Sorna, auf der ebenfalls Dinosaurier für den Jurassic Park geklont wurden. Nachdem die Pläne vom Jurassic Park fehlgeschlagen sind und das Militär von Puerto Rico die Isla Nublar in Grund und Boden bombardiert hat, ist InGen Pleite gegangen und hat Anlage B sich selbst überlassen. Doch die Dinosaurier dort haben überlebt. Levine macht sich auf den Weg dorthin und verschwindet. Schüler von ihm nehmen Kontakt mit Malcolm auf und er, die Schüler und die Zoologin Sarah Harding begeben sich ebenfalls zur Isla Sorna, um ihn zu retten. Das stellt sich – natürlich – als nicht besonders einfach heraus, insbesondere als plötzlich Jäger auf Sorna auftauchen: Mitarbeiter von InGens Konkurrenzfirma Biosyn, die ein paar Dinos einfangen wollen – für ihren eigenen „Jurassic Park“…

Für diesen Roman musste Crichton eine – wie ich es in der letzten Rezension genannt habe – kleine „Schwammigkeit“ überwinden: den Tod von Ian Malcolm in „Jurassic Park“. Doch da hatte er Glück: Während er den Tod von John Hammond noch sehr bildlich beschrieben hatte und diesen daher im neuen Roman auf gar keinen Fall mehr auftauchen lassen konnte, war das bei Malcolm nicht der Fall. Der Leser erlebt Malcolm zuletzt in einer Szene, als er noch lebt. Seinen Tod bekommt der Leser nicht direkt mit, es berichten nur andere Figuren davon.

[Muldoon:] „… Hammond hatte einen Unfall. Haben ihn an dem Hügel in der Nähe seines Bungalows gefunden. Ist wahrscheinlich hingefallen.“
„Ist er in Ordnung?“, fragte Grant.
„Nein. Die Compys haben ihn sich geschnappt.“
„Was ist mit Malcolm?“
Muldoon schüttelte den Kopf.

Michael Crichton: „Jurassic Park“ – aus dem Kapitel „Vor Anbruch der Nacht“

Am Schluss wird noch davon berichtet, dass die Regierung von Costa Rica weder für Hammond noch für Malcolm eine Beerdigung abhalten will, sondern die Leichen beschlagnahmt hat. In „Vergessene Welt“ taucht Malcolm wieder auf und meint sarkastisch, die Nachrichten zu seinem Tod seien verfrüht gewesen, er sei lediglich „ein bisschen tot gewesen“.

Die Idee, dass jemand die Anlage B auf Isla Sorna entdeckt, weil er nach überlebenden Dinosauriern sucht und dabei Exemplare findet, die von der Isla Nublar entkommen sind, gibt der Geschichte einen neuen, erfrischenden Ansatz. Auf der anderen Seite ist es etwas schwierig, sich vorzustellen, dass Malcolm ausgerechnet Levine, mit dem er sich meistens streitet, auf die Isla Sorna folgt, vor allem, da er ja weiß, wie gefährlich das sein wird. Dennoch hat Crichton eine sehr gute Fortsetzung seines eigenen Werks geschaffen, die es wert wäre, auch heute noch gelesen zu werden. Wenn es sie denn noch regulär zu kaufen gäbe.

Der Film: The Lost World – Jurassic Park II

Ein reiches Ehepaar und deren Tochter landen mit ihrer Jacht an einem Strand einer Insel irgendwo vor der Küste von Costa Rica. Das Mädchen wird dabei von kleinen Dinosauriern („Compys“) angegriffen. Der Zwischenfall ruft zwei sich entgegen stehende Kräfte in der Firma InGen auf den Plan: John Hammond, der sich nach den Erlebnissen im „Jurassic Park“ ganz dem Naturschutz verschrieben hat, und ein Bündnis von Investoren, die InGen vor der Pleite retten wollen, indem sie das Projekt „Jurassic Park“ doch noch durchziehen.

Hammond nimmt Kontakt zu Ian Malcolm auf und erzählt ihm von Anlage B. Auf der Isla Sorna wurden Dinosaurier geklont, um sie später zur Isla Nublar zu bringen. Doch seitdem beide Inseln zu Sperrgebiet erklärt wurden, sind die Dinosaurier sich selbst überlassen und haben sich in ihrem neuen Habität eingerichtet. Hammond will das unbedingt so lassen. Deswegen soll ein Team auf die Isla Sorna fahren und von den dort lebenden Dinos berichten, damit sich die öffentliche Meinung gegen die Pläne von InGen stellt. Malcolm ist zunächst nicht davon begeistert, doch als er erfährt, dass seine Freundin Sarah Harding bereits nach Sorna gereist ist, will er sie unbedingt zurückholen. Seine Tochter Kelly versteckt sich als blinde Passagierin in dem Wohnwagen, den Hammond mitschickt und landet so ebenfalls auf der Insel.

Dort angekommen kommt es natürlich zu einer Reihe von Zwischenfällen, die darin gipfeln, dass das Jagdteam von InGen, angeführt von dem Jäger Roland Tembo, auf der Isla Sorna landet und damit beginnt, Dinosaurier zu fangen. Sie sind bestimmt für einen Dino-Zoo in San Diego…

Der Film lässt gegenüber seinem Vorgänger etwas nach, was vor allem dem Handlungsbruch gegen Ende geschuldet ist: Das Jagdteam und Malcolm, seine Tochter und Harding werden abgeholt, man erwartet schon, dass der Abspann beginnt, doch dann geht die Handlung plötzlich weiter: die InGen-Jäger haben einen T-Rex und sein Junges gefangen und bringen die beiden mit dem Schiff nach San Diego, wo sich die nächste Katastrophe abspielt. Hier steckt auch einer der dicksten Fehler in der Handlung, der dadurch zustande kam, dass das Drehbuch geändert wurde: das Schiff, das den T-Rex nach San Diego bringt, rast steuerlos auf die Küste zu, weil die Besatzung tot ist. Doch wer hat sie getötet? Der T-Rex ist immer noch im Frachtraum eingesperrt (er entkommt erst, als ein unvorsichtiger Wachmann die Ladeluke öffnet, weil er nachsehen will, ob alles in Ordnung ist). Mal ganz davon abgesehen hängt die abgetrennte Hand des Steuermanns noch am Steuer des Schiffes. Wie soll ein T-Rex in so eine enge Kabine kommen, um jemand so exakt zu fressen, dass seine Hand am Steuer zurückbleibt? Die Antwort: Ursprünglich sollten auch ein paar Velociraptoren mit an Bord des Schiffes sein. Die wurden jedoch gestrichen, und so blieb die Logiklücke.

Trotzdem ist der Film ein nettes Spektakel, er enthält ein paar spannende Momente und die Momente, in denen man sich an den Kopf greifen muss, sind zum Glück nicht zu häufig. Der Film ist zwar nicht so gut wie sein Vorgänger, stürzt aber auch nicht total ab. Dennoch ist der Roman besser.

Aber die Geschichte vom Jurassic Park geht noch weiter…

 

Goodbye, CSI – Alles hat ein Ende

So finge es an - und nun endet es... (c) CBS
So fing es an – und nun endet es… (c) CBS

CBS hat endgültig den Sendetermin für die letzte Episode der Erfolgsserie „CSI“ (deutsch „CSI – Den Tätern auf der Spur“, mittlerweile „CSI: Vegas“) bestätigt. Dass die Serie abgesetzt wird, wurde bereits Anfang Mai verkündet. Im Gegensatz zu den Ablegern „CSI: Miami“ und „CSI: NY“ ist es dem Original vergönnt, ein richtiges Finale zu bekommen. Die Episode soll zwei Stunden lang werden, außerdem sollen William Petersen als Gil Grissom und Marge Helgenberger als Catherine Willows zurückkehren. Beide hatten die Serie in ihrem Verlauf verlassen. Ausstrahlungstermin für das Finale in den USA ist der 27. September 2015. Diese, die 15. Staffel, kommt damit auf 18 Episoden plus den Film. Die Serie besteht im Ganzen aus 335 Folgen.

Ted Danson, der bei „CSI“ mittlerweile die Hauptrolle spielt, wird zum neuen Serienableger „CSI Cyber“ wechseln. Die Ableger „CSI: Miami“ und „CSI: NY“ hatten keine wirkliche Schlussepisode, sondern wurden einfach nach der zehnten bzw. neunten Staffel eingestellt.

JURASSIC PARK – Roman und Film

In dieser Woche kommt der neue Film um das „Jurassic-Park-Franchise“ in die Kinos: „Jurassic World“. Eine gute Gelegenheit, nochmal zurück zu blicken auf die Bücher und Filme, die das alles begründet haben. Den Anfang bildet natürlich das erste Werk: „Jurassic Park“ von Michael Crichton und der Film von Steven Spielberg. J-P hat sich der technischen Aspekte des Films bereits zweimal angenommen (JURASSIC PARK 3D und Jurassic Park 3D/2D), deswegen möchte ich hier auf die neu bearbeitete 3D-Fassung nicht so sehr eingehen.

Die Handlung

Der Millionär John Hammond hat für die Firma InGen einen Durchbruch in der Dinosaurierforschung geschafft: Er hat prähistorische Moskitos, die in Bernstein eingeschlossen waren, untersuchen lassen. Einige dieser Moskitos enthielten Dinosaurierblut, das sehr gut konserviert war. Aus der DNS dieses Blutes ist es seinen Forschern schließlich gelungen, lebende Dinosaurier zu klonen. Diese Dinos sollen der Öffentlichkeit in einer Art Zoo präsentiert werden. Dieser Zoo liegt auf der Isla Nublar, einer Insel, die dem Festland von Puerto Rico vorgelagert ist. Dummerweise kommt es beim Transport eines Dinosauriers zu einer Panne, ein Mitarbeiter wird schwer verletzt und stirbt. Das bringt die Geldgeber des Projekts in Aufruhr und sie verlangen, dass unabhängige Experten den Park für „sicher“ erklären sollen, ansonsten ziehen sie ihr Geld raus aus der Unternehmung. Hammond sucht sich als Experten die Wissenschaftler Alan Grant, einen Paläontologen, und seine Kollegin Ellie Sattler, eine Paläobiologin, aus und lässt sie auf die Insel bringen. Sein Anwalt Donald Gennaro hingegen engangiert den Chaostheoretiker Ian Malcolm. Zudem kommen auch noch Hammonds Enkelkinder Tim und Lex mit auf die Reise, sie sollen die „Kindertauglichkeit“ des Parks testen. Die Ankömmlinge sind zunächst begeistert, doch sie beschleichen immer mehr Zweifel. Immerhin hat die Welt seit 65 Millionen Jahren keine Dinosaurier mehr gesehen. Hammond wischt jedoch alle Zweifel weg, obwohl sicher gerade Malcolm von dieser Arroganz entsetzt zeigt. Schließlich gehen Grand, Sattler, Malcom, Tim und Lex auf eine „Probetour“ mit automatischen Jeeps, während sich ein Sturm der Insel nähert. Doch niemand ahnt, dass der Computerspezialist Dennis Nedry ob seiner geringen Bezahlung eine Abmachung mit der Konkurrenz getroffen hat: Er stiehlt Dinosaurier-Embryonen und erspart denen damit Jahre der Forschung. Um das zu bewerkstelligen und hinterher durch den Park flüchten zu können, muss er allerdings das Sicherheitssytem der elektrischen Zäune deaktivieren, die eigentlich dazu gedacht sind, die Dinos in ihren Gehegen zu halten. Und gerade als die Tour-Fahrzeuge vor dem Gehege des Tyrannosaurus Rex angekommen sind, bricht dieser aus. Aus der Tour wird ein Wettlauf um Leben und Tod…

Der Roman: Jurassic Park [vormals „Dino Park“] von Michael Crichton

Das Buch hieß im Deutschen ursprünglich „Dino Park“, was an dem Problem lag, den Begriff „Jurassic Park“ griffig und korrekt zu übersetzen. Wörtlich bedeutet es „Jura-Park“ nach dem Zeitalter „Jura“, dem die Kreidezeit folgte. Allerdings wäre dieser Buchtitel ziemlich missverständlich gewesen. Also einigte man sich im Deutschen auf „Dino Park“. Nach der Verfilmung wurde zunächst auf dem Cover der Hinweis angebracht: „Verfilmt von Steven Spielberg als ‚Jurassic Park'“, in den neueren Auflagen änderte man den Titel ganz.

Auch wenn es nicht das erste Mal ist, dass Michael Crichton etwas in einem Freizeitpark schiefgehen lässt (zuvor tat er das schon in „Westworld“), hat er für diesen Roman doch ganz neue Ansätze gefunden. Vor allen Dingen die Methode, wie man Dinosaurier klonen kann, war extrem innovativ. Natürlich muss Crichton sich selbst bei dieser relativ realistischen Methode einige Freiheiten nehmen, da natürlich erst einmal ein Moskito gefunden werden müsste, der wirklich Dinosaurierblut enthält, dem Konzept tut das aber keinen Abbruch.

Die Botschaft ist auch ziemlich klar: Der Mensch muss vorsichtig sein, wenn er mit der Natur herumspielt und vor allen Dingen denkt, alle Vorgänge jederzeit kontrollieren zu können. Beide Sicherungsmethoden, die die Forscher einsetzen – es sind nur weibliche Dinosaurier, damit sie sich nicht fortpflanzen können, und außerdem brauchen sie eine Zufütterung des Enzyms Lysin, da sie sonst sterben -, werden durch natürlich Vorgänge ausgehebelt. Und als Nedry das Sicherheitssystem des Parks deaktiviert, ist das Chaos perfekt.

Crichton hat einen sehr spannenden Roman geschrieben, bei dem sich die nachdenklichen Teile (vor allem geliefert durch Ian Malcolm) mit den Spannungselementen gut die Waage halten. Das Ende des Romans ist etwas düster gehalten, aber dafür sehr realistisch.

Der Film: Jurassic Park

Die Handlung ist – natürlich – die gleiche wie im Roman, allerdings mit ein paar Abweichungen und Streichungen. So fallen zum Beispiel Grants Flußfahrt auf der Flucht mit den Kindern und die Begegnung mit ein paar fliegenden Dinos in einem riesigen, kuppelartigen Käfig der Schere zum Opfer, da der Film sonst zu lang geworden wäre.

Tim und Lex wurden altersmäßig getauscht. Im Buch ist Lex die Jüngere und Tim der Ältere. Dadurch, dass aus Lex ein Teenager wird, kommt es zu ein paar lustigen Szenen mit Allan Grant, in den sie sich „verschossen“ zu haben scheint. Außerdem ist sie es, die in einer Schlüsselszene im Computersystem des Parks nach den Sicherheitssystemen sucht.

Ab hier: ACHTUNG! SPOILER! Außerdem sterben ein paar andere Leute, als im Buch. John Hammond überlebt den Film, obwohl er im Buch seiner eigenen Schöpfung zum Opfer fällt. Was Ian Malcolm betrifft, da gibt es ein paar schwammige Dinge (mehr dazu in der Rezension zur Fortsetzung „Vergessene Welt – Jurassic Park 2“). Und der Anwalt Donald Gennaro, der im Film vom T-Rex von der Toilette geholt wird, überlebt im Buch. Spielberg kann offenbar Anwälte nicht leiden (respektive Drehbuch-Co-Autor David Koepp). SPOILER ENDE!

Spielbergs Film ist technisch gesehen eine gelungene Mischung aus (damals relativ neuen) Computereffekten und Animatronic bzw. Kostümen. Beispielsweise wurden sämtliche Nahaufnahmen mit dem T-Rex mit einem mechanischen Dinosaurier gemacht (hier sticht vor allem die Szene heraus, als Lex mit einem Handscheinwerfer nach draußen leuchtet und das Auge des T-Rex mit einer Verengung der Pupille reagiert), alle Aufnahmen aus der Ferne entstanden am Computer.

Fazit

Der Roman entstand 1990, der Film 1993, doch beide haben dem Lauf der Zeit standgehalten. Das Buch ist immer noch spannend und der Film kann sich, auch was die Effekte betrifft, immer noch mit modernen Filmen messen. Und auch die Konvertierung in 3D ist sehenswert, wie J-P in seinen Rezensionen bemerkt – und ich auch nur bestätigen kann. Die 3D-Fassung sieht tatsächlich so aus, als sei der Film schon immer in 3D gewesen.

Doch die Geschichte vom Jurassic Park ist damit noch nicht beendet…