Hate Speech als Zwei-Klassen-System

Wer Hass selbst heute im großen Maßstab erlebt – und das werden täglich mehr normale Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, die den Mund aufmachen – steht meist komplett alleine da. Das ist die Realität Deutschlands im Jahr 2017.

Gerald Hensel schreibt für Übermedien in dem Beitrag „Dunja Hayali und der kuratierte Hass“ über Hayalis Antwort an einen Troll, die groß in den Medien die Runde machte. Hayali wurde für ihre Antwort gefeiert, Hensel gibt jedoch zu bedenken, dass die meisten, die von Internet-Trollen mit Hate Speech belästigt (und mehr als belästigt) werden, ziemlich allein dastehen. Hayali steht schon in der breiten Öffentlichkeit und ihre Kollegen haben dafür gesorgt, dass noch mehr Öffentlichkeit erzeugt wird. Das meiste an Hate Speech bekommen aber Privatpersonen ab, die nicht die große Öffentlichkeit erreichen und mit (Mord-)Drohungen ziemlich allein dastehen.

Ein lesenswerter Beitrag, der das Weltbild wieder ein wenig zurecht rückt.

 

AMAZON-Bashing – mal ein paar andere Gedanken

Deutsche Schriftsteller sind sich sicher: AMAZON manipuliert die Ranglisten. Und woher wissen die das? Ein Beweis dafür wurde, soweit ich das mitgekriegt habe, nicht vorgelegt, stattdessen wird nun eine Aktion gestartet, ein offener Brief, den einige bekannte deutsche Autoren (als Kopie einer Aktion, die ursprünglich von amerikanischen Autoren gestartet wurde) mit unterzeichnet haben, darunter Günther Wallraff. Tenor: AMAZON ist das BÖSE! Mir ist diese Schwarz-Weiß-Malerei zu einfach, deswegen hier ein paar Links zu Gegengedanken:

Den Kritikern geht es nicht wirklich um das Produkt „Buch“, sondern um ein elitäres Vorrecht, dass sie seit der Erfindung des Buchdrucks immer wieder vehement verteidigen: zur einflussreichen Bildungs- und Kulturelite zu gehören.“
Brasch & Buch: „Na, heute schon Amazon gebasht?“

„Verlagsgruppen wie Bonnier sind in erster Linie Wirtschaftsunternehmen. Sie haben sich nicht der Förderung der Kultur verschrieben, sondern der Produktion gewinnversprechender Texte. Sie stellen Konsumgüter mit Aussicht auf ein wirtschaftliches Plus her. Zufällig (!) handelt es sich dabei um Bücher, und Bücher haben einen hohen emotionalen Wert.“
Erase and Rewind: „Moral und Gewinne: Amazon mal wieder“

Bei dem letzten Text möchte ich auch noch auf einen Kommentar in der Spalte darunter verweisen, in dem ein Kommentator, der offenbar mal in der Verlagsbranche gearbeitet hat, darauf hinweist, dass die Verlage um keinen deut anders handeln als Amazon selbst:

„Das sind mindestens so knallharte Herren, wie die von Amazon, wenn es um ihre Konditionen und – um die jährliche Rendite – geht. (…) Das sollte also bitte berücksichtigt werden, wenn sich ausgerechnet die Bonnier Gruppe als Lämmchen darzustellen versucht, das auf dem unmenschlichen Altar von Amazon geschlachtet werden soll.“
– Kommentator Vilber (den ganzen Kommentar siehe hier)

Der offene Brief soll kommende Woche veröffentlicht werden. Mal sehen, was dann noch folgt…

 

Fragen, die wir stellen müssen: Benedict Cumberbatch bezieht Stellung

Ich persönlich finde Benedict Cumberbatch einen tollen Schauspieler. Mit gefällt „Sherlock“ und mir gefällt seine Darstellung von Khan in „STAR TREK Into Darkness“. Doch nun hat er bei mir noch mehr Punkte gesammelt: Als er nach einem Drehtag auf die Straße tritt und auf die wartenden Reporter trifft, hält er Zettel in die Kameras, in denen er seine Ablehnung dessen, was die britische und amerikanische Regierung da treiben, zum Ausdruck bringt. Hier sind Tweets mit Bildern:

Irgendwie habe ich gerade einen Filmtitel im Kopf: „Sherlock Holmes gegen James Bond“…

Ein Satz im Internet: Die Antwort auf die Frage

Manchmal kommen einem ohne Vorwarnung Ideen. Manche mögen gut sein, andere nicht. Was ich von der hier halten soll, weiß ich noch nicht, aber ich probiere sie einfach mal aus, vielleicht wird eine Reihe draus: „Ein Satz im Internet“. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von mehr oder weniger aktuellen Artikeln, die mit einem Kernsatz dargestellt und verlinkt werden. Mal sehen, ob es so gut funktioniert wie ich mir das ausgedacht habe:

Da steigt er auf, der Testballon. Ich habe keine Ahnung, wie hoch er steigen wird oder ob die Ergebnisse, die er liefert, mir gefallen. Ich warte einfach mal ab. Vielleicht stürzt der Ballon ja auch ab.