Experiment mit Web 2.0

Was passiert eigentlich, wenn man einfach einen Blog-Beitrag schreibt, in dem ohne Sinn und Zusammenhang eine Reihe von Begriffen auftaucht, die gerade besonders gefragt sind bei Suchmaschinen oder bei so genannten „Social Bookmarkers“? Folgt eine Flut von Besuchern? Oder können die Maschinen den nicht gegebenen Zusammenhang erkennen? Keine Ahnung – und Grund, ein Experiment zu starten.
Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, also einen der unten stehenden Begriffe als Suchwort eingegeben haben und hier gelandet sind – dann sind die Maschinen eben doch einfacher reinzulegen, als ich gedacht habe. Kein Wunder, dass man im Internet manchmal Schwierigkeiten hat, wirklich das zu finden, was man sucht.
Wenn Sie aber einfach neugierig auf diesen Beitrag waren und nicht aus Versehen hier gelandet sind, umso besser.
In jedem Fall Danke für den Besuch – und seien Sie vergewissert: das kommt nicht wieder vor. Ein Experiment reicht.

Die Suchbegriffe:

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Du Depp hast noch keine Wettaktien!

„Wie bitte?“

Das war meine erste Reaktion, als ich heute den Spam-Filter meiner eMail-Adresse kontrollierte. Eine Mail brüllte mir im Betreff entgegen: „Du Depp hast noch keine Wettaktien!“ Die Aussage stimmt insoweit, als dass ich keine Wettaktien habe. Warum auch? Doch was ist das für ein Tonfall? Glauben die allen Ernstes, dass ich durch eine Beleidigung dazu animiert werde, mir solche Aktien zuzulegen?

Oder ist das eine neue Masche? Sollte ich mir das für mein Buch auch einfallen lassen? eMails mit Betreffzeilen wie „Du Blödmann hast das Buch noch nicht gekauft“? Oder „Lies das, Idiot!“?

Nein, lieber nicht. Ich habe die Spammer und ihre Maschen noch nie verstanden. Da täglich einige der Mails kommen, in denen Potenzmittel, Antidepressiva oder günstige Hypotheken angeboten, müssen diese ja wohl auch einen gewissen Erfolg haben, soll heißen, jemand muss das Zeug doch kaufen. Ansonsten würden sie es ja nicht machen. Aber mich nerven diese Mails nur. Die Sache mit den Aktien ist etwas, das in letzter Zeit verstärkt aufkommt, wobei die ersten Mails so getan haben, als sei es ein seriöser Tipp, sozusagen Insiderwissen. Der neue aggressive Tonfall hat mich dann doch überrascht. Wer reagiert auf sowas?

Das Mysterium hat mir bisher keiner erklären können. Welchen Markt haben Produkte, die über Spam-Mails angeboten werden? Und ist es das wirklich wert, den Ruf der Firma zu ruinieren? Immerhin sind Firmen, die Spam versenden, nicht sonderlich geachtet – dachte ich jedenfalls. Erst vor kurzem wurde veröffentlicht, dass Spam-Mails 76,3 % am eMail-Verkehr ausmachen. Das muss man sich mal vorstellen, für jede „normale“ Mail, die man schreibt, werden durchschnittlich 3 Spam-Mails verschickt.

Ich persönlich wünsche mir Spam dahin zurück, wo her hergekommen: In einen Sketch von Monty Python. Daher: Statt Spam lieber „Monty Python’s Spamalot„!