YPS mit Gimmick Nr. 1267: Der YPS-Zauberkasten

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Und wieder einmal wurde „zurück zu den Wurzeln“ gegangen, zumindest was das Gimmick dieser YPS-Ausgabe betrifft…

Das Titelbild

Das Titelbild ist wieder so gestaltet, wie viele Titelbilder seit dem Neustart, mit viel Text. Das Känguruh Yps in der Mitte ist im Zeichenstil gehalten, wie er in den Anfängen des klassischen YPS üblich war. Yps schaut aus einem Zylinder, was uns das Thema der Ausgabe verrät: Magie.

Das Gimmick

Viele von uns hatten in Kindheit und Jugend einen so genannten „Zauberkasten“, mit dem kleine magische Kunststücke möglich waren. YPS holt ein bisschen davon zurück, mit diesem Zauberkasten sind „mindestens 7 verblüffende Tricks“ möglich. Nostalgie pur!

Das Heft: Die Artikel

Das Vorwort erwähnt das Jubiläum: 2015 wurde YPS 40 Jahre alt. Und deshalb – und aufgrund des großen Erfolgs der Neuauflage – ändern sich ein paar Dinge, das Heftformat und der Abstand, in dem neue Hefte erscheinen. Ja, ab 2015 wurde von vierteljährlich auf zweimonatlich umgestellt. Das bedeutet: 6 neue YPS-Hefte pro Jahr!

Die ersten Seiten des Heftes sind den Lesern gewidmet: Mit der Arte-Dokumentation „YPS – Eine kommunistische Erfindung?“, den Leserbriefen und dem Extra-Blatt.

Moderne Magie greift noch einmal das Thema des Gimmicks auf: Zauberkunststücke. Dabei geht es auch um sehr moderne Tricks, die unter anderem mit Hilfe von Smartphones durchgeführt werden.

Fakten gibt es in diesem Heft gleich zweimal: Erst mit einer Doppelseite über Dinge, die wir (vielleicht) vorher noch nicht wussten, dann mit einer Doppel-Doppelseite über Dinge, die wir zu wissen glaubten, die aber gar nicht stimmen.

Unter dem Titel Niveau? Weshalb? wird uns die Band „Deichkind“ vorgestellt und ein Interview mit Frontman Porky geführt.

Der Blick in die Zukunft zeigt uns Fortbewegungsmittel der Zukunft, illustriert mit einem Bild aus „Zurück in die Zukunft“.

Eine weitere Doppelseite zeigt uns den Smart als Kleinstwagen, und zwar im Miniaturwunderland.

Natürlich darf die Rubrik Neue Gimmicks nicht fehlen, mit Gimmicks, die zu groß, zu aufwändig oder schlicht zu teuer wären, um sie dem YPS-Heft beizulegen.

Für den Artikel Goldfinger besucht ein Reporter einen Goldsucher, der in Deutschland unterwegs ist.

Auf die Nuss! macht mit einem Bild von Scrat aus „Ice Age“ auf. Eigentlich geht es in dem Artikel um Bäume, aber ich muss bei Scrat immer an einem Notfallsanitäter-Kurs und die Ansage „Halt die Nuss!“ denken*.

Du bist, was Du isst ist ein Artikel, in dem es (Überraschung!) ums Essen geht. Es wird gezeigt, wie man kreativ das Auge mitessen lassen kann.

Gestern & Heute bietet wieder Nostalgie, unter anderem mit „Treets“ – kennt die noch wer?

„Prinzessin!“, oder besser gesagt „Excu-u-use me, Princess!“ ist ein Ausruf von Link aus der „Legend of Zelda“-Spielreihe. Das Heft widmet der Reihe einen Artikel.

Alles auf Grün ist ein Interview mit erwachsenen Bobby-Car-Wettfahrern. Ernsthaft!

Hör mal! ist wieder ein nostalgischer Artikel, es geht um alte Hörspiele, ihren Erfolg und ihre Sprecher.

Das Heft: Die Comics

Auch in diesem Heft gibt es wieder einen Mix aus neu und alt: Martin Tazl schreibt neue Abenteuer für Yps + Co, diesmal mit Gaststar Guido Maria Kretschmer, für das Gimmick gibt es einen Comic aus Heft 638 und einen weiteren aus 759. Yinni + Yan dürfen ein Abenteuer aus Heft 83 („Im Tal der Drachen“) nochmal erleben, und auch Gries, Gram + Grimm zeigen Erlebnisse von früher (Heft 404). Pif & Hercules erleben allerdings ein neues Abenteuer, passend zum Gimmick heißt es „Der magische Pinsel“. Ritter Gerfried präsentiert wiederum eine Wiederholung (aus Heft 135: „Der Schlossgeist“), bevor die Spaßkanonen Michael Holtschulte und Dorthe Landschulz mit ihren Ein-Bild-Witzen das Heft beschließen. Und die letzte Seite hat neben dem ÜPS-Humor auch noch die Ankündigung für das nächste Heft im Mai 2015.

YPS mit Gimmick Nr. 1267: Die Zusammenfassung

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber das Heft ist vom Mix her wieder sehr gelungen. Einziger etwas negativer Punkt: Bei den Comics sind sehr viele Wiederholungen dabei, da hätte vielleicht etwas mehr neues gut getan. Aber ansonsten gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Nachdem also 2015 beschlossen wurde, die Frequenz an neuen Ausgaben zu steigern, war ich gespannt, ob die Redaktion das Niveau würde halten können, wenn sie eine verkürzte Vorbereitungszeit hatte.


*= „Halt die Nuss!“, also „Halt den Kopf des Patienten fest!“ ist eine wichtige Anweisung bei einen Traumapatienten an den Kollegen des Notfallsanitäters. Der Kopf eines Patienten muss stabilisiert werden, bis man weiß, ob die Halswirbelsäule mit betroffen ist oder nicht.

9. Januar 1804: Heinrich von Kleists Erstlingswerk „Die Familie Schroffenstein“ wird in Graz uraufgeführt

Die Familie Schroffenstein ist Heinrich von Kleists Erstlingswerk. Die Tragödie ist 1803 anonym erschienen und wurde am 9. Januar 1804 im Nationaltheater in Graz uraufgeführt.

Kleist schrieb das Stück in Paris und auf der Scherzliginsel in der Aare in Thun in der Schweiz. Er reiste mit seiner Schwester über Dresden nach Paris, um sich dann für ein einfaches Leben als Bauer in Thun zu entscheiden; ein Projekt, das er kurz darauf wieder aufgab. In dieser Zeit arbeitete er sowohl an seinem Debüt Die Familie Schroffenstein als auch an Robert Guiskard, Herzog der Normänner und Der zerbrochene Krug. Das Stück sollte ursprünglich den Titel Die Familie Thierrez tragen und in Frankreich spielen, dann änderte Kleist den Schauplatz um in Spanien (unter dem Titel Die Familie Ghonorez). Der endgültige Ort der Handlung, das mittelalterliche Schwaben, wurde Kleist von Ludwig Wieland (1777–1819), dem Sohn Christoph Martin Wielands, angeraten.

Als ein literarisches Vorbild diente die Tragödie Romeo and Juliet (1597) von William Shakespeare. Kleist arbeitet mehrmals Stoffe berühmter Vorlagen um. Oder er misst sich erkennbar an großen Vorbildern, so in seinen Erzählungen etwa an Giovanni Boccaccio und Miguel de Cervantes. Das gilt auch für sein Drama Amphitryon. Ein Lustspiel nach Molière nennt die Grundlage schon im Titel, während Robert Guiskard sich sogar an die antike Tragödiendichtung (mit antikem Chor etwa) anlehnt. Kleist, der einem aristokratischen Milieu entstammt, will an diesen Vorbildern seine Tendenz zum Wettstreit beginnen.

Der Ort der Handlung ist das mittelalterliche Schwaben. Die Familie Schroffenstein ist eine zerrissene Familie, die seit langer Zeit verfeindet ist und aufgeteilt in zwei Häusern lebt, die nach ihren Stammsitzen in Rossitz und Warwand getrennt sind. Doch die beiden Zweige sind aneinander gekettet durch einen altüberlieferten Erbvertrag: Stirbt ein Zweig aus, so erbt der andere dessen Besitztümer. Daher herrscht tiefes Misstrauen und Abneigung zwischen den Häusern. Die Handlung setzt im ersten Akt damit ein, dass die Rossitzer um den Sarg des jüngsten Sohnes Peter stehen. Dieser wurde tot und verstümmelt gefunden (sein kleiner Finger an der linken Hand fehlt); neben ihm standen zwei Männer der Warwander mit blutigem Messer. Rupert lässt seine Frau und seinen Sohn Ottokar auf das Abendmahl schwören, am gesamten Mörderhaus Sylvesters Rache zu nehmen. Dieser Schwur bindet die Rossitzer, die Warwander Linie auszurotten, denn diese scheinen offenbar die Auftraggeber für den Mord gewesen zu sein. Doch Ottokar liebt Agnes, die Tochter Sylvesters. Sie versuchen, die Familien zu versöhnen, ähnlich wie Jeronimo, der Onkel Ottokars. Jeronimo leistet eine Detektivarbeit im Stück und versucht den Mord an Peter aufzudecken. Doch erst Ottokar entdeckt, dass Peter beim Spielen ertrunken ist und der Finger von Ursula abgetrennt wurde für einen Zaubertrank, den sie brauen will. Agnes und Ottokar, die sich in einer Höhle im Gebirge treffen, entschließen sich, die Kleider zu tauschen und so Agnes vor Rupert zu schützen, der herannaht um Rache zu üben. Doch die beiden laufen getrennt voneinander jeweils ihren eigenen Eltern in die Arme – Ottokar, als Agnes verkleidet, wird von seinem Vater Rupert erstochen, Agnes von ihrem Vater Sylvester, der glaubt, dass es sich bei der Person, die sich über den toten Körper seiner vermeintlichen Tochter beugt, um deren Mörder handelt. Über die Leichen ihrer Kinder versöhnen sich die Patriarchen wieder.


Quelle: Wikipedia, Artikel „Die Familie Schroffenstein
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