STAR COMMAND läuft ab sofort auf WordPress 3.0

Puh, und was war das für ein Kampf… am Anfang schien alles gut zu gehen, bis plötzlich dieser „error 500 internal server error“ auftauchte und gar nichts mehr ging. Eine kleine Suche war nötig, doch dann wurde des Rätsels Lösung gefunden, die zwar für WP 2.8 konzipiert wurde, hier aber auch funktioniert hat.

Falls also jemand da draußen auch Probleme hat mit einem „error 500“, nachdem er auf WP 3.0 aufgerüstet hat, das Aufspielen einer .htaccess mit dem Inhalt, der in diesem Forumsbeitrag hier erklärt wird, brachte Abhilfe. Warum auch immer. Aber egal, Hauptsache, es funktioniert.

Eine kleine peinliche Selbstreferenz zum heutigen Tag

Manchmal muss man zu seinen Fehlern stehen… letztes Jahr um die Zeit haben wir das 20jährige Jubiläum unseres Projekts gefeiert. Genauer gesagt, wir hatten den 13. Mai als Jubeltag ausgemacht.

Leider war das ein Irrtum. Vor kurzem haben wir Aufzeichnungen entdeckt, nach denen es nicht der 13. Mai 1987, sondern der 18. Mai 1987 war, an dem wir uns das erste Mal zusammenfanden. Das hat immerhin einen positiven Nebeneffekt, denn wir hatten letztes Jahr aus Zeitgründen die kleine Feier zum 20jährigen nicht am 13., sondern am 18. Mai abgehalten (weil es ein Samstag war). Ohne es zu wissen, haben wir diese also am richtigen Termin abgehalten. Aber heute und in Zukunft wollen wir den 18. Mai festhalten (und die Angaben auf der Hintergrund-Seite dieses Blogs werden noch korrigiert).

Und jetzt bitte weitergehen. Es gibt hier nichts mehr zu sehen…

STAR COMMAND Communiqué Nr. 2

Online-Version des Newsletters vom Phantastischen Projekt

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

es hat lange gedauert, aber heute präsentieren wir die nächste Ausgabe des „Star Command Communiqué“. Es gibt einiges anzukündigen und einiges aufzuholen. Und es lohnt sich, Abonnent des „Communiqué“ zu sein, zu bleiben oder zu werden. Doch dazu später mehr.

 

Kommen wir zunächst zu den Themen, die in der Zeit seit dem letzten „Communiqué“ aufkamen. An erster Stelle muss hier der Beitrag genannt werden, der erklärt, warum die Arbeiten am „Phantastischen Projekt“ zwischen November und Ende Dezember fast stillstanden:

Gedanken auf dem Friedhof – Ende und Anfang…

 

Dass uns der Mythos, um den es im „Herrn der Ringe“ geht, uns auch heute noch immer wieder begegnet, davon handelt dieser Beitrag:

„Gib mir den Ring!“ – Tendenzielle Berichte, Vorratsdatenspeicherung und Klimaschutz

 

Über eine fast schon vergessene Serie, die nun endlich auch in Deutsch auf DVD zu haben ist, wird hier berichtet:

seaQuest DSV – Jetzt taucht sie wieder!

 

„Es gibt keine einfachen Lösungen für sehr komplizierte Probleme. Man muss den Faden geduldig entwirren, damit er nicht reißt.“ – Warum dieser Spruch für das „Phantastische Projekt“ als Motto für das neue Jahr 2008 gewählt wurde, erklärt möglicherweise das hier.

Einfache Lösungen für sehr komplizierte Probleme

 

Einen kritischen Blick auf die zur Jahreswende ausgstrahlten Folgen der „CSI“-Serien wirft diesr Bericht:

CSI: Ein Blick auf die vergangenen Wochen

 

Ach ja – und da war doch noch die Sendung, die keiner anschaut, aber jeder kennt. Ein Seitenblick auf…

„Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“

 

Die Freunde der kleinen Parabeln, die im „Communiqué“ immer wieder mal veröffentlicht werden, können sich freuen: es gibt eine neue, die vom Besuch von drei kleinen Geistern handelt:

Armselig, Jämmerlich und Mitleiderregend

 

Gewollt und nicht gekonnt: „Das iTeam“, die deutsche Version des englischen „The IT Crowd“ konnte nicht überzeugen und wurde noch vor Erreichen der dritten von sechs Folgen von SAT 1 wieder aus dem Programm gekippt. Über das Debakel hier ein Bericht:

Das iTeam – Aus die Maus!

 

Thorsten Reimnitz hat einen Lieblingsautor – Douglas Adams. Er zitiert ihn auch gern, wie man in diesem Gedankenspiel über Religionskritiker Richard Dawkins sehen kann:

Richard Dawkins, Oolon Coluphid und der arme Babelfisch

 

Abgesetzt? Nein, nur vom Termin her verschoben. „Doctor Who“ gibt sich die Ehre im deutschen Fernsehen. Über den Zeitwanderer von Gallifrey und die Lieblingsepisode „The Happiness Patrol“ von Thorsten Reimnitz schreibt dieser hier:

Doctor Who – Doctor Who – Doktor… wer?

 

Am 10. Februar 2008 starb Roy Scheider. Hier ein kurzer Nachruf:

Roy Scheider gestorben

 

Eine leicht satirische Kurzgeschichte um den zeitreisenden Doktor finden Sie hier:

Doctor Who: Zeit und der PROSIEBEN-Mahlstrom

 

Einen Ausblick darauf, wie sich das „Phantastische Projekt“ weiter entwickeln wird, gibt dieser Beitrag, der erklärt, warum im Blog zukünftig auch fiktive Berichte zu finden sein werden – und woran man sie erkennt:

Der 15. März: Ein Ausblick

 

Last but not least (Shakespeare): Ein neuer Schreiber gesellt sich zum Team. Seinen ersten Eintrag widmet auch er dem Theam „Science Fiction – wohin?“:

Neues vom Neuen

 

Und um bei Thema zu bleiben, kommen wir zurück zu den Worten, mit denen dieses Communiqué begann: Dass es sich lohnt, Abonnent desselben zu sein, zu werden oder zu bleiben. Wir haben ein paar Dinge, die dieses Jahr starten werden. Das inhaltlich geänderte Blog gehört mit dazu. Und auch neue Web-Romane. Aber alles zu seiner Zeit!

Damit aber niemand befürchten muss, er verpasst etwas, wird es anlässlich der Fed Con XVII, die vom 18. bis 20. April 2008 in Bonn stattfinden wird, einen kleinen Wettbewerb geben. Preise sind verschiedene Dinge zu den Themen, um denen es beim „Phantastischen Projekt“ so geht. Teilnahmebedigung: Man muss zum Zeitpunkt der Verlosungen (es werden mehrere sein) Abonnent des „Star Command Communiqué“ Newsletter sein (des Newsletters, wohlgemerkt, nicht des RSS-Feeds). Die genaueren Bedingungen des Wettbewerbs werden pünktlich zur Fed Con bekannt gegeben (und nein – die Redaktion des „Communiqués“ wird dort leider nicht vor Ort sein, aber wir lassen uns kompetent vertreten).

 

 

Das war es für heute, bis bald,

 

STAR COMMAND COMMUNIQUÉ

Redaktion

www.star-command.de

15. März: Ein Ausblick

ACHTUNG! Fiktion!

Wieder gibt es eine neue Stufe in der Entwicklung des „Phantastischen Projekts“. Man sieht sie sehr gut an dem Banner, das über diesem Beitrag steht. Was hat das zu bedeuten? Um den Lesern den Hintergrund des Universums zu vermitteln, in dem die Geschichten des „Phantastischen Projekts“ spielen, kamen wir auf die Idee, das Blog durch fiktive Beiträge zu ergänzen. Da diese Beiträge natürlich so geschrieben sind, als entsprächen sie der Realität, müssen diese besonders markiert werden. Der Banner, der über diesem Beitrag zu sehen ist, ist eine dieser Markierungen. Er ist groß und auffällig genug, so dass niemand mehr sagen kann, „ja, das habe ich ja nicht geahnt, dass dieser Beitrag, der mit dem 15. März 2433 datiert ist, Fiktion sein soll…“.

Die Idee kam uns, da in letzter Zeit verschiedene Artikel erschienen sind, die eine Art Abgesang auf das Genre „Science Fiction“ darstellten. Die „Science Fiction“, so der Tenor, ist wieder dort angekommen, wo sie mal herkam: in der Scham-Ecke. Man steht nicht mehr dazu, Science Fiction zu lesen. Und Frauen lesen sowas schon gleich gar nicht. Bestätigt wird das durch den Trend, nach dem Erfolg von „Herr der Ringe“ im Kino und der angedachten Verfilmung von „Der Hobbit“ vermehrt auf Fantasy zu setzen; seit Christopher Paolinis „Eragon“ haben manche Verlage sogar den besonderen Ehrgeiz entwickelt, mit noch jüngeren Schreibern aufzuwarten (jedenfalls erweckt die Werbung zur neuen Fantasy-Reihe „Calaspia“ diesen Eindruck).

Die Science Fiction hingegen, das bestätigt auch Andreas Eschbach („Das Jesus-Video“) in einem Interview, wird gerne wieder kaschiert. Romane oder Filme, die ganz eindeutig Science Fiction sind oder zumindest Elemente davon enthalten, werden als „Thriller“, „Action“ oder „Abenteuer“ angeboten. Natürlich sind die Grenzen da fließend, aber es wird immer bewusster darauf geachtet, den Begriff „SF“ aus einer Beschreibung fernzuhalten, auch wenn er eigentlich richtig wäre. Das Problem sind die Schubladen, derer sich Menschen nur zu gerne bedienen. Eine Redakteurin eines Radiosenders, die einmal einen Science-Fiction-Roman zu Rezensionszwecken erhielt, gab diesen ungelesen an eine Kollegin weiter, denn „sobald da Raumschiffe im Spiel sind, kriege ich das große Gähnen“. Dass es große Epen, Komödien, Abenteuerromane oder Thriller „mit Raumschiffen im Spiel“ gibt, war in dem Moment zweitrangig, respektive, es war der Redakteurin vermutlich nicht bewusst. Die Frage ist zudem, was verbinden die Menschen mit dem Bild „Raumschiff“? Das Raumschiff ist in der Science Fiction eigentlich nur ein Transportmittel, in den wenigsten Fällen spielt das Schiff selbst die Hauptrolle. Es geht eigentlich immer um die Menschen, die auf diesem Schiff leben und arbeiten. Es ist quasi das Gleiche wie eine Abenteuergeschichte im 16. Jahrhundert, die von Menschen auf einem Segelschiff handeln. Das Schiff ist nur das Transportmittel, mit dem die Menschen in dieser Geschichte ihr Ziel zu erreichen versuchen. Und nur weil die Geschichte statt in der Vergangen eben in der Zukunft spielt, braucht diese deswegen noch lange nicht langweilig zu sein. Man muss sich eben nur darauf einlassen.

Zum „Darauf einlassen“ gehört aber ein gewisses Hintergrundwissen. Da unsere Projekte X-1 und X-2 in der Zwischenzeit gut vorangekommen sind, kam der Gedanke auf, quasi „Nachrichten aus der Zukunft“ zu bringen. Wir wollen mit diesem Beitrag einsteigen, allerdings noch mit einer Geschichte im klassischen Sinn, um zu verdeutlichen, wie die Meldungen aussehen. Dazu bewegen wir uns 425 Jahre in die Zukunft…

… zum 15. März 2433. Der Ort, an dem wir uns befinden, ist der große Kuppelbau auf dem Jupiter-Mond Europa. Die große Versammlung, wie er auch genannt wird. Das Plenum der Regierungen der Planeten des Sonnensystems ist vollzählig versammelt. Dafür gibt es auch einen besonderen Grund, der Präsident der Planetaren Konföderation wird gleich sprechen.

Der Kuppelbau ist ein beeindruckender Ort, ein riesiges Rund, etwa hundert Meter im Durchmesser. Zentral in diesem Rund liegt das Rednerpult, damit man den Redner von allen Plätzen aus sehen kann, die sich rund um die Mitte auf mehreren Ebenen befinden. Das Pult befindet sich im Mittelpunkt eines etwa zehn Meter großen Kreises. Am Rand dieses Kreises sind die Verwaltungsplätze des Parlaments, der Präsident, Schriftführer, Übersetzer, alle diese Leute finden dort ihren Platz. Hinter ihnen beginnen die Ränge der Abgeordneten. Auf dem Boden des Kreises in der Mitte ist riesengroß das Wappen der Planetaren Konföderation aufgemalt. An den Wänden der fünfzig Meter in die Höhe ragenden Kuppel hängen die Wappen der Planeten des Sonnensystems. Oben, in der Mitte der Kuppel, befindet sich eine Galerie, die nur für besondere Anlässe genutzt wird. Zumeist sind dort Kameras aufgebaut, die das geschehen im Plenarsaal genau beobachten und aufzeichnen.

Nun betritt Präsident Richard d’Oridan den Raum. Aus Respekt vor ihm und dem Tag erheben sich die Abgeordneten von ihren Plätzen und stehen, bis der Präsident das Rednerpult erreicht hat. Dann setzen sie sich wieder.

„Geehrte Abgeordnete der großen Versammlung der Konföderation der Planeten“, begrüßt d’Oridan die Anwesenden mit voller und korrekter Anrede, „ich möchte Ihnen danken, dass Sie heute, an diesem Tag, so zahlreich erschienen sind. Der 15. März ist ein besonderes Datum, für uns, für mich als Terraner ganz besonders, für die Organisation, deren Vertreter wir darstellen, und letztlich auch für die Bewohner der Planeten unseres Systems. Auf meiner Heimatwelt ist es üblich, so genannte ‚runde‘ Jubiläumstage besonders zu begehen. Und dieses Jahr ist so ein ‚rundes‘ Jubiläum. Denn heute ist es auf den Tag genau 425 Jahre her, dass sich jene Organisation zusammenfand, die viele Jahre später den ersten interplanetaren Flug der Menschheit unternehmen und damit ein neues Zeitalter für die Erde und die anderen Planeten des Sonnensystems einleiten würde. Diese Menschen, die sich an einem Samstag des Jahres 2008 auf dem Planeten Erde versammelten, hatten keine Ahnung, welche weitreichende Folgen ihre Bestrebungen haben würden.“

Unterbrechen wir Präsident d’Oridan an dieser Stelle und kehren wir später zurück. Was ist das für ein Ereignis, von dem er spricht? Dazu müssen wir uns in die Gegenwart begeben – die fiktive Gegenwart des Jahres 2008…

…und um auch hier der Genauigkeit die Ehre zu geben, des 15. März 2008. Der Ort, an dem wir uns befinden, ist ein ehemaliges Fabrikgelände im Süden Deutschlands. Obwohl es die Bezeichnung „Fabrikgelände“ nicht so wirklich trifft. „Fabrik“ klingt nach großen Maschinen. Hier jedoch wurden bis vor einigen Jahren Präzisionsanalysegeräte hergestellt. Dann wurde, wie so oft, die Produktion nach woanders verlagert, wo es mehr Profit zu machen gab. Das Gebäude wurde immer mal wieder anderweitig genutzt und stand schließlich leer. Letztlich bot es sich jedoch an für die Konferenz, die hier stattfindet.

In einem der Konferenzräume des Gebäudes haben sich Menschen unterschiedlichster Nationen versammelt, Physiker, Astronomen, Astronauten und Abgesandte der verschiedenen Raumfahrtorganisationen der Erde. Vielen von ihnen ist der Satz „ich bin ein Terraner“ etwas Fremdes – sie sehen sich nicht als „Erdenmenschen“, sondern als Amerikaner, Russen, Chinesen… Letztlich jedoch mussten sie sich über diese Ressentiments hinwegsetzen, denn das Projekt, das sie in Angriff nehmen wollen, ist zu groß, als dass es nur eine Nation allein bewerkstelligen könnte: ein bemannter Flug zum Mars, dem Nachbarplanet der Erde.

Die Besprechung dauert nun schon Stunden. Die Nerven liegen teilweise blank. Möglichkeiten wurden diskutiert und über die technischen Details herrscht weitestgehend Einigkeit. Doch es hapert bei den menschlichen Details. Von welcher Nation soll der Astronaut sein, der als erster den Mars betritt? An der Frage entzünden sich wilde Diskussionen. Einem Außenstehenden mag das lächerlich vorkommen, da die Marsmission noch nicht einmal annähernd in realistischer Reichweite ist, und schon streitet man sich darum, wer als erster den Mars betreten darf. Aber so ist es – die Frage blockiert sogar den Vertrag, der eigentlich an diesem Tag unterschrieben werden soll, ein Vertrag zur Gründung einer gemeinsamen Organisation zur Erforschung des Weltraums, die als Koordinierungsstelle der Organisationen der einzelnen Länder dienen soll. Sogar auf einen Namen hat man sich schon geeinigt: I.A.S.O.N. – Interlateral Aeronautics and Space Organisation of the Nations. Doch die Frage nach dem ersten Mann (oder der ersten Frau) auf dem Mars spaltet das Gremium.

Endlich kommt ein Delegierter der deutschen Luft- und Raumfahrtbehörde mit einem neuen Vorschlag auf: neutrale Vermittler müssen eingesetzt werden! Er hat auch schon eine Idee, wer das sein könnte…

„…und dank der Vermittler, denen es gelang, in den Gründungsvertrag einen entsprechenden Passus einzufügen, der alle Nationen zufriedenstellte, konnte der Kontrakt von den Versammelten unterschrieben werden“, setzt Präsident d’Oridan seine Rede fort. „Damit war die Organisation gegründet, unter deren Obhut der erste Marsflug stattfinden sollte, allerdings erst Jahre später. Aber der erste Schritt war gemacht. Heute erscheint uns Menschen von der Erde der Streit, den man damals hatte, geradezu kindisch. Uns ist es gelungen, diese ganzen Kleinlichkeiten zu überwinden. Sehen Sie mich an, ich bin Franzose und ich liebe mein Land. Doch ich bin auch Terraner und als solcher allen Menschen meiner Heimatwelt verpflichtet.“

Der Präsident nimmt einen Schluck aus seinem Wasserglas, dann fährt er fort: „In der Planetaren Konföderation haben wir heute ganz ähnliche Probleme. Und die Geschichte meines Heimatplaneten zeigt, dass wir diese Probleme nicht über Nacht beseitigen können, und schon gar nicht mit Gewalt. Geduld, das ist das Gebot der Stunde. Bedenken Sie, geehrte Abgeordnete, doch einmal den Zeitraum. 425 Jahre hat es gedauert von diesem ersten Vertrag von I.A.S.O.N., bis zu dem Zeitpunkt, da ich heute hier vor Ihnen stehen und über eine Gemeinschaft sprechen kann, die mehrere Welten umfasst. Und angefangen hat alles wie immer mit einem kleinen Schritt. Natürlich hat keiner der damaligen Unterzeichner geahnt, was folgen wird, denn die Menschen der Erde hatten damals keine Kenntnis von der wahren Gestalt der Planeten unseres Sonnensystems. Aber rückblickend kann man es als den ersten Schritt zu dieser Konföderation betrachten. Lassen Sie uns also dies zum Vorbild nehmen, unsere Arbeit unvermindert und mit Bedacht fortzuführen. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit!“

Unter dem Applaus der Delegierten verlässt Präsident Richard d’Oridan das Rednerpult und begibt sich zu seinem Platz…

…während wir in die reale Gegenwart zurückkehren, die reale Gegenwart des 15. März 2008. Wir denken, das System ist mit diesem Beitrag klar geworden – Beiträge aus der fiktiven Gegenwart sind neben dem Banner unter dem Titel in roter Farbe geschrieben, während Beiträge der fiktiven Zukunft in grüner Farbe geschrieben sind. Alles andere bleibt in der Hauptfarbe schwarz. Und es sei nochmal darauf hingewiesen, dass diese Regel nur für Beiträge gilt, die den Eindruck erwecken könnten, real zu sein. Beiträge, die eindeutig Geschichten sind (wie zum Beispiel unter der Kategorie „Parabeln“ abgelegt), ändern sich ebenfalls nicht.

Und demnächst gibt es mehr zu Projekt X-1 und X-2…

Roy Scheider gestorben

Wie bekannt gegeben wurde, ist gestern der Schauspieler Roy Scheider im Alter von 75 Jahren an einer Staphylokokken-Infektion gestorben, die er sich im Verlauf einer Krebserkankung zugezogen hatte. Scheiders bekannteste Rolle dürfte der Polizist Martin Brody in Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ sein. Science-Fiction-Fans ist Scheider auch bekannt durch seine Rolle in „2o10 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“ und die Verkörperung von Captain Nathan Bridger in der Serie „seaQuest DSV“.

Mehr zu seinem Tod hier, eine komplette Biografie des Schauspielers findet sich hier.

Ein wenig Selbstrefenzielles

Neben der Absetzung einer guten Science-Fiction-Serie („Doctor Who“) hat der gestrige Tag – zumindest für unser Projekt – auch Gutes gesehen. Nachdem der glorreiche Initiator (Sorry, Thorsten, aber das musste einfach sein!) aus Tübingen zurückgekehrt war, wo er für eine Studentenarbeit Rede und Antwort stand (aber das soll er selbst erzählen), haben wir uns getroffen und den Stand der Dinge bei uns besprochen. Dem geneigten Beobachter (in Form von mir) konnte nicht entgehen, dass er wieder eine Menge neue (Neudeutsch) „Inputs“ gekriegt hat. Sowieso sieht es nach den letzten – nicht so guten – Wochen wieder etwas besser aus. Das Konzept von Projekt X-1 ist beachtlich angewachsen, Projekt X-2 hat auch zugenommen und es gab eine neue Rückmeldung für Projekt X-3 aus der südlichen Hemisphäre.

Ich wollte das nur mal gesagt haben. Danke für die Aufmerksamkeit.

Die Hessen und die Probleme mit den Wahlcomputern

Noch bevor die gestrige Landtagswahl in Hessen gelaufen war, kamen erste Berichte über Unregelmäßigkeiten auf. Äh… Moment mal bitte – Unregelmäßigkeiten? Das klingt ja fast so, als würde man über einen afrikanischen Staat berichten, der gerade die erste demokratische Wahl durchführt, und nicht über ein deutsches Bundesland. Aber ja, es ist passiert – in Deutschland im Jahr 2008. Im 21. Jahrhundert. Als handele es sich um ein ehemals kommunistisches Land, in dem eine Regierung verzweifelt an der Macht bleiben will, die sich ihrer Abwahl sicher ist, wurden, wie man bei netzpolitik.org und nightline nachlesen kann, Wahlbeobachter aus dem Wahllokal ausgesperrt und unter Androhung einer Strafanzeige wegen „Behinderung der Wahl“ (gibt es diesen Straftatsbestand überhaupt?). Nerdcore verweist auf ein Fotoalbum mit entsprechenden Bildern.

Aber was war passiert?

In Hessen sollten in einigen Bezirken Wahlcomputer statt Wahlzettel verwendet werden. Allerdings gab es zuvor schon Probleme mit diesen Geräten, zum einen ist nicht nachvollziehbar, wie die Wahl erfasst wird – womit Manipulationen Tür und Tor geöffnet sind -, zum anderen wurden die Geräte teilweise, wie der Chaos Computer Club in einer Pressemitteilung erklärt, vor der Wahl in Wohnungen von Privatpersonen abgestellt, was zumindest eine sehr fragwürdige Praxis ist, da Manipulationen auch hier nicht ausgeschlossen werden können. In der gleichen Mitteilung kommen auch Wahlleiter zu Wort, die die Computer früher bereits benutzten und davon wieder abgekommen sind. Der Aufwand sei größer, es gab keine Zeitersparnis bei der Auswertung und man habe generell „ein schlechtes Gefühl“ gehabt.

Der Versuch des Chaos Computer Club, die Wahlcomputer in Hessen generell verbieten zu lassen, war kurz vor der Wahl gescheitert (siehe Berichte hier). Jetzt, nach der Wahl, ist die Diskussion neu entbrannt und die Gegner der Computer haben noch mehr Argumente auf ihrer Seite. Aber auch das Verhalten einiger Wahlleiter spricht Bände: anstatt Beobachter einfach zuzulassen, um damit möglicherweise Zweifel zu zerstreuen, wurden diese als „Störer“ abklassifiziert und in einem Fall gar von einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes verfolgt, bis sie die Landkreisgrenze überschritten hatten.

Bei uns gibt es eine Tendenz, gern ein wenig hochnäsig in andere Länder zu blicken, wenn diese ihre ersten demokratischen Wahlen abhalten und Wahlbeobachter behindert werden. Nach diesen Berichten über die Hessen-Wahl muss man sagen: Wir haben dazu keinerlei Recht – wir haben erst mal vor unserer eigenen Tür zu kehren, damit die Abkürzung „BRD“ nicht eines Tages für „Bananen-Republik Deutschland“ steht.