CRYSTAL.KLAR – eine Graphic Novel gegen Drogen!

Crystal.Klar - Dominik Forsters Weg aus der Drogensucht als Comic für Jugendliche. Cover (c) Panini Verlag

Schonungslos, direkt, authentisch – Dominik Forsters Weg aus der Drogensucht als Comic für Jugendliche

Crystal.Klar - Dominik Forsters Weg aus der Drogensucht als Comic für Jugendliche. Cover (c) Panini Verlag
Crystal.Klar – Dominik Forsters Weg aus der Drogensucht als Comic für Jugendliche. Cover (c) Panini Verlag

Zusammen mit dem Suchtpräventionsprojekt blu:prevent hat der Panini Verlag eine Graphic Novel zur Suchtprävention auf den Weg gebracht: CRYSTAL.KLAR ist der autobiografische Comic von Dominik Forster über seinen Weg aus Drogenmissbrauch und Kriminalität, zurück ins Leben.

Als der Dominik Forster zum ersten Mal durch die Tore seiner neuen Schule in Nürnberg tritt, beginnt sein Leben als Außenseiter. Erst mit Drogen schafft es der schüchterne Junge cool zu werden. Dann werden Nächte länger, die Partys heftiger und die Drogen härter. Längst ist er der Teenager der Trenddroge Crystal-Meth komplett verfallen und sieht ganz „klar“: Nur als Dealer kann er sich seinen Lebensstil weiter leisten. Im Drogengeschäft geht es erst schnell aufwärts, mit vielen „Freunden“ wird er wird zum „Topdog“. Dann folgt ebenso schnell der Absturz – körperlich und sozial: er landet schließlich im Gefängnis. Entzug und Therapie helfen Dominik Forster aus dem Teufelskreis auszubrechen und ein selbstbestimmtes Leben zurückzugewinnen. Die Graphic Novel begleitet ihn auf einem Teil seines Weges: Sie zeigt ungeschminkt eine zerstörte Jugend im Würgegriff von Crystal-Meth. Wie schon sein Roman, ist auch der Comic ein Teil Selbsttherapie – vor allem aber ein Werkzeug der Suchtpräventionsarbeit, in der sich Dominik Forster heute engagiert. „Oft werde ich bei meinen Vorträgen gefragt, ob es den Roman nicht kürzer und anschaulicher gibt – mit dem Comic kann ich jetzt sagen: Ja, gibt es“, erklärt er im Interview mit Panini Comics TV (Ausgabe #46).

Die stimmigen und auf die Klientel zugeschnittenen Zeichnungen der Graphic Novel steuerte Adrian Richter bei, Stefan Dinter lieferte das Storyboard. Zusammen mit dem Autor schufen sie eine spannende, erschütternde und aufrüttelnde Geschichte im Stil der Kids unserer Zeit.

Das Comic-Projekt wurde in Kooperation mit blu:prevent, der Suchtpräventionsarbeit des Blauen Kreuzes in Deutschland, realisiert. Benjamin Becker, Leiter von blu:prevent, schreibt in der eigenen Pressemeldung zu Crystal.Klar: „Dass Drogen nicht gesundheitsförderlich sind, ist den meisten Jugendlichen klar. Doch viele fordern eine neue Ansprache in der Aufklärung, um sich selbst eine freie Meinung zu bilden und Risiken selbst einschätzen zu können. Diese Erfahrungen in der Jugend- und Präventionsarbeit haben uns ermutigt, gemeinsam mit Dominik Forster, dem Panini Verlag und der DAK-Gesundheit den Comic CRYSTAL.KLAR Realität werden zu lassen.“ Für die Suchtpräventionsarbeit von blu:prevent gibt es einen Auszug des Comics als kostenlose Din A5-Version, die vor allem für die Verteilung an Schulen, Beratungsstellen und in der Jugendhilfe vorgesehen ist (Altersempfehlung 14+). Interessierte finden alle Infos dazu im blu:prevent-Shop.

Die Graphic Novel gibt es überall im Comic- und Buchhandel und natürlich direkt über die Panini-Website.

Mehr zu Dominik Forster auf seiner Website: www.dominik-forster.de

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CRYSTAL.KLAR – die Graphic Novel gibt es auch bei AMAZON.de.

STAR WARS Comics Nr. 29: Captain Phasma

(c) Marvel / Panini Comics

(c) Marvel / Panini Comics
(c) Marvel / Panini Comics

Was bisher geschah:
Kurz vor der Vernichtung der Starkiller-Basis schafft es Captain Phasma, der Müllpresse zu entkommen, in die sie von Han Solo und Finn geworfen wurde. Als sie auf dem Computer zugreift, um Datenspuren zu löschen, die beweisen würden, dass sie es war, die den Schild der Basis deaktiviert hat, stellt sie fest, dass das schon jemand anders getan hat: Lieutenant Sol Rivas. Sie rekrutiert eine TIE-Pilotin mit ihrer Maschine und ihrer BB-Einheit und verfolgt Rivas, um ihn zum Schweigen zu bringen. Rivas landet auf einem kaum bekannten Planeten und wird von den R’ora, einer der dort lebenden Spezies, gefangen genommen. Phasma und die Pilotin nehmen Kontakt mit einer anderen Spezies, den Lupr’or, auf, um mehr über Rivas‘ Schicksal zu erfahren…

„Jemand wie ich überlebt. Egal um welchen Preis. Heute besteht der Preis im Zusammenführen loser Enden.“
– Captain Phasma

Phasma will ganz sicher sein, dass Rivas nicht überlebt, das Wort der Lupr’or, dass jeder Gefangene der R’ora sterben wird, reicht ihr nicht. Phasma hält eine Rede und überzeugt die Lupr’or davon, ihr im Kampf gegen die R’ora beizustehen. Nachdem sie ein abgestürztes Raumschiff entdeckt haben, verfügen sie sogar beschränkt über Waffengewalt, die ihnen Zutritt zur Festung der R’ora verschafft. Dort kommt es zum Kampf der Lupr’or gegen die R’ora, doch Phasma hat nur Sol Rivas im Kopf…

Ja, da ist dieser Comic doch gerade noch knapp rechtzeitig eingetroffen. „Knapp“ rechtzeitig deswegen, weil ich ihn nicht mehr lesen konnte, bevor ich „Die letzten Jedi“ sehen durfte. Aber rechtzeitig, da ich nun diese Rezension doch noch vor der von Episode VIII schreiben kann. Und a propros „Rezension“: Mehr als „Das Erwache der Macht“ zeigt uns dieser Comic erneut einen Einblick in den Hintergrund von Captain Phasma, teilweise sogar mit Rückblicken auf ihr früheres Leben. Damit bekommt die doch recht einseitig dargestellte Figur etwas Tiefe, allerdings nicht in der Art, dass man nun irgendeine Form von „Mitleid“ mit ihr hat. Lediglich ihre Motivation wird erklärt, sie bleibt die gleiche kalte Sturmtrupplerin, die wir schon kennen. Und sie ist sehr kompromisslos. Als beispielsweise die TIE-Pilotin sich bewundernd über die Rede äußert, mit der Phasma die Lupr’or zum Kampf gegen die R’ora aufstachelt, erwidert Phasma, dass das alles nur Mittel zum Zweck sei. Zwar wird sich durch diese Schlacht die Gesellschaft der Lupr’or grundsätzlich ändern (denn derartiges haben sie noch nie zuvor gemacht), aber das ist ihr völlig egal. Ihr geht es nur darum, Rivas zur Strecke zu bringen.

Noch eine Anmerkung: Die Comic-Reihe verlässt nun endgültig irgendeine Art von Chronologie. Während die ersten Comics zwischen Episode IV und V spielten, gab es immer wieder mal einzelne Ausbrüche, etwa mit der Geschichte, wie C3PO an den roten Arm gekommen ist, den er in „Das Erwachen der Macht“ hat. Mit dem Mix aus STAR WARS Annual und den Captain-Phasma-Comics der letzten Ausgaben wurde die Reihenfolge wieder verlassen, für die nächste Ausgabe ist eine Geschichte angekündigt, die sogar noch vor Episode I spielt: „Darth Maul“.

Und wie spielt nun der Captain-Phasma-Comic in Episode VIII rein? Kurz warten, die Rezension zu „Die letzten Jedi“ folgt…

STAR WARS Comics Nr. 28: STAR WARS Annual #2 / Captain Phasma #2

(c) Marvel / Panini Comics

(c) Marvel / Panini Comics
(c) Marvel / Panini Comics

Was bisher geschah:
Kurz vor der Vernichtung der Starkiller-Basis schafft es Captain Phasma, der Müllpresse zu entkommen, in die sie von Han Solo und Finn geworfen wurde. Als sie auf dem Computer zugreift, um Datenspuren zu löschen, die beweisen würden, dass sie es war, die den Schild der Basis deaktiviert hat, stellt sie fest, dass das schon jemand anders getan hat: Lieutenant Sol Rivas. Sie rekrutiert eine TIE-Pilotin mit ihrer Maschine und ihrer BB8-Einheit und verfolgt Rivas, um ihn zum Schweigen zu bringen…

„Er sagt, diese R’ora hätten ‚unseren Freund‘ gefangen genommen. Und er sagt, das bedeutet, er wird bald tot sein.“
– Captain Phasma

Phasma verfolgt Sol Rivas in einem TIE-Jäger, wird allerdings von der Pilotin TN-3465 darauf aufmerksam gemacht, dass der TIE eigentlich repariert werden sollte und nicht voll einsatzklar ist. Anstatt Rivas abzuschießen bleibt Phasma nur die Möglichkeit, ihn zu verfolgen. Sie beobachtet, dass er auf dem Planeten Luprora landet. Sie und TN-3465 landen ebenfalls. In einer verlassenen Hütte finden sie Kleidungsstücke, mit denen sie ihre außerweltliche Herkunft zu verschleiern suchen. Kurz darauf machen sie eine unangenehme Begegnung mit der Tierwelt des Planeten, bevor sie auf Eingeborene stoßen…

Die zweite Geschichte aus dem „Star Wars Annual“ ist wieder eine „Stand Alone Story“ aus der Zeit der Rebellion:  Prinzessin Leia ist auf Skorii-Lei und hat wichtige Informationen erhalten. Auf dem Weg zum Treffpunkt mit Han Solo und Luke Skywalker wurde sie allerdings schwer verletzt und liegt nun in der Hütte der Ingenieurin Pash Davane, die nicht weiß, was sie mit der prominenten Rebellenanführerin machen soll. Mittlerweile ist auch das Imperium angekommen und Kopfgeldjäger durchsuchen ebenfalls die Stadt. Nachdem Pash Medikamente besorgt hat, wird sie von Leia, die sie für bewusstlos gehalten hat, überwältigt. Allerdings sind Leias Probleme damit nicht erledigt, denn die Sturmtruppler fangen an, Gebäude für Gebäude zu durchsuchen…

Zunächst zur Phasma-Geschichte: Sie bildet – neben dem Roman „Phasma¹“ – einen wichtigen Baustein zur Überbrückung zwischen „Das Erwachen der Macht“ und „Die letzten Jedi“. Es wird erklärt, wie sie der Explosion der Starkiller-Basis entkommen ist und was unmittelbar danach geschah. Leider wird das Heft mit den zwei abschließenden Teilen erst nach der Premiere von „Die letzten Jedi“ auf Deutsch erscheinen, das heißt, ich kann erst dann ein abschließendes Urteil abgeben. Bisher entwickelt sich die Geschichte jedoch recht gut und nimmt ein Handlungselement auf, das auch von Fans kritisiert wurde: Ist niemandem auf Starkiller aufgefallen, wer die Schilde deaktiviert hat? Es gibt ein paar Einblicke in Phasmas Charakter und beinahe hätte man sie sogar ohne Helm gesehen, aber der Zeichner versteht es, ihr Gesicht gut zu verstecken. Natürlich kann man so eine Enthüllung nicht in einem Comic abhandeln, wenn Phasma ohne Helm zu sehen ist, dann muss das natürlich in einem der Filme geschehen.

Dann zur „Star Wars Annual“-Geschichte: Diese würde ich als „routiniert“ beschreiben, sie ist interessant, leider wird es langsam repetitiv: Einer unserer Helden ist unterwegs, gerät in Nöte und muss sehen, wie er – beziehungsweise in dieser Geschichte sie – da wieder rauskommt. Und Leia, die mit jemand anderem klarkommen und von ihrer guten Absicht überzeugen muss, diese Geschichte hatten wir eigentlich schon in dem Sonderband „Prinzessin Leia„. Die Geschichte ist nicht schlecht, aber eben auch nicht neu, noch dazu, da wir – die Leser – wissen, wie es ausgehen muss.

Tja, sieht so aus, als wäre die nächste Rezension dann die über „Die letzten Jedi“…


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Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl, der neue Comic-Band von Daniela Schreiter

Nach ihren Schattenspringer-Graphic Novels nähert sich die Berlinerin dem Thema Autismus nun mit äußert unterhaltsamen und informativen One-Pagern. Quelle: Panini Comics

Nach ihren Schattenspringer-Graphic Novels nähert sich die Berlinerin dem Thema Autismus nun mit äußert unterhaltsamen und informativen One-Pagern. Quelle: Panini Comics
Nach ihren Schattenspringer-Graphic Novels nähert sich die Berlinerin dem Thema Autismus nun mit äußert unterhaltsamen und informativen One-Pagern. Quelle: Panini Comics

Es ist nun schon fast vier Jahre her, dass die Schattenspringer-Comics von Daniela Schreiter ihren Weg aus dem Internet in zwei Graphic Novels bei Panini gefunden haben und seitdem viele Leser begeistern. Die Art und Weise, wie die in Berlin lebende Asperger-Autistin in Wort und Bild über das Thema Autismus aufklärt und dabei gleichzeitig wundervoll zu unterhalten weiß, ist einzigartig. Ohne erhobenen Zeigefinger präsentiert sie einfach herrlich pointierte Szenen aus ihrem Alltag. Sie erlaubt einen sehr persönlichen und fesselnden Einblick in ihr Leben, dem man sich gar nicht entziehen kann. Jetzt ist mit Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl ein weiterer Comic-Band von Daniela Schreiter erschienen.

Die autobiografischen Schattenspringer-Bände, von denen der erste Danielas Kindheit als „das seltsame Kind“, der zweite ihre Pubertät bis zu dem Punkt, an dem sie (endlich) die Diagnose bekommt, beschreibt, helfen Nicht-Autisten dabei, zu sehen, wo im täglichen Miteinander die Stolpersteine sind, von denen man viele aus dem Weg räumen kann, wenn man sich mit dem Gegenüber ein wenig auseinandersetzt. Autisten wiederum erkennen sich selbst darin wieder und bekommen vermittelt, dass sie nicht alleine sind. Inzwischen werden die beiden Bestseller-Graphic Novels von auf Autismus spezialisierten Therapeuten, Einrichtungen und Verbänden als bildende Lektüre empfohlen – es herrscht noch immer großer Bedarf an Literatur zum lange Zeit tabuisierten Thema Autismus, die für alle Altersstufen geeignet und verständlich ist.

Während ihrer Recherchen zum dritten Schattenspringer-Band, der für 2018 bei Panini geplant ist, kam Daniela Schreiter die Idee zu Autistic-Hero-Girl. Die Figur der „Superheldin des Alltags“ verselbstständigte sich in ihren Zeichnungen als ihr Alter Ego, „denn manchmal“, so sagt Daniela, „komme ich mir vor, als bräuchte ich Superkräfte, um tagtägliche Situationen zu meistern, die Nicht-Autisten ganz normal erscheinen.“

Als Autistic-Hero-Girl kämpft sie nun in dem aktuell erschienenen Band, um Vorurteile aus der Welt zu räumen, die sich hartnäckig halten, wie zum Beispiel: „Alle Autisten sind wie Rain Man“. Aber auch gegen ihre eigenen Super-Gegner, wie den mächtigen Overlord Overload tritt sie an. Die Thematik des 64-seitigen, vollfarbigen Bandes im Cartoon-Format ist dieselbe wie bei den Schattenspringer-Ausgaben, aber die Herangehensweise ist eine andere: Durch die One-Pager, in denen sie die Momentaufnahmen ihres Lebens zusammenstellt, und die Superhelden-Metaebene wird das Ganze noch einmal pointierter dargestellt, ist aber nicht weniger informativ. Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl bietet den Lesern einen noch leichteren Zugang zum Thema Autismus und die perfekte Grundlage, um dann zu den Schattenspringer-Büchern zu greifen.

Quelle: Panini Comics

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    STAR WARS Comics Nr. 27: STAR WARS Annual #1 / Captain Phasma #1

    (c) Marvel / Panini Comics

    (c) Marvel / Panini Comics
    (c) Marvel / Panini Comics

    Ein „Was bisher geschah“ für die Nr. 27 der STAR WARS Comics ist nicht nötig, da das Heft zwei Geschichten beinhaltet, die außerhalb der bisherigen Reihe laufen.

    „Jetzt vollenden wir unsere Mission. Wir bringen den Verräter zur Strecke, der es zuließ, dass die Starkiller-Basis vernichtet wurde… Lieutenant Sol Rivas.“
    – Captain Phasma

    Die beiden Geschichten des Comics sind zudem durch die Zeit getrennt. Der erste Teil des Heftes geht um Captain Phasma und spielt demzufolge also zur Zeit der Ersten Ordnung, Jahre nach dem Sturz des Imperiums. Um ganz genau zu sein beginnt die Handlung in den letzten Minuten von EPISODE VII. Captain Phasma, die von Han Solo und Finn in einen Müllschacht geworfen worden war, ist es gelungen, sich daraus zu befreien. Während um sie herum die Starkiller-Basis auseinander fällt, verwischt sie als erstes ihre Spuren und löscht alle Hinweise darauf, dass sie es war, die den Schutzschild der Basis deaktiviert war. Dabei entdeckt sie eine Aufzeichnung, dass sich vor ihr noch ein Offizier am Computer zu schaffen gemacht hat: Lieutenant Sol Rivas. Sie sieht eine gute Gelegenheit gekommen, von sich abzulenken und macht sich sofort an die Verfolgung von Rivas…

    Die zweite Geschichte bringt uns wieder in die Zeit des Imperiums. Auf Coruscant lebt der Rebellenspion Eneb Ray unter dem Namen Tharius Demo. Es ist kurz nach der Vernichtung des ersten Todessterns. Prinzessin Leia hat eine Aufgabe für Eneb: Er soll gefangene Senatoren befreien, die durch das Imperium zum Tode verurteilt wurden. Dazu begibt er sich zum Gefängniskomplex Arrth-Eno, um einen raffinierten Plan auszuführen. Doch er muss feststellen, dass der Imperator ebenfalls sehr raffiniert sein kann…

    Bleiben wir gerade mal bei der zweiten Geschichte, weil diese in sich geschlossen ist: Sie beginnt sehr langsam, offenbart dann aber ein paar sehr raffinierte Wendungen, die einmal mehr herausstellen, dass der Imperator den Rebellen auch durch seine Skrupellosigkeit überlegen ist. Moralische Überlegungen stellt er gar nicht an, er hat ein Ziel und er ist bereit, alles – außer sich selbst – diesem Ziel zu opfern. Die Geschichte ist eine passende Ergänzung zum Mythos des Imperators.

    Die erste Geschichte um Captain Phasma besteht aus insgesamt vier Teilen und gehört zu dem Zyklus, der langsam zur EPISODE VIII führen soll. Wie man schon aus der Beschreibung sieht, soll der Comic erklären, wie Phasma aus dem Müllschacht und von der Starkiller-Basis entkommen konnte. Außerdem trifft sie im Verlauf der Handlung auf einen Droiden, der – soweit ich es verstanden habe – auch im Film eine wesentliche Rolle spielen soll. Auf diese Weise greifen die verschiedenen Medien direkt ineinander. Nun lässt sich über die Geschichte selbst noch kein finales Urteil bilden, immerhin handelt es sich hier nur um Teil 1 von 4, aber es ist ein vielversprechender Auftakt. Phasma wird ebenfalls in ihrer ganzen Skrupellosigkeit gezeigt, wie sie versucht, ihre eigene Tat (das Deaktivieren der Schilde der Starkiller-Basis) jemand anderem anzuhängen (und falls es jemand interessiert: Warum sie die Schilde in EPISODE VII einfach so deaktiviert hat, wird in dem Roman „PHASMA“ erklärt, der ihre Hintergrundgeschichte und ihren Charakter etwas mehr beleuchtet). Leider hat gerade diese Geschichte einen Wermutstropfen: Dem Autor ist der zeitliche Ablauf der Ereignisse auf der Starkiller-Basis durcheinander geraten. Die Geschichte wird von einem Countdown begleitet, der auf die volle Aufladung der Starkiller-Waffe gezählt wird. Die Handlung beginnt sechs Minuten vor der vollen Aufladung. Zum Zeitpunkt zwei Minuten vor der Aufladung berichtet Phasma, dass sie Kylo Ren und eine unbekannte Person bei einem Kampf mit Lichtschwertern beobachtet hat. Sie befindet sich dabei – natürlich – außerhalb des Hauptgebäudes am Wald. Eine Minute zuvor hat ein Wachposten sie angesprochen und von dem Gerücht erzählt, dass General Hux evakuiert worden sei. Das Problem bei ist: Die Starkiller-Waffe war bereits aufgeladen, als Kylo sich noch in der Basis befand. Es ist ja der große Moment in EPISODE VII, die Sonne verschwindet, die Dunkelheit legt sich über Kylos Gesicht und er durchbohrt Han Solo mit seinem Lichtschwert. Erst danach kommt es zum Duell zwischen ihm und Finn, beziehungsweise Rey (im Comic kann man nicht erkennen, mit welchem von beiden er sich gerade duelliert). Und General Hux wurde erst evakuiert, als der Reaktor der Starkiller-Basis bereits am Explodieren war, ebenfalls einige Zeit nach der vollständigen Aufladung der Waffe. Irgendwas ist hier also durcheinander gekommen und es wundert mich ein wenig, dass das niemandem aufgefallen ist.

    Außerdem gibt es einen zweiten „Fehler“, aber der hängt mit einer ganz persönlichen Vorliebe von mir zusammen: Ich mag Chronologien, und mit diesem Heft wird die chronologische Reihenfolge endgültig aufgebrochen (es gab ja schon einmal eine Geschichte als Einschub, in der davon erzählt wurde, wie C3PO seinen roten Arm bekommen hat). Das stört mich ein wenig, mir wäre es lieber gewesen, einfach die Geschichten zwischen den Filmen der Original-Trilogie weiter zu erzählen. Stattdessen will man nun offenbar die Geschichten in loser Reihenfolge abhandeln.

    Wenn alles so läuft wie geplant, dann wird die Geschichte um Captain Phasma allerdings leider erst zu Ende erzählt sein, wenn EPISODE VIII schon im Kino läuft: Der Film kommt am 14. Dezember heraus, das Ende der Reihe kommt in STAR WARS Comics Nummer 29, die voraussichtlich am 20. Dezember erscheint.

    Abschließend bleibt zu sagen: Die Einzelgeschichte ist sehr stark und fügt einiges zum Mythos des Imperators dazu, die Geschichte von Captain Phasma macht neugierig auf mehr. Mal sehen, wie sich die Handlung hier weiter entwickelt.

     

    Love is Love – Eine Comic-Anthologie für Respekt, Akzeptanz und Gleichberechtigung

    "Love is Love" - Bild: Panini Comics

    "Love is Love" - Bild: Panini Comics
    „Love is Love“ – Bild: Panini Comics

    Am 12. Juni 2016 wurden bei einem Anschlag auf den Nachtclub Pulse in Orlando 49 Menschen brutal ermordet. Ein Gewaltakt gegen Homosexuelle in den USA, wie man ihn sich bis dahin nicht hatte vorstellen können. In der Comic-Anthologie Love is Love reagieren die unterschiedlichsten Comic-Künstler auf diese unfassbare Tat. In ihren Geschichten drücken sie Mitgefühl, Trauer und Sorge angesichts des Angriffs auf die homosexuelle Community aus, machen aber auch Hoffnung und setzen sich für Akzeptanz, Gleichberechtigung und Frieden ein. Wie schon bei dem US-Band geschehen, wird auch Panini einen Teil des Erlöses vom Verkauf der deutschsprachigen Version des Bandes spenden.

    Die Anthologie Love is Love ist eine Zusammenstellung kurzer Comic-Episoden, in denen einige der bekanntesten Comic-Schaffenden aus der ganzen Welt ihre Gefühle nach dem Attentat auf den überwiegend von Homosexuellen besuchten Club Pulse in Orlando zum Ausdruck bringen, sich gegen Gewalt und für die Akzeptanz und die Gleichberechtigung von Homosexuellen aussprechen.

    Mit dabei sind Autoren wie Paul Dini, Marc Guggenheim, Grant Morrison, Scott Snyder, Brian Bendis; Zeichner-Größen wie Bill Morrison, Phil Noto, Francis Manapul, Jock, Ivan Reis, Tim Seeley, Mirka Andolfo und viele mehr. Auch Texte der Initiatoren Marc Andreyko und Chris Ryall wurden zu Comics verarbeitet – Wonder Woman-Regisseurin Patty Jenkins schrieb das Vorwort.

    Die Idee zu Love is Love stammt von Marc Andreyko, der in Chris Ryall und dem Verlag IDW Publishing Mitstreiter fand. Im Gespräch mit Panini Comics TV (Folge 16) zeigt sich Ryall beeindruckt davon, wie viele Künstler spontan ihre Bereitschaft zur Mitarbeit an dem Projekt bekundeten und auch die Unterstützung durch den US-Superheldenverlag DC Comics begeistert ihn: „DC hat es uns sogar gestattet, einige ihrer Charaktere für den Band zu nutzen!“

    In der Anthologie sollten die Künstler ihre Gedanken und Gefühle zu dem Geschehenen zum Ausdruck bringen. „Aber“, so Ryall, „Marc wollte ein Statement für die Liebe. Die Geschichten sollten keine Wut beinhalten, sondern Hoffnung vermitteln.“

    In den USA wurde Love is Love zu einem großen Erfolg und der Gewinn der Veröffentlichung wurde an die Hinterbliebenen der Opfer gespendet. Vom Erlös des deutschen Bandes werden ebenfalls je drei Euro pro Band gespendet, zugunsten der LGBT-Verbände in den USA und des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD).

    Quelle: Panini Comics

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      STAR WARS Comics Nr. 26: Darth Vader – Zeit der Entscheidung

      (c) Panini Comics / Marvel

      (c) Panini Comics / Marvel
      (c) Panini Comics / Marvel

      Was bisher geschah:
      Darth Vader hat es geschafft, seinen Meister, den Imperator zu beeindrucken und gleichzeitig den Umstand verschweigen können, dass er immer noch auf der Suche nach Luke Skywalker ist. Als „Belohnung“ wird Vader losgeschickt, seinen Widersacher Cylo zur Strecke zu bringen, der sich als Verräter entpuppt hat. Cylo hat jedoch einen Angriff auf das neue Flaggschiff des Imperiums, die EXEKUTOR befohlen und es geschafft, dass der Imperator in seinen eigenen Gemächern festsitzt. Außerdem hat er die Kontrolle über Vaders kybernetischen Anzug übernommen…

      Ihr habt zugelassen, dass Euer Zorn und Stolz Euch an die dunkelsten Orte führt. Das ist unser Weg, Lord Vader. Alles, was Ihr im Schatten begangen habt, erfreut mich aufs Höchste. Ihr seid alles, worauf ich jemals hoffen konnte.
      – Der Imperator

      Vader muss sich aus dem Klammergriff von Cylo befreien. Dazu kehrt er im Geist zurück nach Mustafar, wo er von Obi-Wan verwundet wurde und es gelingt ihm, so viel Wut und Hass aufzubauen, dass er mit Hilfe der Macht Kontrolle über seinen Anzug erlangt. Er kann Cylo niederstrecken, doch der hat einen besonderen Schutz: Wird einer seiner Körper getötet, überträgt sich sein Bewusstsein sofort in einen neuen Klon. Vader muss an die Quelle, Cylos Flaggschiff. Die neue Brutalität, mit der er vorgeht, findet ganz das Gefallen des Imperators. Wäre da nicht Doktor Aphra, die ihre Chance gekommen sieht und dem Imperator von Vaders Geheimarmee und seinen Intrigen erzählt…

      Tatsächlich schafft es das Finale, das Versprechen aus den letzten Ausgabe einzulösen. Wir sind dabei, wie Vader einen Schritt weiter in der Entwicklung auf der dunklen Seite geht, sehr schön dargestellt durch die Visionen von Obi-Wan und Padmé auf Mustafar. Damit wird auch erklärt, wie Vader von „dem Bösewicht an Tarkins Seite“ in Episode IV zu „dem Bösewicht, der unliebsame Untergebe auch gern mal umbringt“ in Episode V wurde. Gleichzeitig wird die Handlung um Doktor Aphra abgeschlossen, auch hier ist es ein passendes Ende. Wer mehr wissen will, der nächste Absatz ist in weiß geschrieben, damit man ihn nicht aus Versehen liest, wenn man das nicht will. Wer mehr über Doktor Aphras Schicksal erfahren will, muss diesen Absatz mit dem Cursor markieren, dann kann man ihn lesen.

      Doktor Aphra wird von Vader aus einer Luftschleuse geworfen. Doch sie hat damit gerechnet und lässt sich von Triple-Zero, BeeTee und dem Wookiee Krrsantan retten. Sie wusste, dass sie vor Vader nie würde davonlaufen können, also musste sie einen glaubwürdigen Tod sterben, damit dieser sie nicht weiter verfolgt. Damit endet Aphras Geschichte innerhalb der „Hauptzeitlinie“, aber ihre Abenteuer gehen weiter in einer eigenen Comicreihe: „STAR WARS – Doktor Aphra“.  →Hier der Link zu mehr Informationen bei Panini.

       

      Nach dem Abschluss dieser Geschichte ist für das nächste Heft eine Geschichte angekündigt, die eine Lücke zwischen Episode VII und VIII schließen soll: Die Erlebnisse von Captain Phasma, nachdem sie auf der Starkiller-Basis in einen Müllschacht geworfen wurde.

       

      Douglas Adams‘ Kult-Detektiv Dirk Gently ermittelt im Comic und auf Netflix!

      Douglas Adams‘ Kult-Detektiv Dirk Gently ermittelt im Comic und auf Netflix! Bild: Panini Comics

      Douglas Adams‘ Kult-Detektiv Dirk Gently ermittelt im Comic und auf Netflix! Bild: Panini Comics
      Douglas Adams‘ Kult-Detektiv Dirk Gently ermittelt im Comic und auf Netflix! Bild: Panini Comics

      Zweieinhalb Romane mit seinem Ermittler der anderen Art, Dirk Gently, schrieb Schriftsteller-Genie Douglas Adams. Für nicht wenige seiner Fans sind Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele, Der elektrische Mönch und das leider unvollendete Buch Lachs im Zweifel noch eine Idee genialer als die Per Anhalter durch die Galaxis-Reihe oder die Doctor Who-Storys, die der britische Kult-Autor schrieb. Nun erlebt der holistische Detektiv, dessen Ermittlungsmethoden so unorthodox und skurril sind wie die Fälle, die er bearbeitet, einen zweiten Karriereschub: Ganz nah am Ton von Douglas Adams erzählen die von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeierte Dirk Gently-TV-Serie auf Netflix und die Comic-Reihe Dirk Gentlys Holistische Detektei, deren erster Band Schrödingers Katzenkiller gerade bei Panini erschienen ist, neue, hirnverknotende Abenteuer mit dem schrägen Schnüffler.

      Der holistische Detektiv Dirk Gently ist davon überzeugt, dass alle Dinge miteinander verbunden sind und er deswegen bei der Lösung seiner Fälle nur den Hinweisen folgen muss, die ihm das Universum präsentiert. Dass diese bisweilen so gar nichts mit den Ermittlungen zu tun haben, oder zu haben scheinen, und er sowieso der Einzige ist, der hier Zusammenhänge herstellen kann, stört ihn dabei wenig … Schließlich hängt ja alles zusammen! Diese obskure „Schnitzeljagd“ ist es dann auch, die Dirk Gently in seinem ersten Comic-Abenteuer Schrödingers Katzenkiller aus seiner Heimat England ins sonnige Kalifornien bringt. Dort stolpert er im wahrsten Sinn in seinen neuen Fall, in dem es um wiedergeborene, energiesaugende Pharaonen geht, wobei sich der eigentliche Fall – ein serienmordendendes Touristenpärchen – als Nebenhandlung in die Geschichte einflicht und ebenso beiläufig wie genial im Zuge der Haupt-Neben-Haupthandlung gelöst wird. Es ist eben alles verbunden.

      Diese erzählerisch brillant konstruierte Geschichte, die sehr viel von Douglas Adams‘ Geist transportiert, ohne den Versuch zu machen, den Meister kopieren zu wollen, stammt aus der Feder des versierten und mehrfach ausgezeichneten Comic-Autors Chris Ryall, der zudem ein großer Fan von Douglas Adams ist. Er entwickelte die Dirk Gentlys Holistische Detektei-Comics zusammen mit Arvind Ethan David, einem Schüler von Douglas Adams, der sich nach dessen Tod, in Absprache mit der Witwe des Autors, der Fortführung der Dirk Gently-Abenteuer verschrieben hat. Gemeinsam entwarfen sie die Comic-Idee, ebenso wie die Idee zur erfolgreichen und kongenial umgesetzten Dirk Gently-TV-Serie auf Netflix, mit Samuel Barnett als Dirk Gently und Elijah Wood als dessen widerwilligen Sidekick Todd Brotzman.

      Arvind Ethan David ist ausführender Produzent der TV-Serie und übernimmt mit Nummer zwei auch die Comic-Reihe als Autor. Chris Ryall, der in der aktuellen Ausgabe von Panini Comics TV im Interview einiges zur Entstehung und den Hintergründen von Dirk Gently erzählt, hatte viel Spaß mit dem Start der Comics, meint aber: „Arvind hat mit Douglas Adams zusammengearbeitet. Er ist prädestiniert, die Geschichte weiterzuführen.“

      In Arvind Ethan Davids Händen wird es auch liegen, die Comic-Reihe, die TV-Serie und die Romane, die ihre Handlungsstränge derzeit noch losgelöst voneinander verfolgen, zusammenzubringen. Chris Ryall: „Dazu kann ich noch nicht viel sagen, aber es scheint so, dass es Dirk Gently als eine Art interdimensionale Konstante gibt. Und Arvind wird die verschiedenen Dirks zusammenbringen.“ Dazu wird der Autor mit dem dritten Comic-Band auch die von Douglas Adams begonnene Story Lachs im Zweifel aufgreifen und weiterspinnen. Man darf also schon jetzt auf die zukünftigen Verwirrungen in der genial-chaotischen Welt von Dirk Gently gespannt sein.

      Die zweite TV-Staffel läuft in den USA übrigens im Oktober an, Staffel drei ist in Planung. In Deutschland kehrt der Ermittler wohl im November auf die Mattscheibe zurück – bis dahin gibt es zum Glück den Comic: Dirk Gentlys Holistische Detektei: Schrödingers Katzenkiller, um die Wartezeit zu verkürzen.

      Quelle: Panini Comics

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        Neu bei Panini Comics: Bataclan – Wie ich überlebte

        Der Augenzeugenbericht von Fred Dewilde, der das Attentat auf den Pariser Musik-Club überlebte, in einer beklemmend intensiven Comic-Dokumentation. Bild: Panini Comics

        Der Augenzeugenbericht von Fred Dewilde, der das Attentat auf den Pariser Musik-Club überlebte, in einer beklemmend intensiven Comic-Dokumentation. Bild: Panini Comics
        Der Augenzeugenbericht von Fred Dewilde, der das Attentat auf den Pariser Musik-Club überlebte, in einer beklemmend intensiven Comic-Dokumentation. Bild: Panini Comics

        Fred Dewilde, geboren 1966, ist als Grafiker auf medizinische Illustrationen spezialisiert. Er lebt mit seiner Familie in einem Vorort von Paris und liebt Rockmusik. Als Fan der US-Band Eagles of Death Metal war er an jenem verhängnisvollen Abend des 13. Novembers 2015 im Pariser Kult-Club Bataclan, als Terroristen dort ein grauenvolles Blutbad anrichteten. Nach offiziellen Angaben starben 89 Besucher des Konzerts, Hunderte Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Fred Dewilde überlebte das Attentat mit viel Glück körperlich nahezu unversehrt, aber schwerst traumatisiert. Nun hat er, als Teil der Aufarbeitung des Erlebten, seine Erinnerung an die Geschehnisse in einem beeindruckenden und beklemmenden Comic zu Papier gebracht. Die deutsche Version des in Frankreich gefeierten Bandes Bataclan – Wie ich überlebte erschien am 19. September beim Panini Verlag im Album-Format.

        „Mitten im Blut eines Toten habe ich gelegen. Mitten unter den zerfetzten Körpern war ich geschützt. Mitten unter den zerstörten Leben habe ich gedacht, dass ich mitten im Entsetzen und im Wahnsinn noch einmal die Chance bekommen habe, euch zu lieben.“ Mit diesen Worten beschreibt Fred Dewilde auf dem Umschlag des Bandes seine Gefühle, als er zwischen Leichen liegend darauf hoffte, seine Familie noch einmal wiedersehen zu können. In seinem Comic werden diese Gedanken zu düsteren Bildern. Durch das Zeichnen versuchte er, sie aus seinem Kopf auf das Papier zu verbannen. „Für ihn war das reine Therapie“, sagt Bettina Frank, die den Band bei Panini übersetzt und redaktionell betreut hat und mit dem Autor und Zeichner in persönlichem Kontakt steht. „Er hat mir erzählt, dass sich das Schlussbild des Comics so in seinen Kopf gebrannt hatte und er den Drang verspürte, den Comic zu zeichnen. Darin sah er einen Weg, mit der Sache abzuschließen.“

        Für die Leser schuf Fred Dewilde einen gezeichneten Augenzeugenbericht, der – durchweg in Schwarz-Weiß gehalten – den gesamten Schrecken eindringlich wiedergibt, ohne dabei explizit zu werden. Die Terroristen stellt er als entmenschlichte Gestalten mit Totenschädeln dar; die Toten, inmitten derer er lag, als formlose Masse. Zwischen all den Leichen, so beschreibt er es im Comic, habe er mit einer weiteren Überlebenden, der schwer verletzten Élisa, neben der er lag, einen „Kokon der Menschlichkeit“ geschaffen, um sich von dem Wahnsinn um ihn herum abzuspalten. Diesem Stück Menschlichkeit inmitten der Unmenschlichkeit verdanke er sein Überleben, sagt er. Letztlich war es aber reiner Zufall, dass er nicht auch erschossen wurde. Die Frage nach dem Wieso und warum ausgerechnet er überlebt hat, macht ihm bis heute zu schaffen.

        Im Anhang des Bandes betrachtet Fred Dewilde in einer Reihe von Texten Punkte, die im Comic selbst keinen Platz hatten. Er beschreibt dort zum Beispiel, wie sich sein Leben und er selbst nach Bataclan verändert haben, wie er überhaupt wieder ins Leben zurückfand. Er sinniert über Psychotherapie, Schuldgefühle, das Menschsein und den Wert von schwarzem Humor. Außerdem macht er sich Gedanken zu den Eagles of Death Metal, die nach dem Anschlag nicht nur positiv in Erscheinung traten, über den Islam und zur aktuellen Politik – dies im Übrigen sehr differenziert, ohne Hass und vor allem ohne verallgemeinernde Anschuldigungen. Auch die Anschläge von Brüssel, Nizza und auf die Redaktion von Charlie Hebdo bleiben nicht unerwähnt.

        Bataclan – Wie ich überlebte ist ein beeindruckendes, sehr eindringliches und in Teilen schockierendes Zeitdokument. Alles andere als leichte Kost, aber ein Band, den man – auch mit Blick auf aktuelle Geschehnisse – unbedingt gelesen haben sollte.

        Quelle: Panini Comics

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        STAR WARS Comics Nr. 25: Darth Vader – Zeit der Entscheidung

        (c) Panini Comics / Marvel

        (c) Panini Comics / Marvel
        (c) Panini Comics / Marvel

        Was bisher geschah:
        Darth Vader hat es geschafft, seinen Meister, den Imperator zu beeindrucken und gleichzeitig den Umstand verschweigen können, dass er immer noch auf der Suche nach Luke Skywalker ist. Als „Belohnung“ wird Vader losgeschickt, seinen Widersacher Cylo zur Strecke zu bringen, der sich als Verräter entpuppt hat. Während er der Spur Cylos folgt, hat er seine Killer-Droiden damit beauftragt, die flüchtige Doktor Aphra zu finden und zu ihm zu bringen…

        Bitte wachen Sie auf, Herrin Aphra! BeeTee wird schon nervös. Wir haben Sie offenbar gerettet. Und ohne jemanden zu töten. Ehrlich gesagt, irgendwie enttäuschend.
        – Triple-Zero

        Während Triple-Zero und BeeTee Doktor Aphra auf die EXEKUTOR bringen, hat Vader Cylos Schiff ausgemacht. Als er eindringt, stellt sich ihm Tulon Voidgazer, eine Wissenschaftlerin, entgegen und lässt ihren cyberkontrollierten Rancor auf Vader los. Vader gerät in Bedrängnis, doch letztlich kann er das Hindernis überwinden. Aber als er sich Cylo nähert, gibt es Probleme auf der EXEKUTOR: Voidgazer hat ein paar Fallen auf dem Schiff installiert, und selbst der Imperator scheint nun in der Falle zu sitzen…

        Mit Cylo und Voidgazer tritt Vader tatsächlich gleichwertigen Gegnern entgegen. Gerade in der Begegnung mit dem Rancor muss er umdenken, da er diesen mit roher Gewalt oder auch mit der Macht nicht einfach so besiegen kann. Er muss seinen Kopf einsetzen, genau wie später, als er Voidgazer selbst gegenüber steht. Aber alles das ist nur Geplänkel gegenüber dem Plan, den Cylo verfolgt, nämlich die EXEKUTOR zu entern.  Das alles ist sehr schön herausgearbeitet und entwickelt sich Stück für Stück. Die Geschichte verspricht zudem, auf ein spannendes Finale hinauszulaufen. Aber das sehen wir dann nächsten Monat.